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Michael Raelert: harter Schalgabtausch beim 70.3 Western Sydney

27. November 2017 von Stephan Schepe

Kevin Mackinnon, freiZwei Wochen nach seinem Sieg beim Laguna Phuket Triathlon setzte Michael Raelert seine Wettkampf-Tour bei der Ironman 70.3 Asia-Pacific Championship in Western Sydney fort. Hier musste sich der Rostocker nahezu der gesamten australischen Profi-Elite stellen. Am Ende sicherte sich Raelert als bester Nicht-Australier den achten Platz, zeigte sich von seiner Leistung dennoch ein wenig enttäuscht.


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„Ich bin leider deutlich unter meinen Möglichkeiten geblieben“, sagte der Rostocker nach dem Rennen. In einem packenden und von Beginn an sehr schnellen Wettkampf lag der amtierende Europameister lange in aussichtsreicher Position, konnte in den Kampf um den Titel aber nicht mehr eingreifen. „Ich möchte nicht drumherum reden, das Finale war einfach enttäuschend“, sagte Michael Raelert, der bis zum Wechsel auf die Laufstrecke zur Führungsgruppe gehörte. Beim Laufen setzte sich Vorjahressieger Dan Wilson in 3:42:11 Stunden vor dem Weltmeister von 2016, Tim Reed, ab, der in 3:43:33 Stunden finishte. Als Dritter komplettierte Braden Currie in 3:43:36 Stunden das australische Podium. Michael Raelert kam in 3:50:25 Stunden als Achter ins Ziel.

multisportaustralia.com, frei

Hohe Leistungsdichte in „Down Under“

„Der abschließende Halbmarathon war definitiv nicht das, was ich zeigen möchte und auch kann“, sagte Michael Raelert nach dem Wettkampf. „Natürlich war das Rennen von Beginn an sehr schnell“, sagte er angesichts des herausragend besetzten Feldes, „aber das war klar, weil einerseits einige der besten Athleten auf dieser Distanz am Start waren und andererseits gerade die Australier heiß drauf waren, bei dieser kontinentalen Meisterschaft vorne zu sein.“ Beim Schwimmen im Penrith Lake setzte sich der Sechste der Olympischen Spiele von Rio, Aaron Royle, in 23:12 Minuten vom Feld ab. Auf den Australier folgte mit rund 40 Sekunden Rückstand eine erste Gruppe mit den drei Landsmännern Dan Wilson, Sam Appleton und Sam Betten. Michael Raelert lag direkt hinter der zweiten Verfolgergruppe, zu der unter anderem der starke Weltmeister von 2016, Tim Reed gehörte. Mit seiner Schwimmzeit von 24:48 Minuten war Michael Raelert nach dem Schwimmen Neunter.

Radleistung kostet entscheidende Körner

Seinen Rückstand versuchte Michael Raelert auf dem Rad gleich aufzuholen. „Es war klar, dass ich richtig draufhalten müsste, damit ich nach vorne komme“, sagte er im Nachgang des Rennens, „das war der einzig mögliche Weg.“ Bereits bei der Hälfte der Radstrecke, die er mit einem Stundenmittel von 45 km/h absolvierte, hatte Michael Raelert die Spitzengruppe eingeholt. Aus dieser fünfköpfigen Gruppe heraus wollte er dann weiter die Flucht nach vorn antreten. „Leider hat die Aufholjagd nur ziemlich viele Körner gekostet.“

Ingo Kutsche freiAls Michael Raelert nach 2:29:09 Stunden Rennzeit in der am Ende auf neun Athleten angewachsenen Spitzengruppe vom Rad stieg, spürte er, dass es nach einem harten Radsplit von 2:03:10 Stunden schwer werden würde beim Laufen. „Wenn neun Läufer mit jeder Menge Olympia- und WM-Erfahrung zusammen auf die Laufstrecke gehen, ist ja völlig klar, dass es ordentlich kracht“, sagte er, „so war es dann auch.“ Auf den ersten Kilometern des Halbmarathons versuchte Michael Raelert noch gegenzuhalten, musste seine Konkurrenten aber insbesondere auf den letzten Kilometern ziehen lassen. „Leider konnte ich das Tempo der anderen nicht halten“, sagte er nach seiner Laufzeit von 1:20:22 Stunden, „es fehlt einfach auch noch Rennpraxis.“

Fotos: Ingo Kutsche, Kevin Mackinnon/Triathlonworld.com, multisportaustralia.com

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