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Ironman Lanzarote: Jubiläum mit großen Gästen

19. Mai 2016 von Christine Waitz

Christine WaitzDie fünfundzwanzigste Auflage des Ironman Lanzarote zieht diesen Samstag 1.900 Triathleten aus 50 Nationen auf die Kanareninsel. Die Jubiläumsveranstaltung eines der wohl härtesten Rennen weltweit glänzt mit einem ungewöhnlich starken Männerfeld. Ganz anders wie zu ihren Anfängen: 1992 waren es ganze 148 Teilnehmer. Zeit, etwas zurück, aber vor allem nach vorne zu blicken.


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Wenn am Samstag in Puerto del Carmen der Startschuss fällt, werden Athleten im Alter zwischen 18 und 73 Jahren in das Wasser rennen. Darunter 728 Spanier, von denen 292 auf den Kanarischen Inseln leben, 425 Briten und 145 Deutsche, und viele andere Nationalitäten.

Die 3,8 Kilometer Schwimmen starten am Playa Grande im berüchtigten Massenstart. Das kühle Wasser des atlantischen Ozeans erfordert einen Neoprenanzug, in dem es an der Küste entlang in zwei Runden über die Strecke geht. Meist ist das Wasser hier ruhig. Wellen sieht man nur selten. Doch keine Angst, der Tag wird noch anspruchsvoll genug…

Radkurs Ironman Lanzarote

Spätestens auf den 180,2 Radkilometern. Die faszinierende Vulkanlandschaft der Insel ist auch der härteste Gegner. Die Radstrecke beginnt und endet um Puerto del Carmen, geht durch die Orte von Yaiza, El Golfo, Tinajo, Famara, Teguise, el Mirador de Haria, el Mirador del Rio, Arrieta, Tahiche und Nazaret. Einen Gesamtanstieg von 2.551 Metern gilt es zu überwinden. Drei längere Anstiege durch den Nationalpark der Feuerberge, hinauf zum Windpark und hinauf zur Südöstlichsten Inselspitze am Mirador del Rio ragen heraus. Gepaart wird dieser Anspruch mit vielerorts rauem Asphalt und – der entscheidende Faktor – mit Wind. An manchen Tagen weht der hier mit Böen bis zu 100 km/h.

Wer zurück in Puerto del Carmen ist, hat zwar den Großteil der Strecke schon hinter sich gebracht, einfacher wird es jedoch nicht. Die 42,2 Kilometer führen über drei Runden entlang der Promenade. In schattenlosem, stetem Auf und Ab. Auch hier kann der Wind durchaus eine Rolle spielen.

Illustres Feld bei der Geburtstags-Feier

Ingo Kutsche, frei52 Profis haben sich zum Jubiläums-Geburtstag angekündigt. Darunter einige Spitzensportler. Allen voran Jan Frodeno, der aktuelle Ironman Weltmeister und Goldmedaillengewinner bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking, Timo Bracht, Sieger und Rekordhalter von 2011 (08:30:34), der Spanier Iván Raña, sowie sein Landsmann Miquel Blanchart, Zweiter auf Lanzarote in 2013 und 2014. Darüber hinaus werden Jesse Thomas und David McNamee, Elfter beim  Ironman  Hawaii im letzten Jahr, einen Blick auf das Podium geworfen haben.

Bei den Frauen ist es erneut Diana Riesler, die die besten Chancen auf den Sieg und damit ihre Titelverteidigung hat. Tine Holst, Caroline Livesey, Alexandra Tondeur und Nicole Woysch sind nur einige Konkurrentinnen.

Frodeno „Sehr aufgeregt“ am Start

„Es kann gerade gar keine Rede davon sein, zu siegen“, wiegelt Jan Frodeno ab. „ich habe mich schließlich erst von einer Verletzung erholt!“ „Es war ein wirklich hartes Jahr, mit vielen Verpflichtungen nach dem WM-Titel. Mein Sohn Luca wurde geboren. Ich war verletzt… ich muss einfach sehen, was am Samstag passiert“.

Team Sport for Good, einmaligLandsmann Bracht weist darauf hin, dass Lanzarote ein „extrem anspruchsvolles“ Rennen ist. „Mein Ziel ist es, das Rennen unter den besten Drei zu beenden, obwohl ich gerne gewinnen würde. Immerhin wäre es mein zehnter Ironman-Sieg und das ist etwas, was glaube ich, noch kein Deutscher zuvor geschafft hat. Meine Strategie ist, meine Leistung während des Rennens konstant hoch zu halten und dann auf den letzten Kilometern des Laufes noch einmal zu beschleunigen“, sagt er.

Ivan Raña, benötigt eine Top-Vier-Platzierung um sich für Kona zu qualifizieren und versichert, dass er „bereit“ für Lanzarote sei. „Ich habe eine Menge Respekt vor diesem Kurs. Vor allem vor der Radstrecke mit ihren Hügeln – und Hügel sind immerhin meine Stärke. Noch dazu ist sie sehr technisch“, erklärt er.

Im Frauenlager, gesteht Riesler, dass sie vor ihrem Sieg im vergangenen Jahr „wirklich Angst“ vor dem Kurs hatte, weil er „so schwer ist, natürlich.“ „Als das Rennen weiterging, lief es immer besser und ich fing an, es zu genießen. Nach dem Rad hatte ich dann eine 20-minütige Führung… Das Niveau ist in diesem Jahr hoch, aber ich bin sicher, ich bin bereit“, schließt die Deutsche.

Fotos: triathlon.de, Ingo Kutsche, Team Sport for Good

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