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Ironman Western Australia: Raelert, Thomschke und Hufe Down Under

5. Dezember 2013 von Christine Waitz

Foto: Holm Röhner,   freiBusselton, 5. Dezember 2013 – Drei Deutsche machen sich am Wochenende in Down Under auf die Punktejagd und hoffen auf einen versöhnlichen Abschluss der Saison. Beim Ironman Western Australia lockt die letzte Chance des Jahres auf der Langstrecke das Hawaii-Konto aufzustocken. Bei einem verhältnismäßig kleinem Profifeld stehen die Chancen nicht schlecht. Wir haben uns mit Markus Thomschke unterhalten.


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Nach seinem Aus in Kona muss sich Andreas Raelert ohne Basis auf die mühsame Punktejagd machen. Auch, wenn das Profifeld im Vergleich zu manch anderen Rennen klein ist, leicht wird ein Spitzenergebnis nicht werden.

Titelverteidiger am Start

Allen voran wird Titelverteidiger Jimmy Johnsen versuchen dem Rostocker das Leben schwer zu machen. Ein weiterer Kandidat für Spitzenplatzierungen ist Luke Bell, der mit Siegen beim Ironman Australia und Ironman Mont-Tremblant eine Saison der Extraklasse hingelegt hat und sich sicherlich gerne auch mit dem zweiten Heim-Titel schmücken möchte. Ebenso werden Matty White und Leon Griffin versuchen, vor Heimischem Publikum das beste herauszuholen.

Thomschke und Hufe mit Projekt Kona

Foto: Thomschke, freiSo früh wie möglich das Hawaii-Ticket sichern – fast alle der Profistarter haben sich das auf die Fahnen geschrieben. Auch die beiden triathlon.de Blogger. Markus Thomschke greift nach seinem vierten Platz in Wales erneut nach Zählern. Statt Kälte und Nieselregen erwarten ihn bei diesem Rennen Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit. Die einzige deutsche Profistarterin im Feld, Mareen Hufe, steht nach ihrem fünften Platz in Florida ebenfalls erneut an der Startlinie.

Hoschke und Bevilaqua mit Favoritenrollen

Auch für Mareen Hufe stehen die Chancen auf eine Platzierung weit vorne gut. Größte Konkurrenz stellen die Aussie-Damen Rebecca Hoschke und Kate Bevilaqua dar. Erstere gewann Anfang des Jahres den Ironman Australia, letztere hat in diesem Jahr mit dem Ironman Louisville ebenfalls bereits einen Sieg zu verzeichnen.

Markus Thomschke: für Andreas Raelert könnte die 7 vorne stehen

Wir haben uns mit Markus Thomschke unterhalten, der sich nach zwei Trainingslagern im Warmen für das Rennen gut vorbereitet sieht. Gute Chancen auf ein schnelles Rennen räumt er aber auch seinem deutschen Kollegen Andreas Raelert ein.

Foto: Christine Waitz, frei

Hallo Markus! Seit September hattest du doch genug Zeit, um dich gut zu erholen und noch einmal Form aufzubauen. Wie verlief die Vorbereitung?

Meine Vorbereitung verlief ideal. Ich konnte das Wetter zu Hause nutzen um schon Ende September wieder ganz gut in meinen Trainingsalltag hineinzufinden. Mitte Oktober ging es dann zusammen mit Michael Göhner und Stephan Schepe (Inhaber triathlon.de Shop Berlin) für zwölf Tage nach Mallorca. Von Michael konnte ich viel lernen und vor allem viel Motivation mitnehmen.
Nach einem kurzen Aufenthalt zu Hause ging es dann im November noch einmal nach Fuerteventura. Nun fühle ich mich startklar!

Im Vergleich zu Wales, wo die Anreise unkompliziert ist, bedarf ein Wettkampf in Australien schon etwas mehr Aufwand. Warum hast du dich für das letzte Ironmanrennen 2013 in Down Under entschieden?

Es ist, zumindest wenn man sich rechtzeitig entscheidet, finanziell nicht viel aufwendiger. Arizona oder Cozumel nehmen sich da nicht viel. Für mich stand dabei ganz klar der zeitliche Abstand zu Wales im Fokus.
Drei Monate sind schon nötig um die harten Strapazen dieses wohl anspruchsvollsten Ironman zu verarbeiten, bzw. wieder in Topform zu gelangen, denke ich. Die Rennen in Amerika wären für mich zu früh gekommen. Außerdem plane ich immer noch langfristig und versuche mich weiterzuentwickeln!

Ebenso gegensätzlich wie die Anreise ist das Klima. Statt Kälte und Regen wird es heiß hergehen. Hast du Extra-Training in der Sauna eingelegt?

Foto: Dominik KönigIch denke die Vorbereitung in Mallorca, sowie Fuerteventura hat mich perfekt auf Busselton eingestimmt. Das Wetter ist ähnlich, das heißt, es ist sehr windig, nur die Sonne brennt ein bisschen mehr. Die Strecken sind im Übrigen ebenfalls der krasse Gegensatz zu Wales. Die Rad- und Laufstrecke ist komplett flach. Bei günstigen Windverhältnissen auf der Radstrecke und einer großen Radgruppe vorn – und die wird es aller Voraussicht nach bei der Anzahl an Topschwimmern hier auch geben – könnte für Andreas Raelert mal wieder die sieben vorn stehen!

Nach dem Rennen ist vor dem Rennen – oder machst du dann doch erst einmal Weihnachtspause?

Als Profi ist es natürlich so. Ich warte erst einmal was mir der Sonntag bringt. Dann entscheide ich, welche Rennen als nächstes anstehen werden. Ein paar Ideen habe ich schon.
Sicher ist jedoch, dass ich nach Australien erst einmal ein paar Wochen Pause mache. Zuerst steht mein mittlerweile traditionelles Sponsorentreffen an, bevor es dann endgültig in die Weihnachtszeit geht. Weihnachten wird bei uns zu Hause großgeschrieben! Und die heimischen Pulsnitzer Pfefferkuchen habe ich mir dann hoffentlich verdient (lacht)!

Zur Website des Ironman Western Australia.

Fotos: Dominik König, Markus Thomschke, Holm Röhner, tomas Wenning

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