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Ironman Arizona: Gajers triumphaler Marathon zum Sieg

17. November 2013 von Mario Lisker

Foto: Ingo Kutsche,   frei„Arizona, Arizona, alles klar…“ nicht nur Countrymusikfans verspüren die Reiselust über´n großen Teich, auch Triathleten kennen dieses Ziel. 75 männliche und 44 weibliche Profis kamen diesem Ruf nach, um am zweiten Ironman nach der Weltmeisterschaft Punkte für das Kona Pro Ranking zu sammeln. Christian Ritter musste krankheitsbedingt absagen, doch Powerhorst, Brader, Konschak und Gajer zeigten Flagge. Kein leichtes Unterfangen bei Namen die Del Corral, Nicholls, Stevens oder Kessler…


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Solide Zeiten in der ersten Disziplin

Foto: Christine Waitz, freiDer Tempe Town Lake versprach bei Windstille und 17 Grad schnelle Zeiten. Bei den Männern sortierten sich schnell drei Gruppen. Reichelt und Ackermann, in der ersten Gruppe dabei, hatten am Ende drei Minuten vor den Verfolgern. Sprintspezialisten wie Nicholls und Matt Chrabot waren in der Führungsgruppe keine Überraschung. Bei den Damen stellten alle nur eine Frage: Wieviel Rückstand wird es auf Amanda Stevens geben? Die Splitrekordhalterin wurde jedoch von Kessler überrascht, die dem Nass als Erste entstieg und mehr als eine Minute auf Stevens herausschwamm. Gajer und Konschak folgten mit drei Minuten Differenz zur Spitze auf drei und vier. Insgesamt waren die Ausgangspositionen für die deutschen Athleten vielversprechend.

Rapp schneller als Starykowicz vor einem Jahr

Ackermann setzte als Erster Druckimpulse um das Tempo anzukurbeln. Zwar währte die Führung nur kurz, aber das Tempo wurde nun forcierter. Milde Temperaturen und Windstille waren perfekte Bedingungen für Rapps Aufholjagd. Mit vier Minuten Rückstand aus der Wechselzone, rollte er mit mächtig Druck noch vor der Hälfte in die Pole Position. Del Corral blieb für den Marathon in Reichweite. Nach 120 Kilometer war Reichel aus dem Rennen aber Marc Dülsen, als bester Deutscher, stieg als Sechster vom Rad. Rapps Radzeit von 4:14:46 war zwei Minuten schneller als Starykowiczs letztjähriger alter Rekord an selber Stelle!

Schlagabtausch zwischen Kessler und Vesterby

Bei den Damen versuchte Kessler von Beginn an mit Druck ihre Führung auszubauen. Versterby hatte den mit Abstand besten Raddruck und setzte sich nach der Hälfte an die Spitze, wo es einen ständigen Schlagabtausch mit Kessler gab. Konschak verlor konstant an Boden und hatte mit dem Renngeschen nichts zu tun. Julia Gajer stieg als Dritte mit zehn Minuten Rückstand vom Bike. Vesterbys Radzeit von 4:43:00 stellt den Radrekord von Chrissie Wellington ein.

Del Corral siegt in 8:02:00, Gajer macht´s spannend

Foto: Ingo Kutsche, frei

Der Lauf begann wie erwartet: Del Corral legte, nach seinem Sieg vor zwei Wochen in Florida, furios los und verkürzte nach drei Kilometern bereits um eineinhalb Minuten. Zum Halbmarathon lag Del Corral bereits mit 50 Sekunden Vorsprung vorn. Erst nach 25 Kilometern wurde es ruhiger. Dülsen erkämpfte sich wacker Platz sieben vor Brader auf acht und Ackermann auf zehn! Flotte Sohlen auch bei den Damen – Kessler lief auf den ersten drei Kilometern einen Vorsprung von zwei Minuten heraus, die Hälfte davon schon in der Wechselzone. Gajer gab nicht auf und rannte wie der Teufel. Das lohnte sich: Der zehnminütige Rückstand schmolz schneller als Eis und drei Kilometer vor dem Ziel ging sie in Führung. Mit drei Minuten Vorsprung lieferte sie ein nahezu perfektes Rennen gegen eine etablierte Konkurrenz – Glückwunsch!

Männer

1. Victor Del Corral, 8:02:00
2. Jordan Rapp, 8:06:13
3. Jens Petersen-Bach, 8:07:53
4. Denis Chevrot, 8:09:04
5. Pedro Gomez, 8:11:42

7. Mark Dülsen, 8:14:29
8. Christian Brader, 8:18:44

Frauen

1. Julia Gajer,  8:52:49
2. Meredith Kessler, 8:55:47
3. Michelle Vesterby, 8:57:24
4. Sarah Piampiano, 9:05:57
5. Asa Lundstrom, 9:12:20

Hier geht´s zu den Ergebnissen.

Fotos: triathlon.de, Ingo Kutsche

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