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Ironman Wales und die Tradition deutscher Siege

4. September 2013 von Mario Lisker

Foto: katja konschak,   frei

Was haben Katja Konschak und Julia Gajer gemeinsam? Sie zählen zu den schnellsten deutschen Triathlondamen auf der Langdistanz. Nur acht Wochen nach Julias Meister- und Katjas Vizemeistertitel in Roth, wollen beide Damen die Siegesserie der deutschen Frauen beim Ironman Wales fortsetzen. Das hier eine der ersten Stationen für fleißiges Punkte sammeln im Kona Pro Ranking ist, wird auch kein Zufall sein…


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Katja Konschak zählt zu den schnellsten Schwimmerinnen bei den Profi-Damen. Kein Wunder, war sie doch neun Jahre lang bis 1995 als Schwimmerin unterwegs. Aber auch die dritte Disziplin ist mit einem Marathon knapp über drei Stunden alles andere als Mittelmaß. Wer den noch jungen Ironman Wales (seit 2011) kennt, weiß jedoch, dass hier die Radperformance eine große Rolle spielt.

Katja, wie sah Deine Vorbereitung auf Wales und die sehr anspruchsvolle Radstrecke aus?

Ich habe mit dem Harz ja ein Mittelgebirge direkt vor der Haustür. Ich bin also oft hier unterwegs gewesen. Ich denke aber, der raue britische Asphalt und das britische Wetter machen die Radstrecke erst schwierig und nicht unbedingt nur die Anstiege. Ich habe dieses Jahr nur eine Woche im Trainingslager verbracht und sonst nur hier zu Hause trainiert. Ich hoffe, auch wenn ein warmer Sommer hinter uns liegt, mein Körper erinnert sich noch an die kalten Radausfahrten vom Frühjahr.

Der meist recht starke Wellengang wird Dir, als exzellente Schwimmerin, entgegen kommen. Wie wird Deine weitere Taktik aussehen – auf dem Rad versuchen mitzufahren oder den Marathon taktisch nutzen?

Foto: Ingo Kutsche, freiIch hoffe beim Schwimmen eine Gruppe zu erwischen in der ich Kräfte sparen kann, um schnell wieder das kalte Wasser verlassen zu können. Triathlon wird im Schwimmen nicht entschieden, da heißt es auch für mich Kraft und Energie für den Rest des Tages zu sparen. Beim Rad fahren werde ich erst einmal mein Tempo fahren und die starken Radfahrer wie Diana Riesler und Regula Rohrbach ziehen lassen. Mit denen kann ich nicht 180 Kilometer mitfahren, auch wenn ich mich auf dem Rad in den letzten Jahren verbessert habe. Beim Marathon werde ich dann alles geben. Da gibt es nur noch eine Orientierung – wie ist der Abstand nach vorn und wird er kleiner.

Wie sieht Dein Ziel für den Wettkampf aus?

Ich würde gern unter die Top drei kommen. Dafür werde ich aber einen optimalen Tag brauchen, denn der Ironman Wales ist so stark besetzt wie noch nie zuvor.

Wen siehst Du als größte Konkurrentin?

Eine einzelne Hauptkonkurrentin kann ich gar nicht ausmachen da mit Diana Riesler, Julia Gajer, Lucy Gossage, Regula Rohrbach und Simone Brändli gleich fünf weitere sehr starke Athletinnen am Start sind. Sie alle (außer Julia Gajer) haben schon  einen Ironman oder Challenge-Rennen gewonnen, was ich von mir noch nicht sagen kann.

Wales ist eine der ersten Stationen als Punktelieferant für das Kona Pro Ranking. Ist Dein Ziel möglichst früh eine Qualifikation zu erreichen, oder bei der Wahl der weiteren Rennen taktisch mehr Freiheiten zu haben?

Die letzten Jahre waren ca. 5000 Punkte für die sichere Hawaiiqualifikation nötig. Da die WTC aber die Punkteaufteilung in den einzelnen Rennen stark verändert hat, muss man dann erst mal sehen, wie sich das Kona Pro Ranking so entwickelt und wieviele Punkte nächstes Jahr benötigt werden. Ich werde also erst einmal anfangen Punkte zu sammeln. Am Ende des Jahres werde ich dann sehen, ob ich schon nächstes Frühjahr an der Startlinie eines Ironman stehen werde oder ob ein Ironman 70.3 und ein  Ironman im Sommer eventuell schon reichen. Das wäre natürlich schön, ist aber jetzt noch nicht planbar.

Kannst Du schon etwas zum Verlauf Deiner weiteren Wettkampfplanungen sagen?

Ich werde dieses Jahr noch beim Ironman 70.3 Lanzarote und beim Ironman Arizona an den Start gehen. Danach kommt erst einmal die Weihnachtszeit mit den Kindern. Ende Januar geht es dann für eine Woche ins ICAN-Trainingscamp nach Lanzarote. Welche und wie viele Ironman-Rennen ich dann nächstes Jahr machen werde, wird der Punktestand am Jahresende entscheiden.

Danke für das Interview. Wir wünschen Dir viel Erfolg für Wales!

Hier geht es zur Webseite von Katja.

Auch Julia Gajer wird in Wales versuchen die ersten Punkte für die neue Saison zu ergattern. Was sie vor dem Rennen sagt, das erfahrt ihr auf der nächsten Seite.

Zum Interview mit Julia.

Fotos: Ingo Kutsche


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