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Jans Blog: von Berlin nach Hawaii, Teil 3

9. September 2018 von Stephan Schepe

Schwimmen, WechselWenn nach einem Wettkampf das Tempo in den Dauerläufen wieder etwas ruhiger ist, können die Gedanken wieder ins ferne Hawaii abschweifen. Da stellen sich dann die Fragen…hab ich alles organisiert; was darf ich denn alles mitnehmen; wie laufen sich meine Schuhe eigentlich, wenn die pitschnass sind (sie quietschen übrigens); muss ich noch etwas am Rad verändern…usw.


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Kurz nach dem Ironman Hamburg machte ich mir Gedanken, wie komme ich überhaupt nach Hawaii?! Kommt die Familie mit oder bewältige ich das Abenteuer allein? Mit dem Blick in den Kalender fiel mir auf, dass kurz nach Hawaii eine wichtige berufliche Veranstaltung stattfindet, die ich nicht verpassen sollte. Damit entfiel der Urlaub und die angedachten Ausflüge nach dem Wettkampf….was aber auf jeden Fall in einem anderen Jahr (vielleicht auch ohne Ironman) mit Familie nachgeholt wird.

Foto: Dominik Winter frei

Also sollte die Reise alleine losgehen und nach dem Blick auf das Sparschwein und meine Erfahrungen auf Hawaii (sie tendieren gegen Null) wog ich ab, ob es eine selbst organisierte oder eine betreute Reise werden soll. Ich checkte ein paar Varianten über Airbnb und separate Flüge und zog den Rat von Freunden, die bereits mehrfach auf Big Island waren hinzu. Ich erinnerte mich, dass nach der Hawaii Quali der Reiseveranstalter Hannes Hawaii Tours bei der Vergabe dabei war und an die freundliche Begrüßung von Hannes. Das Angebot von Hannes Hawaii Tours ist recht umfassend. Zudem haben sie jede Menge Erfahrung in der Betreuung vor Ort, was mir sicher vor Ort hilft. Also habe ich mich dafür entschieden, zumal auch andere Athleten dabei sind, die meine Familie sicher nicht ersetzen – aber mit denen man Leid & Freude teilt.

Zwischestation „BerlinMan“

triathlon.de, freiMittlerweile sind es nur noch fünf Wochen bis Raceday auf Hawaii und es beginnt für mich die heiße Phase im Training. Nach dem Ironman Hamburg lief das Training erst nach fast drei Wochen wieder halbwegs routiniert. Die richtige Frische habe ich bis heute nicht gefunden – vielleicht lag es auch am „BerlinMan“, der am letzten Wochenende stattfand. Als Berliner ist der alle zwei Jahre stattfindende Wettkampf am Wannsee fast schon ein Pflichtprogramm.

Geplant war, dass ich die Woche durchtrainiere und die Mitteldistanz als längere Einheit nutze. Zu Hause lag die Familie mit Magen/Darm flach und tatsächlich erst am Morgen des Wettkampfes bekam ich das OK von meiner Frau, dass ich das Krankenschwesterdress ablegen und mich in den schnittigen Aero-Einteiler werfen kann.

triathlon.de, freiMit der dritten Startwelle ging es dann im Wannsee los. Mir fehlte durch die beschlagene Brille etwas die Übersicht, aber zum Glück fand ich ein paar Füße und schwamm brav hinterher. Nach den 96 Treppenstufen vom Strandbad Wannsee ging es in die Wechselzone, wo der Wechsel eher in Zeitlupe stattfand. Irgendwann flutschte der Neo dann doch über die Füße und danach ging es mit Schwung auf’s Rad. Es lagen vier Runden á 22km vor mir, die ich am Ende recht konstant in der Wattzahl durchfahren konnte. Dann der Wechsel in die Laufschuhe. Die ersten Meter nach dem Wechsel sehen bei mir immer aus wie…na ihr kennt das. Es ist einfach anders…

Weltraumjogger, einmaligAber nach 100 Metern war da wieder eine runde Bewegung zu spüren. Und nach dem Blick auf die Uhr kam sogleich Euphorie auf. Unter 4 Minuten Schnitt – mal sehen, wann aus Euphorie nackte Tatsachen werden – also eine längere Wanderung durch den Grunewald. Die ersten von vier Laufrunden zog schnell vorbei und auch die zweite Laufrunde blieb knapp über dem vierer Schnitt. Dann kam Runde drei, wo ich mir einen halben Becher Cola gönnte und dabei in den Wanderschritt verfiel – man will ja nix verschütten.

Danach ging’s aber flott weiter und auch die vierte Runde nach einem Umtrunk an der Verpflegungsstation blieb im gleichen Tempo. Im Ziel gab es einen herzlichen Empfang und der erste Weg führte mich zu den Massageliegen. Noch war es nicht so voll und ich nutze die Chance mich kurz massieren zu lassen. In der Bauchlage angekommen, ging ich das Rennen kurz durch und nach Rücksprache mit meinen Beinen waren wir der Meinung – das war heute nicht gemütlich. Noch fünf Wochen bis Hawaii!

In dem Sinne – Aloha, Euer Jan.

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Fotos: Derrik Fulton, Dominik Winter, triathlon.de, Weltraumjogger


Wir begleiten Jan in den kommenden Wochen bei seiner Vorbereitung für den Ironman Hawaii. Dass es hierbei nicht nur ums Training geht, sondern vor welchen organisatorischen, zeitlichen und finanziellen Herausforderungen ein Athlet dabei steht, lest ihr in Jans wöchentlichem Blog. Viel Erfolg!

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