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Ironman Cozumel 2012: Zwischen Cancún und Cuba

22. November 2012 von Ralph Schick

Cozumel, Mexiko, 22. November 2012 – Cozumel ist nicht nur ein Urlaubsparadies, sondern auch der Austragungsort von zwei Ironman-Veranstaltungen. Kurz vor dem Ironman Hawaii fand der Ironman 70.3 Cozumel statt und am 25. November fällt der Startschuss für den Ironman Cozumel. Hier werden sogar 2.000 Punkte für das Kona Pro Ranking vergeben, sodass sich in diesem Jahr viele Profis für einen Trip nach Mexiko entschieden haben. Das sind lauter gute Gründe, die Insel, das Rennen und die Starter genauer zu betrachten.


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Cozumel – Das Urlaubsparadies

Bei nordamerikanischen Touristen und Tauchern ist die Insel Cozumel, die im Golf von Mexiko zwischen Cancún und Cuba liegt, sehr beliebt. Cuba ist ca. 200 km von Cozumel entfernt. Wer sich schon immer gefragt hat, was Quintana Roo bedeutet, bekommt jetzt seine Antwort: Quintana Roo ist nicht nur eine Rad- und Neopren-Marke, sondern auch der mexikanische Bundesstaat, zu dem Cozumel gehört.


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Cozumel ist eine relativ kleine Insel. Sie ist Gerade einmal 45 Kilometer lang und knapp 17 Kilometer breit. Daher müssen die Athleten auch dreimal eine Runde um die Insel drehen, um auf die 180 Kilometer der Radstrecke zu kommen. Die Insel ist komplett flach und – dank des reichhaltigen Regens – überwiegend von tropischem Regenwald bewachsen. Tief im Regenwald versteckt, findet man noch einige alte Maya-Ruinen. Haupteinnahmequelle ist der Tourismus.

Das Rennen

Die große Frage für Sonntag wird sein: Wie wird das Wetter? Zum einen wird der Wind eine entscheidende Rolle spielen. Zum anderen kann der Regen das Rennen auf Cozumel entscheidend beeinflussen. Im letzten Jahr stand nach einem heftigen Regenschauer das Wasser teilweise knietief auf den Straßen.

Markus Thomschke

Regenschauer beim Ironman Cozumel 2011

Die Strecken beim Ironman Cozumel sind leicht erklärt:

Der Schwimmstart befindet sich an der Westküste von Cozumel im Chankanaab Beach Park. Das Schwimmen verläuft in einem langgezogenen Rechteck entlang der Küste. Die Ahtleten müssen zunächst nach Norden Schwimmen, dann nach links auf die kürzere Seite des Rechtecks abbiegen und anschließend wieder eine lange gerade nach Süden schwimmen, bevor es noch einmal zurück zum Ausgangspunkt Richtung Norden geht.

Die Wechselzone 1 befindet sich ebenfalls im Chankanaab Beach Park, von wo aus es Richtung Süden auf die Radstrecke geht. Der Rad-Teil folgt der gut 60 Kilometer langen Küstenstraße von Cozumel. Die Athleten umfahren insgesamt drei Mal die Insel.

Am Ende der dritten Runde findet der zweite Wechsel auf dem Stadtplatz des Städtchens San Miguel, der „Hauptstadt“ von Cozumel, statt. Von dort aus geht es auf die drei Mal zu absolvierende Wendepunkt-Strecke á sieben Kilometern (einfach). Diese führt entlang der Küste Richtung Norden am Flughafen von Cozumel vorbei.

Der Zieleinlauf befindet sich wieder im Zentrum von San Miguel.

Ironman Cozumel – Ein Rennen für Wiederkehrer

Ein Blick in die Startliste zeigt, dass die Athleten, die einmal auf Cozumel waren gerne wiederkommen…und dann auch noch ihre Freunde mitbringen. Die Startliste der Profis ließt sich fast schon wie das Who-is-who des Ironman-Zirkus. Bis auf Simone Benz, die Vorjahressiegerin bei den Frauen, haben sich die Top-drei bei den Männern und Frauen geschlossen wieder angemeldet.

Mit Sonja Tajsich, Mareen Hufe, Heidi Sessner, Horst Reichel, Stefan Schmid, Swen Sundberg und Michael Göhner stehen gleich sieben deutsche Profis  in der Startliste. Timo Bracht und Uwe Widmann, die ebenfalls gemeldet waren, haben das Rennen zwischenzeitlich abgesagt.

Perfekter Saisonabschluss

Sonja Tajsich hat uns verraten, warum das Rennen bei den Profis mittlerweile so hohe Beliebtheit genießt: „Erstens ist es einfach schade, wenn meine hart für Hawaii erarbeitete Top-Form einfach im grauen, deutschen November verpufft. Zweitens muss ich für die Hawaii-Quali 2013 mindestens einen Ironman finishen, das habe ich damit schon sehr früh erledigt. Und drittens verschiebe ich damit meine Winterpause in die Weihnachtszeit. Das Training startet dann erst wieder im Januar. Das ist für mich und meine Familie wesentlich angenehmer.“

Die Favoriten bei den Männern

Ingo Kutsche frei

Top-Favorit Bockel

Bei den Männern sind mit Dirk Bockel, zuletzt Zehnter beim Ironman Hawaii und James Cunnama, dem diesjährigen Sieger des Challenge Roth gleich zwei Top-Favoriten am Start. Aber auch Horst Reichel ist mit großen Hoffnungen angereist:“Mein Ziel ist ein Platz auf dem Podium.“ Mit seinem starken dritten Platz beim Ironman 70.3 Miami hat er aber auch einen starken Leistungsnachweis erbracht. Sein Lehrgeld hat Reichel bereits im letzten Jahr auf Cozumel gezahlt. Darum lautet in diesem Jahr sein Motto:“ich darf mich in diesem Jahr nicht verleiten lassen, zu überpacen.“ Nicht zu unterschätzen wird aber Michael Göhner sein, der nach einer eher durchwachsenen Saison 2012 mit mächtig Wut im Bauch und Jetzt-erst-Recht-Einstellung am Start stehen dürfte. Das Dark Horse bei den Männer dürfe Iván Raña, der Überraschungssieger des Ironman 70.3 Lanzarote und eigenltich Kurzdistanz-Spezialist sein.

Die Favoritinnen

Ellis will Revanche

Bei den Damen dürfen wir uns auf die Fortsetzung des spannenden Duells Sonja Tajsich vs. Mary Beth Ellis, der Vierten und der Fünften des Ironman Hawaii freuen. Während Mary Beth wahrscheinlich auf Wiedergutmachung sinnen wird, will Tajsich den Sieg auf Cozumel nach Platz zwei im Vorjahr. Allerdings sagt die beste Deutsche auf der Langdistanz auch:“ich weiß gerade wirklich nicht, wie meine Form ist.“ Sechs Wochen nach dem Ironman Hawaii und ihrem dritten Platz beim Ironman 70.3 Lanzarote werden wir aber ziemlich sicher eine Sonja Tajsich in guter Form sehen. Nach einer schwächeren Saison 2012 hat sich Yvonne van Vlerken in Miami zurück gemeldet und will auf Cozumel ihre Siegesserie fortsetzten. Aber auch die Vorjahres-Dritte Sophie De Groote und die Regensburg Siegerin Heidi Jesberger wollen ein Wörtchen bei der Vergabe des Titels mitreden.

Zur Website des Ironman Cozumel

Bilder: ironmancozumel.com, Markus Thomschke, Ingo Kutsche

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