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Ironman Lanzarote 2013: Heiße Favoriten aus Deutschland

18. Mai 2013 von Christine Waitz

Ingo KutscheNicht zu unrecht gilt der Ironman Lanzarote als einer der härtesten Ironmanrennen der Welt. Ordentlich Höhenmeter, lange Anstiege und schlechter Asphalt. Der Schwierigkeitsgrad steigt am Renntag um ein Vielfaches, wenn der Wind auf der Radstrecke die Splitzeiten verlängert oder Hitze und Schattenmangel auf der Laufstrecke die Strandpromenade zum Höllenpfad werden lassen. In diesem Jahr haben zwei Deutsche beste Chancen KönigIn der Vulkaninsel zu werden.


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Mit 1800 Startern ist eines der schwersten Rennen des Ironman Zirkus wieder einmal ausgebucht. Das Profifeld allerdings ist überschaulich. Kein Wunder, gibt es doch kaum Punkte für das Kona Pro Ranking zu erringen. Dennoch haben auch einige deutsche Profis den Weg auf die Vulkaninsel gefunden.

Lanzarote erkunden im Rennen

Zwei potentielle Siegesanwärter haben sich im Vorfeld herauskristallisiert. Die ehemals-Temakameraden des Abu Dhabi Teams, Kristin Möller und Faris Al Sultan zeigen sich nicht nur selbst zuversichtlich, sondern gelten auch unter der Konkurrenz als heiße Eisen. Während Faris Al Sultan noch aus Rennerfahrungen von 1999 setzen kann, ist Kristin Möller das erste mal überhaupt auf der windigen Insel. Beindrucken lässt sie sich davon allerdings nicht. Auf dem Weg zum dritten Ironmansieg können Möller die Lanzarote erfahrene Bella Bayliss, die Norseman Gewinnerin von 2012, Annett Finger, sowie die Niederländerin Heleen bij de Vaate zum Problem werden.

„Bert Jammaer ist Favorit, ich aber auch!“

Faris Al Sultan wird zum vierten Mal die Strecke Lanzarotes in Angriff nehmen. Sein größter Konkurrent ist der zweifache Lanzarote Champion Bert Jammaer. Er wird alles daran setzten, das Triple auf der Insel perfekt zu machen. Der junge Wilde Philipp Graves wird als jüngster Ironmansieger und starker Schwimmer das Rennen mitdiktieren. Und auch der Zweite des letzten Jahres, Stephen Bayliss, wird sich nicht nehmen lassen, seine Erfahrung auszuspielen.

Die Schwimmstrecke

Der Start des Rennens befindet sich am Strand Playa Grande in Puerto del Carmen. Vom Start weg wird nur 160 Meter ins Meer hinausgeschwommen, bevor die Teilnehmer auf die erste Boje treffen, die die Schwimmer nach links leitet und parallel zur Küste schwimmen lässt.

Foto: Chrisitne Waitz, freiDiese Boje darf besonders im Feld der Altersklassenathleten als erster Knackpunkt gesehen werden – nach so kurzer Distanz hat sich das Feld noch kaum entzerrt, sodass ein Kampf um die kürzeste Schwimmstrecke an dieser Stelle vorprogrammiert ist. Ein Landgang nach der Streckenhälfte führt die Athleten in die zweite Schwimmrunde.
Um eine Sache müssen sich die Athleten keine Sorge machen. Ein Neoprenverbot droht nicht, denn die Wassertemperatur bewegt sich konstant zwischen 20 und 21 Grad Celsius.

Die Radstrecke

Ingo KutscheDie Radstrecke auf Lanzarote hat es in sich. In jeder Hinsicht. Bereits die feststehenden Faktoren lassen kein leichtes Rennen erwarten. Mit einem zu überwindenden Höhenunterschied von insgesamt 2550 Höhenmetern gibt es so einige Anstiege. An einigen Stellen der Strecke findet sich noch der raue und löchrige Asphalt, der den Athleten das Leben schwer macht. Dort gilt es, den Proviant fest am Rad zu verstauen!

Die große Unbekannte am Rad ist der Wind. Meist aus nordöstlicher Richtung kommend, kann er an einem starken Tag durchaus so heftig sein, dass ein Radfahrer von der Strecke geweht wird. Zum Renntag morgen, sagt der Wetterbericht moderate Temperaturen um maximal 23 °C, gelegentliche Schauer und auffrischenden Wind vorher. Sicher sein kann man sich dem aber nicht.

Die Laufstrecke

Foto: Christine Waitz,frei

Die Laufstrecke besteht aus drei Runden an der südlichen Küstenpromenade. Eine 21,10 Kilometerrunde bis Playa Honda deckt die erste Hälfte des Marathons ab. Die folgenden 2 Runden von jeweils 10,55 Kilometern führen an der flachen Strandpromenade von Avenida de las Playas in Puerto del Carmen entlang. Die große Unbekannte auf der Laufstrecke ist nicht der Wind, sondern die Hitze und der mangelnde Schatten an der Strandpromenade.

Zur Website des Rennens.

Fotos: Ingo Kutsche, triathlon.de

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