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Ironman 70.3 Wiesbaden 2012: One-Man-Show von Michael Raelert

12. August 2012 von Nora Reim

Foto: Ingo Kutsche freiWiesbaden, 12. August 2012 – Beim sechsten Ironman 70.3 in der hessischen Kurstadt war die Raelert-Show perfekt: Hauptdarsteller Michi Raelert glänzte auf der Mitteldistanz mit neuem Streckenrekord, die Nebenrollen waren nach der Absage von Vorjahressieger Andi Böcherer nur schwach besetzt. Die weibliche Hauptrolle übernahm Anja Beranek, die Vize-Europameisterin beim Ironman Frankfurt 2012 wurde.


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Foto: Ingo Kutsche

Die One-Man-Show von Michi Raelert ist perfekt

Er kam, sah und siegte: Michi Raelert hat es allen und besonders sich selbst gezeigt. Mit seinem Sieg nach 04:03:58 Stunden beim Ironman 70.3 Wiesbaden 2012 bewies der Rostocker Triathlon-Profi, dass er in diesem Jahr das Zeug dazu hat, zusammen mit seinem älteren Bruder Andi bei der Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii zu starten. Für das Kona Pro Ranking holte sich der Mitteldistanz-Spezialist in der hessischen Kurstadt 1500 Siegpunkte und qualifizierte sich gleichzeitig für die Ironman 70.3-Weltmeisterschaft in Las Vegas. Somit steht dem Bruder-Duell in Kona nichts mehr im Weg. Auf ihren erste Hawaii-Start darf sich auch Anja Beranek aus Erlangen freuen: Die Siegerin nach 04:36:09 Stunden hatte ihre Profi-Karriere erst im vergangenen Jahr begonnen und bereits mit dem Vize-Europameistertitel beim Ironman Frankfurt 2012 von sich Reden gemacht.

Fotostrecke vom Ironman 70.3 Wiesbaden 2012

Schwimmen im Raunheimer Waldsee

Foto: Ingo Kutsche frei

Überraschung: Anja Beranek gewinnt!

Bei Wassertemperaturen von 23 Grad Celsius stieg Michi Raelert nach dem Russen Ivan Vassiliev und dem Franzosen Stephane Poulat als Dritter aus dem Raunheimer Waldsee (19:53 Minuten). Vassiliev war erst vor ein paar Tagen beim Olympischen Triathlon in London gestartet und hatte im Hyde Park den 13. Platz belegt. Kurz nach dem Männern kam die Britin Jodie Swallow (20:01 Minuten) an Land, gefolgt von Holly Lawrence und Anja Beranek. Die beiden deutschen Damen Julia Gajer und Meike Krebs schwammen hinterher. Mit Sonnenschein ging es für die Profis anschließend auf die 90 Kilometer lange Radstrecke durch den Taunus. Das Streckenprofil mit 1.450 Höhenmetern macht das Rennen in Wiesbaden zu einem der härtesten Triathlons Europas, vergleichbar mit dem Mitteldistanz-Triathlon in Alpe d’Huez. Im vergangenen Jahr gab es wegen starken Regens zahlreiche Stürze auf dem Kurs, am heutigen Sonntag blieb die Fahrbahn jedoch trocken.

Fotostrecke vom Ironman 70.3 Wiesbaden 2012

Rad: Wo ist „Hell on Wheels“?

Foto: Ingo Kutsche frei

Thomas Hellriegel läuft hinterher

Nach einem schnellen ersten Wechsel sprang Raelert als Erster aufs Rad und hielt die Spitzenposition – wenn auch denkbar knapp – auf dem gesamten Kurs. Die lebende Legende „Hell on Wheels“ alias Thomas Hellriegel, der im vergangenen Jahr eine Top-Ten-Platzierung erreichte,  fuhr als Zwölfter hinterher. Ein ähnlicher Rennverlauf zeichnete sich bei Beranek ab: Die Erlangerin kam nach 03:08:54 Stunden als erste Frau in die zweite Wechselzone. Beim anschließenden Halbmararathon durch den Wiesbadener Kurpark spielte der Rostocker Triathlon-Profi seine Laufstärke aus: Nach und nach baute Raelert seine Führung auf den Belgier Bart Aernouts auf über zwei Minuten aus. Beranek hatte in Laufschuhen ebenfalls die Nase vorn, Julia Gajer lief am Ende noch auf Platz drei vor.

Fotostrecke vom Ironman 70.3 Wiesbaden 2012

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Ergebnisse der Herren:

1. Michael Raelert, 04:03:58
2. Bart Aernouts (BEL), 04:06:28
3. Boris Stein, 04:07:51
4. Toumy Degham (FRA), 04:08:12
5. Ivan Vassiliev (RUS), 04:08:36

Ergebnisse der Damen:

1. Anja Beranek, 04:36:09
2. Virginia Berasategui (ESP), 04:40:30
3. Julia Gajer, 04:40:39
4. Jodie Swallow (GBR), 04:42:26
5. Lucy Gossage (GBR), 04:44:09

Alle Ergebnisse

Fotos: Ingo Kutsche – sportfotografie.biz

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