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Sigi Mutscheller nur noch auf Langlauflatten unterwegs

7. Februar 2011 von Meike Maurer

Sigi Mutscheller (ehemals Lang) war über viele Jahre die Vorzeige Athletin im Wintertriahtlon. Neun Deutsche Meistertitle und sechs Weltmeistertitel in Folge gehen auf ihr Konto. Was macht Sigi heute und was macht der Wintertriathlon ohne sie?


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Seit ihr Sohn Max 2009 zur Welt gekommen ist, konzentriert sie sich im Winter ausschließlich auf Langlaufrennen – mit sehr großem Erfolg. triathlon.de sprach mit ihr und ihrem Mann Uli (u.a. ehemaliger Organisator des Coolman-Wintertriathlons) über Langlaufen und die momentane Situation beim Wintertriathlon.

Warum ist Langlaufen auch für Triathleten eine gute Trainingsalternative im Winter. Was wird trainiert und geschult?

Sigi bei der Tour de Ramsau 2011, die sie zum zweiten Mal in Folge gewinnen konnte.

Es gibt kaum eine andere Sportart, die so viele verschiedene Muskelgruppen beansprucht. Außerdem wird durch das Gleiten auf einem Bein das Gleichgewichtsgefühl geschult. Die Pulswerte liegen meist im mittleren bis oberen Bereich, so dass man bei einer oder zwei Stunden Training sehr effektiv trainieren kann. Durch die sanften Bewegungen im Schnee ist der Skilanglauf sehr schonend für Knochen und Gelenke. Die Verletzungsgefahr ist relativ gering.

Wo liegen die Vorzüge im Skaten, wo die Vorteile des klassischen Stils.

Die beiden Stile unterscheiden sich grundlegend. Während beim Skaten sämtliche Energie in die Vorwärtsbewegung geht, wird bei der klassischen Technik der explosive Abdruck gesucht. Für Triathleten kann man als Faustformel festhalten, dass Skating die Beinmuskulatur ähnlich wie Radsport beansprucht, während die klassische Technik dem Laufen ähnlicher ist.

Was muß man beim Kauf einer Skating-Aurüstung bzw. einer Klassik-Ausrüstung beachten. Gibt es eine Ausrüstung die für beide Laufstile funktioniert?

Skating-Ski sind kürzer und steifer, Klassik-Ski länger und flexibler. Ganz wichtig ist vor allem bei Klassik-Skiern, dass man die Spannung der Ski entsprechend des Körpergewichts auswählt. Einen zu harten Ski kann man im Extremfall beim Abstoß nicht durchdrücken, so dass zu wenig oder keine Reibung entsteht und man an Anstiegen Probleme hat. Ist der Ski zu weich, so steht man auch bei Abfahrten oder im flachen Gelände ständig auf der Steighilfe und kommt nicht oder nicht richtig ins Gleiten. Wer nur gelegentlich klassisch laufen möchte, ist mit einer mechanischen oder chemischen Steighilfe am besten beraten. Es gibt diese Ski auch in sportlichen Varianten. Der Griff in die Wachskiste ist besonders beim Steigwachs ein komplexes Thema und erfordert neben Zeit und etwas handwerklichem Geschick auch jede Menge Erfahrung.

Beim Skating-Ski kann man weniger falsch machen. Das Budget entscheidet in erster Linie über die Güte des Belages und das Gewicht der Ski – ähnlich wie beim Rennrad.

Bei den Stöcken ist es mit den Längen umgekehrt. Körpergröße -10% beim Skaten und -15% bei der klassischen Technik. Am besten wird man im Fachgeschäft beraten oder man sucht sich die LL-Cracks im Verein für eine Empfehlung. Es gibt zwar Ausrüstungen für beide Stile. Diese können aber nur begrenzt funktionieren, da das Anforderungsprofil der beiden Techniken komplett unterschiedlich ist. Ein Skating-Ski ist ganz anders aufgebaut als ein Klassikski. Das ist wie Rennrad und MTB. Da gibt es auch keine funktionierende Lösung für beides.


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