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Jan Frodeno im Interview mit Laureus: „Ich sehe täglich noch die Möglichkeiten, mich zu verbessern“

29. März 2016 von Christine Waitz

Ingo Kutsche, frei

Jan Frodeno kann seine Nominierung bei den diesjährigen Laureus World Sports Awards in Berlin noch immer nicht richtig fassen. „Für mich ist die Laureus Preisverleihung eine der wichtigsten im Sport, und für mich ist es fast schon unheimlich, da dabei zu sein. Wenn man schaut, wer da sonst noch nominiert ist und wer das auch schon gewonnen hat. Das ist schon eine große Ehre“, sagte Frodeno im Interview mit Laureus.


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Den in Köln geborenen Profisportler freut es besonders, als Triathlet in der Kategorie „Laureus World Action Sportsperson of the Year“ nominiert worden zu sein. „Das ist auch insgesamt für meine Sportart schön, als neue, junge und moderne Sportart anerkannt zu werden und von Laureus jetzt eine Plattform geboten zu bekommen.“ Frodeno ist außerdem der einzige deutsche Sportler, der die Chance auf einen Laureus Award hat.

Die weiteren Nominierten in dieser Kategorie sind Mountainbikerin Rachel Atherton (Großbritannien), Skateboarder Bob Burnquist (Brasilien), die Surfer Adriano de Souza (Brasilien) und Mick Fanning (Australien) sowie Snowboarderin Chloe Kim (USA). Alle Gewinner werden bei den 17. Laureus World Sports Awards am 18. April in Berlin bekanntgegeben.

Mit Frau und Kind nach Berlin

Frodeno reist mit seiner australischen Ehefrau – der ehemaligen Triathletin Emma Snowsill – und seinem im Februar geborenen Sohn aus Australien an. Für ihn ist Laureus ohnehin eine Herzensangelegenheit, zumal er auch offizieller Laureus Botschafter ist. „Alle Botschafter und Academy-Mitglieder investieren wirklich viel Zeit in das Training. Außerdem habe ich meine jetzige Frau bei den Laureus World Sports Awards kennengelernt – 2009 bei der Preisverleihung in Abu Dhabi. Das ist ein Beispiel dafür, dass Laureus auf jeden Fall mein Leben verändert hat.“ Die beiden sind seit 2013 verheiratet.

Im bislang erfolgreichsten Jahr seiner Karriere wurde Frodeno 2015 durch seine überragenden Leistung in Hawaii zum Ironman-Weltmeister gekürt und konnte damit als erster Triathlet überhaupt sowohl einen Weltmeistertitel als auch einen Olympiasieg (2008 in Peking) erringen: „Das Jahr war so gut, dass man es nicht enden lassen möchte.“

Ingo Kutsche, frei

Weltrekord im Fokus

Aber damit nicht genug – der 34-Jährige will seine Ausnahmestellung 2016 verteidigen. „Ich sehe auch täglich noch die Möglichkeiten, mich zu verbessern. Ich sehe das Potential, Leistungslücken zu schließen – zum Beispiel beim Weltrekord“, so der Laureus Botschafter.

Derzeit verdammt ihn allerdings ein Muskelfaserriss von neun Zentimetern Länge im Soleus-Muskel zu einer Zwangspause. Deshalb musste Frodeno den Ironman in Südafrika, wo er aufgewachsen ist, absagen. „Ich hab mich schon sehr gefreut, alte Freunde und Wegbegleiter dort wieder einmal zu sehen. Man muss da auch irgendwie professionell denken. Aber natürlich war da schon auch ein weinendes Auge dabei.“ Seine Qualifikation zum diesjährigen Ironman auf Hawaii will er jetzt auf Lanzarote schaffen. „Ich hoffe mal, dass das mit der Genesung hinhaut, dass ich dort an den Start gehen kann.“

Fotos: Ingo Kutsche

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