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Make it a December to remember

Lange war es still in meinem Blog, aber ganz schön turbulent in meinem Alltag.

Die letzten drei Monate habe ich weitestgehend damit verbracht, was alle tun. Wunden lecken, Erkältungen auskurieren, Urlaub machen und durchatmen. Und auf das Jahr zurückschauen.

Und es ist wie jedes Jahr…

Der Dezember ist auf der einen Seite ein Monat für ganz viele Gefühle und auch auf der anderen Seite für ganz viel Hektik und Streß. Geschenkemarathon in den Geschäften, Plätzchen und Glühwein im Überfluss, überfüllte Stadtautobahnen und dann doch gemütliche Abende auf der Couch.

Seit 2013 bin ich für jeden Dezember ganz besonders dankbar. Ich freue mich, auf ein weiteres Jahr zurückblicken zu können. Egal wie gut oder wie schlecht es war. Hauptsache es war überhaupt. So auch in diesem Jahr. Vom Platten im Liga – Wettkampf über große Gefühle bei meiner ersten Mitteldistanz im Kraichgau bis hin zur Trennung vom Freund war alles dabei. Und ich bin für alles dankbar, auch wenn ich einige Dinge nicht nochmal erleben möchte.

Julia Jeromin

Wenn man mal zurückblickt, war mit Sicherheit ein tolles Erlebnis mein erstes Trainingslager auf Mallorca: die Fahrt zum Kloster Lluc, der Ausblick vom Cap Formentor. Was ihr alt-eingesessenen Triathleten schon seit Jahren Routine nennt, war für mich eine Premiere!

So auch mein 70.3 im Kraichgau. Verdammt, hatte ich „Angst“ vor diesem Tag. Es regnete am Vortag in Strömen, der Anstieg in Gochsheim war seit Monaten mein absoluter Endgegner, überhaupt; ich bin nie vorher einen Halbmarathon gelaufen, weil es mein Baustellenkörper in der Vorbereitung nicht gut mit mir meinte. Und dann habe ich doch ein Wunder der besonderen Art erlebt:

Mit der Radstrecke und den Hügeln meinen Frieden geschlossen, die 21 Kilometer wirklich genossen und im Ziel den glücklichsten Moment nach 2013 erlebt. Meinen Vater und meinen Bruder an meiner Seite gehabt. Wenn ich heute daran zurückdenke, kullern immer noch ein paar Tränen. So blöd das klingt, aber das war ein ganz unbeschreibliches Gefühl, was ich unbedingt nochmal erleben möchte.

2017 dann hoffentlich in ähnlicher Form beim Ironman Frankfurt.

Weil ja in jedem Genie ein bisschen Wahnsinn steckt, habe ich mich doch tatsächlich für meine erste Langdistanz angemeldet. Neuer Coach, neues Glück oder von den besten lernen, könnte es auch heißen.

Julia Jeromin, einmaligDie Idee mit Frankfurt ist verrückt und toll zu gleich, auch wenn der ein oder andere nur kopfschüttelnd daneben steht. Ich freue mich wahnsinnig drauf, auch wenn ich noch nicht so ganz weiß, was einem an so einem langen Tag alles bevorsteht. Und wie es schon Tradition bei mir ist, wenn ich für ein Rennen eine Registrierung abgeschlossen habe, spielt der Körper verrückt und ich läute eine neue Runde der Sportpause ein.

Woran Du allerdings merkst, dass es dem Coach ernst ist mit der Trainingsplanung, sind die Aquajogging-Einheiten, die plötzlich die Web4-Trainer Plattform füllen. Eine Hassliebe der besonderen Art. Wie ziemlich viele Dinge im Triathlon. Besonders stolz bin ich auf mich, weil in den letzten Wochen auch das Athletik-Training der konsequenten Art bei mir Einzug gehalten hat. Der neue Coach hinterlässt also schon direkt zu Beginn einen bleibenden Eindruck in meinem Gewissen.

Gewissen ist ein gutes Stichwort, denn der Blick auf den Kalender zeigt also nicht nur Anfang Dezember, sondern auch sieben Monate bis zum Ironman Frankfurt.

Sieben Monate in denen ich mir mal wünsche kontinuierlich, ohne Zipperlein, trainieren zu können. Aber das ist wohl auch jammern auf hohem Niveau, wenn man sieht, womit sich andere Menschen rumplagen.

Um nochmal auf den Dezember zurückzukommen: Ich liebe diesen Monat einfach. Kalte Mountainbike-Touren durch den Matsch, eisige Laufeinheiten durch den Wald mit raschelndem Blätteruntergrund und Abende auf der Rolle vor der Lieblingsserie. Den perfekten Ausgleich bringen dann tatsächlich die Abende mit Reibekuchen auf dem Weihnachtsmarkt. Das tollste allerdings am Dezember ist, dass man ein Kapitel abschließen kann und mit dem neuen Jahr auch wieder 12 wunderbare Monate vor sich hat, in denen man alles erleben kann, was man sich wünscht.

Julia Jeromin, einmalig

2017 wird ein Jahr der sportlichen Veränderung und Herausforderung, soviel kann ich schon mal verraten.

Für mich wird für 2017 aber auch ganz oben auf der Wunschliste ein Ausflug mit meiner Freundin Liz in die Berge stehen. Wandern, sich von der Natur berieseln lassen, in einem Bergsee schwimmen und einfach mal in die Ferne schauen. Liz – ich will es!!!!

Was habt Ihr auf der Bucket-List stehen? Habt Ihr Euch Gedanken gemacht, welches Jahreshighlight Ihr erleben wollt? Fangt jetzt, im Dezember, damit an und nehmt genau diese Magie in das neue Jahr mit! Klingt kitschig, ist aber so. Und genießt die Weihnachtstage mit den Menschen, die Euch am Herzen liegen, denn neben dem Zieleinlauf beim Triathlon, ist das doch immer noch die schönste Zeit im Jahr!

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Fotos: Julia Jeromin

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