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Ironman Hawaii 2014: Heidi Sessners Blick auf die Favoritinnen

6. Oktober 2014 von Christine Waitz

Foto: Sebastian Kuhn,   freiDer Ironman Hawaii rückt mit großen Schritten immer näher und wer könnte die Konkurrenz besser einschätzen als eine Profi-Athletin? Wir haben Heidi Sessner gebeten, einmal einen Blick auf die Favoritinnen zu werfen. Nach 20 Jahren Triathlon hat sie dieses Jahr ihr „Abschiedsjahr“ gefeiert und wird nicht mehr als Profi aktiv sein. Statt dessen meint sie: „Ich freue mich sehr, dass ich in diesem Jahr das Frauenrennen etwas beleuchten darf“.


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Heidi Sessner, frei

Foto: James Mitchell

20 Jahre im Sport. Viele Triumphe, aber auch schwere Zeiten. Das gehört dazu zum Leben eines Profis. „Nichts desto trotz liebe ich diesen Sport immer noch und werde mit unseren Competence Triathlon Trainingscamps noch ganz nah am Geschehen und beim Sport bleiben“, erzählt die die für den TSV Assamstadt startende Sportlerin fröhlich.

Mit Blick auf das bevorstehende WM-Rennen meint sie jedoch auch: „Es ist nicht einfach sich als Profi-Frau für den Ironman auf Hawaii zu qualifizieren. Ich denke, es ist sogar noch um einiges schwieriger als bei den Profi Männern. Zum einen gibt es weniger Qualiplätze, zum anderen starten die meisten Frauen wesentlich häufiger als die Männer.“

„Aus diesem Grund ist es nicht einfach sich für die Top 15 zu entscheiden, da es erst einmal wichtig ist zu sehen, welche Frauen welchen Aufwand betrieben haben oder ob schon zu viel Kraft für die Quali investiert wurde“.

Wir wagen einen Blick auf die Startliste

„Fünf Damen würde ich größte Chancen auf den Sieg einräumen“, meint Heidi Sessner.

Mirinda Carfrae ( AUS )

Sie ist die Vorjahressiegerin und mit Abstand schnellste Läuferin im Feld. Es wird schwer werden diese Frau zu schlagen, denn beim Challenge in Roth in diesem Jahr konnte sie absolut überzeugen und mit der Wahnsinnszeit von 8:38:53 Stunden gewinnen.
Spotter, freiSie sieht nie aus, als wäre sie am Limit. In Roth hat sie vor allem durch ihre gute Radzeit von 4:46:48 Stunden für eine kleine Überraschung gesorgt, die sogar 1:26 Minuten schneller war als die von Caroline Steffen.Schwimmen ist zwar nicht ihr große Stärke, dennoch ist der Abstand nach vorne meist nur zwei bis drei Minuten. Mit den Bedingungen auf Hawaii kommt sie sehr gut zurecht und außerdem weiß sie wie man gewinnt.

Meine Favoritin.

Daniela Ryf ( SUI )

Ihr Trainer Brett Sutton, der sie auch „angry bird“ nennt, traut ihr einiges zu. Brett ist der Meinung, dass sie im Vorfeld nicht zu viele Rennen bestritten hat und dass sie bereit ist für Hawaii. „The angry bird is ready to fly“, so ihr Trainer.
Jörg Schüler, freiDaniela hat ihren letzten Trainingsblock auf der Mexikanischen Insel Cozumel absolviert, wo sie ähnliche Bedingungen wie auf Hawaii gehabt haben dürfte. Dennoch ist Daniela das erste Mal auf Hawaii. Das Schwimmen im Meer wird für sie als starke Schwimmerin kein Problem darstellen, ebenso wenig der Wind und die Einsamkeit auf dem Rad. Die große Unbekannte wird das Laufen in der Hitze sein.

Daniela schwimmt momentan auf einer Erfolgswelle und das dürfte ihr auch großes Selbstvertrauen geben. Allein in den letzten zehn Wochen hat sie zwei Ironman Rennen gewonnen, den Europa- und Weltmeistertitel auf der 70.3 Distanz geholt. Ich traue ihr einiges zu, obwohl ich ihr Programm unglaublich hart finde.

Leanda Cave ( GBR )

Foto: Ralph Schick freiLeandas erste Saisonhälfte lief überhaupt nicht wie geplant. Zuerst wurde sie trotz toller Resultate nicht für die Commonwealth Games nominiert, danach wurde sie beim Ironman in Nizza disqualifiziert, weil sie ihre Startnummer auf dem Rad nicht getragen hat. Sie hat es aber geschafft, diese negativen Erlebnisse in positive Energie umzuwandeln und wurde bei der 70.3 EM in Wiesbaden zweite und konnte nur eine Woche später den Ironman Schweden mit einer Zeit unter 9 Stunden für sich entscheiden.

Leanda ist mittlerweile eine vierfache Triathlon Weltmeisterin und hat bisher ein Mal den Ironman auf Hawaii gewonnen.

Durch ihren Trainerwechsel zu Cliff English und durch das Training für die kurzen Distanzen im Frühjahr hat sie neue Reize gesetzt. Ich denke, dass mit ihr auf jeden Fall zu rechnen sein wird.

Rachel Joyce ( GBR )

Foto: Sebastian Kuhn, frei

Rachel hat keine wirkliche Schwäche. Sie ist sehr ausgeglichen und konnte sich jedes Jahr, mit Ausnahme von 2012, als sie krank war und elfte wurde, in Hawaii weiter nach vorne arbeiten. Sie hat dieses Jahr sehr wenige Rennen bestritten und mit ihrem zweiten Platz bei der Challenge in Roth mit 8:42:25 Stunden eine neue persönliche Bestzeit aufgestellt.

Sie könnte auch die Frau sein, die ganz vorne landet, immerhin war sie im letzten Jahr Zweite beim Ironman Hawaii.

Caroline Steffen ( SUI )

Ingo Kutsche, freiSie war schon mehrmals sehr nah an der Krone, hat es aber noch nicht nach ganz oben geschafft. Vielleicht hat Xena der Trainerwechsel zu Chris McCormack geholfen und er kann ihr wertvolle Tipps geben. Potential dazu hat sie, obwohl sie auf dem Rad schon Zeiten hatte, wo sie stärker war als in diesem Jahr.
In Roth konnte sie in diesem Jahr hinter Mirinda und Rachel den dritten Platz belegen. Beim 70.3 Sunshine Coast hat man sie allerdings im Halbmarathon extrem laufstark erlebt.

Meredith Kessler ( USA )

Eine Athletin, die in Deutschland nicht so bekannt ist, die man aber auf jeden Fall auf der Rechnung haben sollte. Sie ist in Europa bisher nicht in Erscheinung getreten, dafür konnte sie im letzten Jahr bei ihrem Hawaiidebüt mit einem siebten Platz überzeugen. Alleine in diesem Jahr gewann sie den Ironman in Neuseeland sowie drei 70.3 Rennen und die Challenge in New Albany. Sie ist eine äußerst gute Schwimmerin und sehr gute Radfahrerin. Ihre beste Marathonzeit im Ironman liegt bei 3:08:06, den sie dieses Jahr beim IM in Neuseeland aufgestellt hat. Der Ironman Hawaii wird ihr 53. Rennen über die Langdistanz sein.

Auf der nächsten Seite: Heidis Tipp für die TopTen.

Zur Website von Heidi Sessner

Fotos: Sebastian Kuhn, Jörg Schüler, Heidi Sessner, triathlon.de


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