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Ironman Schweden: Reichel und Cave siegen souverän

16. August 2014 von Thorsten Ziebart

Ingo Kutsche,   freiEs war fast ein Sieg mit Ansage. Horst Reichel lieferte ein perfektes Rennen beim Ironman Schweden in Kalmar und wurde seinem Favoritenrolle gerecht und finishte vor Zymetsev und Lowe. Auch bei den Frauen waren es die als Favoritin gehandelten Leanda Cave, Erika Csomor und Camilla Lindholm, die das Podium unter sich aufteilten.


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Gutes Rennen für Reichel

 

Überglücklich stürmte Horst Reichel über die Ziellinie des Ironman Schwedens. Der Darmstädter durfte nach 8:13:01 Stunden seinen ersten Ironman Sieg feiern. Dabei lief das Rennen gar nicht so, wie er es geplant hatte – es lief viel besser. Er selbst sagte: „Mission erfüllt.“

Schon nach dem Schwimmen lag Reichel gut im Rennen, ging als Zweiter aus dem Wasser und saß als erster auf dem Rad. „Das Tempo war nicht super-schnell“, meinte Reichel über die Auftaktdisziplin. „Aber es war gut um souverän in das Rennen zu starten.“ Ein schneller Wechsel brachte Reichel dann in die Führungsposition – und war der Grund, warum ab nun alle Pläne über Bord geschmissen wurde: „Eigentlich hatte ich vor, bei Kilometer 50 oder 60 zu versuchen eine Attacke zu setzen, als ich aber schon nach den ersten fünf Kilometern feststellte, dass keiner der anderen Athleten mein Tempo mitfuhr, musste ich eine Entscheidung treffen.“

Nach wenigen Radkilometern folgte ihm Viktor Zymetsev mit etwa einer Minute Rückstand. Dieser verpasste eine Abzweigung und fiel auf den achten Rang zurück. Zu Reichels Verfolgern zählte nun auch Simon Jung, der allerdings bald von den beiden Schweden Karl-Johan Danielsson und Patrik Nilsson abgelöst wurde.

Horst Reichel nahm ab der zweiten Disziplin das Heft in die Hand und gab es ab dann auch nicht mehr ab. Mehr als neun Minuten legte er auf den 180 Radkilometern zwischen sich und seine Verfolger. „Die letzte Stunde auf der Radstrecke war unglaublich hart, aber als ich meinen Vorsprung mitgeteilt bekam, wusste ich, dass ich es schaffen kann.“ Bis zur Halbmarathon-Marke legte der 32-Jährige ein hohes Tempo vor, musste aber kurze Zeit später einen kleinen Stopp einlegen: „Ich musste mich plötzlich übergeben, konnte aber ohne größere Probleme weiterlaufen und energetische Probleme mit viel Kola vermeiden.“

Ingo Kutsche, frei

„Ich kann es kaum glauben“

Wie erwartet, feierte Reichel seinen Sieg gemeinsam mit abertausenden Triathlon-Fans und „auf den letzten Metern, konnte ich es dann richtig genießen. Die Schweden sind total Triathlon-verrückt!“ Dass es aber nicht nur eine körperliche Meisterleistung war, sondern auch ein Ergebnis starker Psyche, weiß auch der Darmstädter: „Mental war das das Härteste, was ich jemals gemacht habe. Aber es hat sich gelohnt. Ich kann es wirklich kaum glauben!“ Zymetsev arbeite sich nach dem Irrweg auf der Radstrecke zunächst auf den vierten Rang vor und konnte sich am Ende des Marathons gegen Tom Lowe behaupten.

Souveräner Sieg für Cave

Foto: Ralph Schick freiNoch deutlicher als bei den Herren fiel das Ergebnis der Damen aus. Der Abstand zwischen der erstplatzierten Cave und der zweitplatzierten Csomor betrug am Ende 33:14 Minuten.
Leanda Cave ging bereits als erste Frau aus dem Wasser. Nach 60 Kilometern auf der Radstrecke hatte sie einen Vorsprung von 11:52 Minuten auf Erika Csomor herausgefahren. Die Schwedin Camilla Lindholm arbeite sich auf dem Rad nach vorne und ging hinter Cave mit einem Rückstand von fast 30 Minuten in den Marathon. Gegen Ende lagen zwischen Csomor und Lindholm nur 100 Meter, doch die Schwedin konnte Csomor nicht mehr einholen.

Ergebnis Herren

1. Horst Reichel, 8:13:01
2. Victor Zyemtsev, 8:19:17
3. Tom Lowe, 8:19:23
4. Nick Baldwin, 8:30:30
5. Harry Wiltshire, 8:32:37

Ergebnis Damen
1. Leanda Cave, 8:56:50
2. Erika Csomor,  9:30:04
3. Camilla Lindholm, 9:31:38
4. Camilla Larsson, 9:50:21
5. Emma Graaf, 9:53:41

Zu den Ergebnissen

Foto:  Ingo Kutsche



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