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Ironman Florida: Rekordzeiten ohne deutschen Einfluss

3. November 2013 von Mario Lisker

Foto: Ingo Kutsche,   freiUm eines vorweg zu nehmen: Florida ist und bleibt das Rennen der Superlative! Die Ausgabe 2013 stand wieder für Rekorde, jede Menge persönliche Bestzeiten und selbst an legendären Rekorden wurde kräftig gerüttelt. Ein Beispiel? Die unglaubliche Radzeit von 2012, mit 4:04:39, wurde um mehr als zwei Minuten unterboten! Wer kommt dafür in Frage?


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Starkes Debüt von Ospaly

Aus deutscher Sicht hielt nur Bittner mit Platz zehn aus dem Wasser den Anschluss. Filip Ospaly war auf seinem Langdistanzdebüt „First out of water“ und konnte, mit Ausnahme von Zeebroek, fast zwei Minuten auf die Verfolger gut machen. In diesem Pack befand sich auch Vorjahressieger Starykowicz. Bei den Damen dominierte Haley Chura mit vier Minuten Vorsprung die erste Disziplin. Kona-Königin Carfrae entstieg als sechzehnte dem Nass. Ihr Ziel war nur das Pflichfinish für das Projekt Titelverteidigung in Kona.

Raddruck? Starykowicz!

Gespannt wurde beobachtet wie lange Starykowicz brauchen würde, um die Lücke von zwei Minuten nach dem Schwimmen zu schließen. Die Wartezeit hätte nicht mal für einen kurzen Snack gereicht! Bereits nach sieben Kilometern war die Lücke geschlossen. Ohne Druckverlust auf dem Pedal fuhr er bis zum Ende einen achtzehn Minuten Vorsprung heraus. Und die Zeit? Rekord! 4:02:17 bedeuten einen Schnitt von 44,6 Kilometer in der Stunde! Aber auch Göhner und Wagner gingen mit Platz sieben und acht aussichtsvoll in den Marathon. In der Wechselzone schob sich der Lanzarote 70.3 Sieger Del Corral von Platz zehn auf fünf.

Die fliegende Holländerin

Foto: Thomas Wenning, freiBei den Frauen zeigte Yvonne van Vlerken drei Wochen nach Kona was Raddruck bedeutet. Mit gewohnter Schwimmschwäche ging sieh nach 100 Radkilometern in Führung. Nur zwanzig Sekunden trennten sie am Ende von einem neuen Radrekord. In Zahlen heißt das 4:35:49. Gut unterwegs: Maren Hufe – die bis auf Platz vier vorfuhr und auch Diana Riesler war nun in den Top10 zu finden.

Spanische Siebenmeilenstiefel

Foto: Ingo Kutsche, freiDas Starykowicz kein Laufwunder ist, ist bekannt. Aber mit 18 Minuten Vorsprung, könnte ein Marathon unter drei Stunden reichen. So sah es auch lange Zeit aus. Aber der Gewinner des Ironman Lanzarote 2012, Del Corral, flog Meter um Meter heran. Auch der schnelle Ospaly brannte eine beeindruckende Kilometerzeit auf den Asphalt. Fünf Kilometer vor dem Ziel verteidigte Starykowicz wacker seine Führung. Der schnellen Marathonzeit von Del Corral mit 2:37:25 konnte er, auf Platz zwei einlaufend, aber nichts entgegnen. Ospaly flog ebenso über den Kurs und sicherte sich den dritten Rang. Bei den Damen lief van Vlerken mit sechs Minuten Vorsprung ungefährdet ins Ziel gefolgt von Clifford und Csomor. Mareen Hufe sicherte sich mit einer starken Radperformance Platz fünf.

Von wegen der längste Tag…

Foto: Dorian Wagner/freiDie ersten drei Männer mit einer Zielzeit unter der magischen Acht und alle unter dem Streckenrekord! Ein neuer Radrekord, mal wieder von Starykowicz, und auch bei den Damen ein neuer Streckenrekord. Der vermeintlich längste Tag dürfte sich anders definineren, aber ist ziemlich beeindruckend. Und die Deutschen? Wagner erreichte Rang acht und Göhner verpasste mit Rang zwölf die Top10 knapp. Hufe hielt mit Platz fünf und Görtz mit Platz acht bei den Damen die Fahne hoch.

Ergebnis Männer

1 Viktor del Corral 7:53:12
2 Andrew Starykowicz 7:55:22
3 Filip Ospaly 7:58:44
4 Daniel Fontana 8:05:48
5 Pedro Gomes 8:08:34

8 Dorian Wagner 8:12:46
12 Michael Göhner 8:19:16

Damen

1 Yvonne van Vlerken 8:43:07
2 Ashley Clifford 8:49:03
3 Erika Csomor 8:56:41
4 Simone Braendli 9:00:40
5 Mareen Hufe 9:03:15

8 Beate Goertz 9:09:24

Hier geht´s zum Rennverlauf und den kompletten Ergebnissen.

Fotos: Ingo Kutsche, Thomas Wenning, Dorian Wagner

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