Ironman Malaysia 2010: Andreas Venhorst – Nur nicht zu schnell
Der Ironman Malaysia 2010 ist vorbei und bester Deutscher ist der Neuprofi Andreas Venhorst geworden. Was das Besondere ist an diesem Event ist, wie es Andreas im Rennverlauf erging und was die neuen Regeln der WTC für Auswirkungen haben, hat er uns in einem Interview erzählt.

Wie kommt es das Du Dir den Ironman Malaysia ausgesucht hast?
Andreas: Ich musste beim Ironman Switzerland in Zürich aufgund von Rückenproblemen und beim Ironman Mexiko auf Cozumel Ende November aufgrund von Magenproblemen und Fußschmerzen wegen falscher Schuhauswahl aussteigen. Nach zwei nicht beendeten Rennen fällt die Hemmschwelle beim nächsten Rennen erneut auszusteigen und ich musste mir hinter meinem Rücken so Einiges anhören. Daher die Entscheidung in Malaysia zu starten. Es war das nächst mögliche Rennen und zudem ist es als eines der Härtesten auf der Tour bekannt.
Worin liegt der Titel begründet, dass es sich um „The toughest show on earth“ handelt?
Andreas: Es sicherlich nicht der Kurs. Dieser bietet keine besonderen Schwierigkeiten. Es sind klimatischen Bedingungen, die diese Rennen zur absoluten Tortour machen. Wer glaubt Hawaii sei warm und schwül wird sich wundern, wie heiß und schwül es in Asien sein kann. Die Hitzeschlacht geht dann auch schon bereits beim Schwimmen los. Das Wasser hat 29°C, da wird es im Swimsuit und unter der Kappe schon schon mächtig heiß. Auf dem Rad wird es dann kontinuierlich wärmer und die zwei kurzen Anstiege pro Runde auf dem vier Runden Kurs lassen die Körpertemeratur nochmals richtig ansteigen. Der Lauf wird dann nur von der Körpertemperatur bestimmt. Man läuft eigentlich nur von Verpflegung zu Verpflegung, um sich passiv zu kühlen. Wärme kann man aufgrund der klimatischen Bedingungen über Schwitzen kaum mehr abgeben. Der Laufökonomie beziehungsweise der endogenen Wärmeproduktion und dem Gewicht kommen daher die entscheinden Rollen zu. Wer einmal überzieht wird hier bitter bestraft.
Deine Schwimmzeit war relativ lang. Woran lag´s?
Andreas: Ich hatte doch mächtig Respekt vor den Bedingungen. Ich bin noch nie in Asien unter solchen Bedingungen gestartet und wollte unter allen Umständen mit einer soliden Leistung durchkommen. Es ging die ersten 1,9 Kilometer gegen die Strömung und die Gruppen hatten sich recht schnell gebildet. Ich war ein paar Meter hinter einer kleineren Gruppe und wollte die Lücke nicht allein zuschwimmen. Ich bin dann in die nächste Gruppe zurückgefallen, die dann doch relativ langsam war. Nachher ist man immer schlauer.











