Du bist hier: Triathlon Portal - triathlon.de > Wettkampf > Ironman1 > Ironman Hawaii 2015: Siegerin ohne Zweifel – Ryf fliegt zum Sieg

Ironman Hawaii 2015: Siegerin ohne Zweifel – Ryf fliegt zum Sieg

11. Oktober 2015 von Christine Waitz

Marc Sjoeberg, freiKona, 10. Oktober 2015 – Die Ironman Weltmeisterin 2015 heißt Daniela Ryf. Die Vizeweltmeisterin des letzten Jahres ließ 2015 keine Zweifel aufkommen. Mit starker Schwimmleistung, unübertroffener Rad- und Laufstärke überflog „Angry Bird“ Rachel Joyce und Liz Blatchford. „Ein bisschen Glück, ansonsten ein perfektes Rennen“, urteilte die Schweizerin im Ziel.


Triathlon Anzeigen

Zur Fotostrecke.

Es wird zweifelsohne eine historische Siegerehrung: Beide Gewinner des Ironman Hawaii 2015 haben sowohl den Ironman Europameistertitel, als auch den Ironman 70.3 Weltmeistertitel bereits inne. Die Krone der Triathlon-Kronen kommt nun noch dazu. Während der König der Saison Jan Frodeno heißt, krönte sich bei den Damen die Schweizerin Daniela Ryf.

Doch zurück zum Anfang: Im vergangenen Jahr noch zweieinhalb Minuten hinter der Spitze, war Ryfs Ausgangsposition in diesem Jahr anders: Auf Platz zehn, nur knapp über eine Minute hinter Spitzenschwimmerin Jodie Swallow, entstieg sie dem recht ruhigen Pazifik zusammen mit der Konkurrenz. Eng ging es zu, doch wie nicht anders zu erwarten, hatte sich Ryf schnell durch das Feld gearbeitet und an die Spitze gesetzt. Noch bevor es aus Kona heraus ging, lag sie vorne.

Julia Gajer befand sich nach dem Schwimmen mit einer Schwimmzeit von 57:39 Minuten auf Platz 15 in aussichtsreicher Position. Auf Rang 25 folgte nach 1:04:23 Stunden Diana Riesler, Mareen Hufe brauchte 1:05:16 Stunden und lag auf Platz 30.

Keine Fahrkarte gelöst? Ryf lässt niemanden mit.

Kaum aus Kona heraus, lag Ryf bereits in Führung. „Angry Bird starting to collect tickets for the Ryf train. Don’t have one? Get off!“, schrieb Ryfs Trainer Brett Sutton, als sie anfing Abstand zwischen sich und die Konkurrenz zu bringen. Scheinbar schien an diesem Tag niemand eine Fahrkarte für den Ryf-Zug gebucht zu haben. Denn selbstsicher, ruhig und kontinuierlich vergrößerte sie den Abstand.

Nach einem vorangegangenen Sturz in der Rennwoche hatte Titelverteidigerin Mirinda Carfrae indes bereits auf dem Weg zum Wendepunkt in Hawi Probleme geäußert. Sie stieg noch vor Hawi aus dem Rennen aus. Jodie Swallow versuchte den Zeitverlust als Zweite gering zu halten, doch Ryf war bereits enteilt. In der zweiten Wechselzone blieb die Uhr für die Schweizerin bei über sieben Minuten Vorsprung vor Swallow stehen. Ryfs Radsplit: 4:50:47 Stunden.

Eine weitere Minute hinter Swallow wurde es dann geschäftiger: Mary Beth Ellis, Camilla Pedersen, Michelle Vesterby, Rachel Joyce… alle schnürten sie ihre Laufschuhe innerhalb weniger Minuten. Schnellste Deutsche nach der Radstrecke war Mareen Hufe mit einer Radzeit von 4:59:15 Stunden vor Diana Riesler. Julia Gajer hatte auf der Radstrecke viel Zeit verloren und lag deutlich zurück.

Unbeirrt zum Sieg

Während Ryf an der Spitze unbeirrt Richtung Titel lief und ihren Vorsprung zu beeindruckenden zwölf Minuten ausgebaut hatte, kam hinter ihr Bewegung in das Feld. Rachel Joyce nahm erneut Anlauf zum Sprung auf das Podium, während Jodie Swallow erst schwächelte und später aussteigen musste. An die dritte Position hatte sich Liz Blatchford geschoben, die diese Position bereits aus 2013 kannte, im Jahr zuvor jedoch Zehnte war.

Ingo Kutsche, frei

Auf dem Alii Drive zeigte Angry Bird dann erstmals ein Lächeln auf dem Gesicht. In die schweizer Fahne gewickelt, lief sie fast entspannt nach 8:57:57 Stunden über die Ziellinie. „Ich hatte heute auch etwas Glück, muss ich sagen. Denn auf den letzten zwei Radkilometern hatte ich einen Plattfuß und konnte nur noch ins Radziel rollen. Ansonsten hatte ich aber ein fast perfektes Rennen“, gab sie zu.
Rachel Joyce freute sich 13 Minuten später über den Vizeweltmeistertitel, kurz darauf folgte Liz Blatchford und komplettierte das Podium.

Rachel Joyce: „Ich musste wirklich kämpfen, um nach meinem nicht ganz idealen Radpart wieder in das Rennen zurückzufinden.“

Britta Martin wurde als schnellste Deutsche 17., Katrin Esefeld war als 19. schnellste Altersklassenathletin und damit Altersklassenweltmeisterin.

Die besten zehn Damen

1. Daniela Ryf, 8:57:57
2. Rachel Joyce, 9:10:59
3. Liz Blatchford, 9:14:52
4. Michelle Vesterby, 9:05:38
5. Heather Jackson, 9:21:45
6. Susie Cheetham,  9:23:50
7. Sarah Piampiano, 9:24:32
8. Camilla Pedersen, 9:25:41
9. Caroline Steffen,  9:27:54
10. Lucy Gossage, 9:28:36

Zu den Ergebnissen.

Zum triathlon.de Hawaii Spezial.
Zur Fotostrecke.

Fotos: Ingo Kutsche

Triathlon.de Anzeigen

Triathlon beliebt

 
Zum Triathlon.de Newsletter anmelden