Kommentar: Meinung zum DTU-Verbandstag am Wochenende
“Jetzt red i” (=jetzt rede ich) ist der Titel einer populären Sendung im bayerischen Fernsehen, in der Bürger Politikern ihre Meinung geigen können. Ich möchte eigentlich nicht ausdrücklich für Wisser und Eckert Stellung beziehen, muss aber im aktuellen Verfahren zur Fairness den beiden gegenüber aufrufen.

Ich glaube, es ist an der Zeit, im vorliegenden Fall, zu reden:
Vor zwei Jahren wurden Wisser und Eckert gewählt, um die maroden Finanzen des Verbandes zu sanieren, alte Seilschaften abzuschneiden und um den Verband aufzuräumen.
Genau das haben sie getan. Sie haben die Drecksarbeit übernommen und in der DTU aufgeräumt. Das ist im Sinne aller Sportler, die mit ihren Beiträgen die DTU finanzieren.
Dabei sind sie für manche sehr unangenehm geworden, haben viel alten Dreck aufgewühlt und sind einigen auf die Füsse getreten. In einigen Fällen laufen Strafverfahren, zum Teil wurden Egos verletzt und zum Teil Befindlichkeiten getroffen. Aber das war doch genau ihr Auftrag. Sie sollten aufräumen und das haben Sie getan.
Dass sie dabei korrekt vorgegangen sind, zeigt die Diskussion um die Aufwandsentschädigungen.
1) alle DTU-Präsidenten haben sich einen Dienstwagen gegönnt.
2) im Gegensatz zu mindestens einem Vorgänger haben sich Wisser/Eckert ihren zusätzlichen Aufwand satzungskonform vom Verbandsrat genehmigen lassen (ihr könnt ja mal nachlesen) und haben eine Aufwandsentschädigung beantragt und auch von Verbandsrat und vom Verbandstag genehmigt bekommen.
- kleiner Einschub: Wer zahlt eigentlich die Räumlichkeiten und die Fahrkosten von 13 Präsidenten aus den Landesverbänden plus Präsidium, wenn 3 Landesfürsten beim ausserordentlichen Verbandstag aus persönlichen Befindlichkeiten heraus einfach nicht den Sitzungssaal betreten, obwohl sie anwesend waren und so eine Entscheidung nur verzögern, dabei aber Kosten von einigen tausend EUR verursachen -na wir, die Athleten und Steuerzahler -
Was Eckert und Wisser gemacht haben, ist doch der Weg, den wir haben wollen. Sie waren transparent und haben sich das genehmigen lassen, was ihnen lt. Satzung zusteht. Aber scheinbar – das ist jetzt gelernt – nimmt sich ein Präsident lieber heimlich, was er will, lässt sich nichts genehmigen und schüttet sein Wohlwollen über die geneigten Landesfürsten.
Ist auch für alle viel angenehmer. Kein Ärger, das Geld muss ja eh weg und jeder hat seine Ruhe, bis es mal wieder einer übertreibt. Aber dann kann man ja immer noch reagieren.
Und das allen angesichts der Bedrohung, dass die privaten Veranstalter im Wasser der DTU fischen. Es werden jetzt schon keine oder weniger Abgaben bezahlt. Die Rennserien werden ausgebaut, weil es mittlerweile ein gutes Geschäft ist. Mehr private Rennen bedeutet aber auch weniger Rennen, die dann auch an die DTU zahlen. Wenn ein Veranstalter schon nicht auf der Langdistanz zahlt, dann macht er das bestimmt auch nicht auf der Kurzdistanz. Die Athleten werden mit Qualifikationssystemen und Meisterschaften an die privaten Veranstalter gebunden. Darum geht es hier und das ist, was den Triathlon verändern wird und was auch die Bedeutung der DTU beeinflussen wird.
Meint ihr wirklich, jetzt ist es an der Zeit Präsidenten zu haben, die kuscheln und mit allen die Kommunikation verbessern wollen?
Ich glaube, es ist an der Zeit, für die Falken, die die Interessen des Verbandes und der Athleten vertreten und nicht ihre Taschen voll machen. Und das sind Wisser und Eckert und ich sehe im Moment keine Alternative.
Wenn ihr wollt, dass Claudia Wisser Präsidentin der DTU bleibt, schreibt eine Mail an euren Landesverband.
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