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ITU-WM Immenstadt: Thomas Vonach – Härter als Lanza

30. Juli 2010 von Christian Friedrich

Bist Du schon mal in Immenstadt gestartet und wie genau ist Dir die Radstrecke bekannt, die es ja in sich hat?
Klar doch. Den „Allgäu Classic“ sollte jeder Triathlet mal gemacht haben. Es ist ein Klassiker. Ich habe das Rennen drei Mal, 2002-04 bestritten, wobei ich in den Jahren 03/04 4.Gesamt war. Von der Radstrecke kenne ich jeden Meter genau, sie ist sehr technisch, unrhythmisch und kräfteraubend. Das gerade macht sie aber fair und für Athleten geeignet, die einen schweren Parcour einem flachen Schnellen vorziehen. Ich bin die WM-Strecke gemeinsam mit Yvonne mehrfach abgefahren und muß dazu sagen, dass mir sogar der Parcour des Ironman-Lanzarote leichter vorkommt :-). Doch wer die Schlüsselstellen kennt, wird einen großen Vorteil im Rennen haben. Zum einen weil die technisch schweren Stellen dann flüssiger zu fahren sind, zum anderen weil man die Strecke einfach besser einteilen kann.

Bild: Thomas beim Ironman Cozumel 2009

Rennrad oder Tri-Rad auf dem bergigen Kurs?
Ich werde auf jeden Fall mit meinem Cervélo P3C antreten. Mit dem lässt es sich trotz der Tatsache, dass es ein Zeitfahrrad ist, hervorragend klettern und sehr gut abfahren. Ein P4 wollte ich aber auf dieser Strecke nicht fahren. Das Rad wäre mir zu träge in den Kurven was blöd ausgehen kann. Wir hatten im Training einen Top-Speed von bis zu 92km/h in den langen steilen Abfahrten!

Aerohelm oder normal?
Ich fahre den Rudy Project „Wingspan“, der ist leicht und angenehm zu tragen. Es gibt einige flache oder schmierig ansteigende Passagen die windanfällig sind. In sollte er auf jeden Fall etwas bringen.

Welche Laufräder schnallst Du Dir an?
ZIPP 808 Tubular mit Powertap-Nabe hinten, vorne ebenfalls die ZIPP 808. Die sind leicht, zugleich aerodynamisch. Dieses Modell leistet mir seit Jahren gute Dienste auf solchen Strecken.

Wie lange rechnest Du mit der Regeneration? So lang wie bei einer „echten“ Langdistanz?
Ich denke die Regeneration ist nach diesem Rennen wesentlich kürzer wie nach einem Ironman. Zum einen sind nur 30 und nicht 42km zu laufen sowie nur 130km am Rad, das macht einen Riesenunterschied zur „klassischen“ Langdistanz. Eine entscheidende Komponente dabei spielt auch die Tatsache, dass in Immenstadt zu 60% auf Schotterwegen gelaufen wird, was die Muskeln nicht so hernimmt. Aber ein wenig zwicken wird es Montag und Dienstag sicherlich :-).

Was kommt noch vor dem Ironman Hawaii bei Dir im Plan?
Ich mache am 14.August noch den Xterra Germany um weitere Punkte für die Xterra European Tour zu sammeln. Am 5.September stehen wir dann bei der neuen Challenge Austria Walchsee am Start. Meine Mutter wohnt in St.Johann bei Kitzbühel und die Radstrecke führt durch diesen Ort. Es wird sozusagen ein Heimspiel für Yvonne und mich auf unseren Trainingsstrecken dort. Danach geht es dann für die unmittelbare Vorbereitung für Hawaii in die USA.

Info: Thomas Vonach


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