Ironman 70.3 Wiesbaden: Yvonne van Vlerken – Voll fokussiert
Wird es vom Radaufbau das gleiche sein, wie in Immenstadt? Oder gibt es Änderungen?
Weil die Strecke sehr ähnlich ist wie Immenstadt, was damals auch mit ein Grund war, dass ich dort mitgemacht habe, sah der weitere Trainingsverlauf sehr ähnlich aus. Ich habe im Tirol auf der Challenge Austria- Strecke trainiert, die ganz schön selektiv ist. Technisch gesehen fahre ich in Wiesbaden das gleichen Rad und die ZIPP 404 vorne und hinten. Das hat sich in Immenstadt bewährt.
Du kennst ja jetzt beide Events, welche Radstrecke ist härter: Wiesbaden oder Immenstadt (nehmen wir mal nur die erste Runde, dann ist es vergleichbar)?
Ich finde Wiesbaden härter, heißt ja nicht umsonst “Der härteste halbe Tag” :-) Dazu kommt noch das Wiesbaden auch noch viel technischer ist, die Abfahrten sind nicht ohne und man sollte sich die unbedingt vorher anschauen. Von der Schönheit und Ehrlichkeit des Rennens her sind Sie beide Events aber einzigartig. Wie ich letztes Jahr bei der Pressekonferenz schon gesagt hatte, finde ich es toll, dass ein Wettkampf so eine Radstrecke hat. Das macht das Rennen ehrlich. Windschattenfahren bringt einem hier nichts bzw. es kommt gar nicht dazu. Als starke Radfahrerin sind Rennen wie diese meine Favoriten, genau aus diesem Grund. Wiesbaden ist WM-würdig. Wenn ich das Sagen hätte, würden die Ironman 70.3-WM dort stattfinden. (Gute Idee, Anmerk. d. Red.)
Du hast ja mindestens mal Thomas als Betreuer mit am Rennen. Inwieweit spricht man sich vorher ab oder plant man, wo er oder andere Betreuer Dir gegebenenfalls Zwischenzeiten zurufen oder ist das alles purer Zufall?
Thomas hatte eigentlich sein eigenes Rennen, Xterra Germany/Zittau, geplant. Leider findet das wegen der Wetterkapriolen und den Überflutungen nicht statt. Er wird jetzt also am Samstag nachreisen um mich zu unterstützen. Dazu habe ich noch einen zweiten Mann auf der Strecke, der mir sehr viel bedeutet. Meine ehemaliger Coach Frank Senders (er hat mich als Trainer von 2000-2007 aufgebaut) ist wieder zurück als Headcoach im Team und das wird mich sicherlich sehr motivieren das Beste aus mir selbst heraus zu holen. Ich bekomme von beiden Splits und die Verpflegung an den dafür vorgesehenen Stellen. Beide werden aber auch anders sehr beschäftigt sein, weil sie sich auch um die niederländische und deutschsprachige Presse für mich kümmern. Thomas wird auf der Laufstrecke und beim Schwimmen Bilder schießen. Wir machen immer wieder Witze über meinen Schatz, sein Nickname ist „Das Schweizer Taschenmesser des Triathlon“…..Diesen Sonntag wird das auch wieder nicht anders sein :-).
Was macht Wiesbaden als Event aus?
Ich denke, dass es ein sehr schönes Rennen ist und vor allem, wie schon vorher gesagt, ein Rennen wo deine Leistung wirklich deine Leistung ist, keine Windschattenfahrerei. Jeder muss selbst über die Hügel drüber. Diesen Event in einer Stadt wie Wiesbaden zu machen, ist dazu natürlich ein großes und besonderes Erlebnis. Die Zuschauerzahlen sind sehr hoch und das Finish vor dem Kurhaus ist einfach ein wahnsinniges Feeling!
Wie lang wirst Du in Wiesbaden sein?
Dieses Interview ist meine letzte Aufgabe hier Zuhause in Schwarzach. Ich fahre jetzt in einer Stunde nach Wiesbaden um pünktlich für die Pressekonferenz um 15.00 Uhr (Donnerstag) dort zu sein. Ich bleibe dann bis Montag, weil ich dann in der Früh von dort aus zu meinen Eltern nach Holland fahren werde. Dort lasse ich mich dann richtig verwöhnen, werde meinem Hauptsponsor Veltec (www.veltec.com) einen Besuch abstatten, was immer nett ist, und erhole mich so vom „Härtesten halben Tag“ um für weitere Taten frisch zu werden!
Info: Yvonne van Vlerken









