Hawaii08: Sandra Wallenhorst -
Kaputt, aber glücklich und stolz
Sandra Wallenhorst war zum ersten Mal beim Ironman auf Hawaii am Start und konnte bei Ihrem Debüt gleich einen dritten Platz erkämpfen. Wie es der frischgebackenen Drittplatzierten und damit besten Deutschen aus Hannover jetzt geht und wie Sie selber das Rennen empfunden hat, hat Sie tri4u in einem Interview erzählt.

Tri4u: Wie geht es Dir nach der ersten Nacht? Wie sehr tun Dir die Beine weh?
Sandra: Nacht? Ach so, das war das, als es dunkel war. Naja, geschlafen habe ich natürlich nicht. Zwar war ich tot müde, aber einschlafen ging nicht. Alles viel zu aufregend. Irgendwann gegen morgen sind mir dann die Augen aber doch zugefallen. Um 5:30 Uhr kam die Aufregung schon wieder durch und ich bin aufgestanden – aufgehumpelt. Am meisten schmerzt eigentlich mein Hintern vom Treten gegen die Höllenwinde. Die Beine sind nur etwas steif. Na und eben der Allgemeinzustand: müde, müde und kaputt – aber sehr, sehr glücklich und stolz.
Tri4u: Wie bist Du mit Deinen Einzeldisziplinen zufrieden?
Sandra: Schwimmen: Ich habe mich gut gefühlt, was im Wasser bei mir nicht oft der Fall ist. Die zeit war okay. Ich habe eine 1:03 Stunden angepeilt und getroffen!
Radeln: Ist eigentlich mein Ding und ich freue mich immer darauf. War auch diesmal so, allerdings hat die Freude nach etwa 60 Kilometern nachgelassen. Da bin ich in ein Loch gefallen, was ich vorher gar nicht kannte. Die Winde waren echt brutal. Zum Schluss konnte ich aber noch mal aufdrehen und auch mental ging es dann besser. Im Endeffekt hatte ich mit der viertschnellsten Radzeit gar keinen so schlechten Split (235 Watt im Schnitt). War also nur ein “Kopfproblem” – eben hawaiitypisch.









