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Anja Ippach – Ich liebe Triathlon

ITU-WM Immenstadt:
Anja Ippach – Ich liebe Triathlon

28. Juli 2010 von Christian Friedrich

Warum die WM in Immenstadt? Warst Du schon früher mal am Start?
Es ist mein erstes Mal in Immenstadt. Überzeugt hat mich die Streckenlänge und vor allem das Streckenprofil. Könnte ich mir einen Wettkampf selbst zusammenstellen, so würde ich diesen genauso wählen. Eine lange Schwimmstrecke im glasklaren See mit Alpenpanorama, eine profilreiche und bergige Radstrecke mit richtigen Rampen (18%) und dann eine flache Laufstrecke, die bei 30km endet…also dort wo der Schmerz beim Marathon am Schlimmsten ist. Zudem wollte ich die Chance nutzen bei einer WM auf deutschem Boden am Start zu sein. Schließlich ergibt sich die Gelegenheit nicht all so oft.

Generalprobe in der Schwimmdistanz war beim Challenge Roth in der Staffel. Wie gut sieht es in den anderen beiden Disziplinen aus?
Radfahren und Laufen kann man mit einem gebrochenen Schlüsselbein eigentlich ganz gut. Daher konnte ich bereits drei Wochen nach der OP schon wieder das “normale” Trainingspensum absolvieren. Daher habe ich in diesen beiden Disziplinen praktisch nichts verloren. Und die 2-3 Wochen nach der OP habe ich genutzt um muskulär mich vollständig von den vorangegangenen Trainingswochen zu erholen. Problematisch gestaltete sich das Schwimmen, denn ich durfte den Arm 8 Wochen nicht mehr als 90° anheben…eine Schwimmbewegung war praktisch unmöglich. Daher konnte ich mit richtigem Schwimmtraining erst 11 Wochen nach der OP sehr langsam beginnen. Zum Glück bin ich in der Schwimmdisziplin nicht ganz talentfrei und konnte mich relativ schnell wieder im Wasser wohl fühlen. Die Generalprobe für eine lange Schwimmstrecke war dann bei der UNICEF-Staffel in Roth, die zum Glück erfolgreich und schmerzfrei verlief. Und auch die turbulente Startphase, wo es manchmal etwas ruppig zu geht, habe ich heil überstanden.

Triathlonrad oder Rennrad auf der Strecke in Immenstadt?
Diese Frage habe ich mir seit der Streckenbesichtigung vor zwei Wochen mehrmals täglich gestellt. Und nachdem ich mich nicht entscheiden konnte – Entscheidungen sind für mich sowieso immer etwas schwierig, habe ich mich jetzt für beides entschieden. Ich fahre mit meinen leichten Rennrad und habe einen Triathlon-Aero-aufsatz ran gemacht…oder besser von meinem Freund montieren lassen :-). Ausschlaggebend war das Gewicht des Rades und der Faktor Sicherheit. Nachdem die Abfahrten teilweise sehr schnell sind, kann ich mit dem Road Bike doch sicherer bergab fahren – v.a nach meinem Radsturz.

Kennst Du speziell die Radstrecke oder hast Du gute Informationen?
Die Radstrecke war für mch völlig neu. Ich habe aber in meinem letzten Trainingsblock dort drei Tage trainiert und kenne nun die tückischen Stellen :-).

Wie sieht Dein Restprogramm für 2010 aus?
Nach der WM heißt es erst einmal Diplomarbeit fertig stellen und den Nagel bald entfernen lassen. Wettkämpfe habe ich vorerst nicht geplant. Aber ich denke, dass ich spontan noch ein paar Kurzdistanzen machen werde. Vielleicht plane ich noch gegen Ende des Jahres oder Anfang 2011 eine schöne Langdistanz, sozusagen als “Entschädigung” und “Trost” für die bisherige Saison.

Info: Anja Ippach


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