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Leistungsdiagnostik – Welche Werte sagen was aus?

19. Februar 2012 von Ferdinand Bader

Viele Daten, viele Kurven, viele Zahlen. Nach einer Leistungsdiagnostik hat man nicht nur seine neuen Trainingsbereiche, sondern auch viele Fragen. Wir erklären euch kurz und bündig welche Werte was bedeuten.


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Herzfrequenz
Die Herzfrequenzmessung ist das meist verbreitete Mittel zur Belastungskontrolle in Wettkampf und Training und dennoch wissen die wenigsten Sportler, wo ihre optimalen Pulsbereiche fürs Training liegen. Im Training oder bei einer Diagnostik ist es nicht möglich, nur anhand der Höhe des Pulses festzustellen, wo die optimale Belastungsintensität liegt. Die Höhe des Pulses im Vergleich mehrerer Sportler sagt zudem auch nichts über deren Leistungsfähigkeit aus. Der Grund liegt darin, dass der Ruhe- und Maximalpuls von Sportlern sehr individuell ist. Die maximale Herzfrequenz kann bei gleichaltrigen Sportler zwischen 160 und 240 Schlägen/min schwanken. Von Formeln zur Berechnung der Pulsbereiche sollte man also die Finger lassen.

Laktat
Laktat ist ein Stoffwechselprodukt, das beim anaeroben Abbau von Kohlenhydraten entsteht. Auch bei aeroben Belastungen wird vom Körper etwas Laktat gebildet, was aber problemlos wieder verstoffwechselt werden kann. Laktatbildung und –abbau stehen also im Gleichgewicht. Erst wenn die Belastung für den Sportler zu hoch wird, steigt der Laktatwert deutlich an. Laktat kann vom Körper sogar wieder verarbeitet werden und als Energielieferant dienen.

Individuelle anaerobe Schwelle
Ist die Belastungsstufe, bei der der Körper das anfallende Laktat gerade noch verstoffwechseln kann. Bei höherer Belastung kommt es zur starken Laktatanhäufung und somit zur Übersäuerung der Muskulatur. Die individuelle anaerobe Schwelle wird für die in der Diagnostik gemessenen Laktatwerten mit Hilfe eines sogenannten Laktatschwellenmodells mathematisch berechnet. Wie hoch der Laktatwert an der Schwelle ist, hängt von Ernährung, der individuellen Veranlagung und der Sportart ab.

Fixe Laktatschwelle
Anhand einer fixen Laktatschwelle kann im Längsschnitt die Leistungsentwicklung eines Sportlers festgestellt werden. Läuft ein Sportler im ersten Test 10km/h an der 2mmol/l-Schwelle und beim zweiten Test nach zum Beispiel nach 3 Monaten 11km/h, kann ein deutlicher Leistungsfortschritt verzeichnet werden. Gängige fixe Schwellen liegen bei 2 und 4mmol/l, der Schwellenwert kann vom Diagnostiker theoretisch aber beliebig gesetzt werden.

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Ferdinand Bader ist Diplomsportwissenschaftler und Autor dieses Artikels. Er ist Experte auf der Trainingsplattform training.triathlon.de (www.training.triathlon.de)und bietet mit Formkurve (www.formkurve.com) Leistungsdiagnostik, Trainingsbetreuung und Sitzpositionsanalysen als kompetenter Partner im triathlon.de Center in München an. Er ist selbst als Extrembergsteiger und Triathlet bis zur Mitteldistanz unterwegs und betreut Freizeit- und Leistungssportler diverser Sportarten.
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