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Ironman 70.3 St. Pölten 2010: Yvonne van Vlerken gewinnt Herzschlagfinale

30. Mai 2010 von Christian Friedrich

IM703Austria2010_Yvonne vanVlerken 500Yvonne van Vlerken und Filip Ospaly gewinnen den Ironman 70.3 Austria. Van Vlerken gewinnt in einem Herzschlagfinale (siehe Foto) mit 4:18:56 gegen Erika Csomor (gleiche Zeit) und neuem Streckenrekord. Der Tscheche Filip Ospaly siegt vor Chris McCormack und Andreas Raelert mit einer Zeit von 3:46:02.


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Nur 0,2sec trennten die beiden Weltklasse-Athletinnen Yvonne van Vlerken und Erika Csomor an der Finish-Line nach 70.3 Meilen oder 123km Renndistanz voneinander. Die beiden Athletinnen hatten vor zwei Jahren schon einmal in einem Rennen gemeinsam Triathlon-Geschichte geschrieben, als sie im deutschen Roth die damalige Weltbestzeit auf der Langdistanz nach einem Laufduell deutlich unterboten hatten.
Grundstein legte van Vlerken mit ihrer für sie sehr guten Schwimmzeit mit der sie nur gut 2 min. auf die Führende Ex-Weltcup-Dame Eva Dollinger/AUT verlor und an vierter Stelle aufs Rad stieg. Schnell hatte sie Dollinger gestellt, von hinten flog aber die ehemalige Zeitfahrweltmeisterin Karin Thürig/CH heran. Thürig übernahm die Führung, Yvonne van Vlerken gelang es 20km vor dem Wechsel zum Laufen Erika Csomor auf dem Rad um 1:10 zu distanzieren und den Rückstand auf Thürig auf 1:50 min zu limitieren.

IM703Austria2010_Yvonne vanVlerken 2 500

Bild: Yvonne van Vlerken

Auf der Laufstrecke stellte van Vlerken die tapfer laufende Thürig nach 10km der Halbmarathonstrecke und übernahm die Führung. Die Entscheidung Erika Csomor dann doch an sich heranzulassen, stellte sich später als die richtige für die in Österreich lebende Niederländerin heraus, denn sie konnte entspannt auf Zug bleiben, während Erika Csomor hart arbeiten musste um aufzuschließen.

Als die beiden auf der Laufbahn hinter dem Eventcenter auf die letzten 600m einbogen, zog Csomor zu früh den Sprint an. Yvonne van Vlerken parierte sofort und fast zeitgleich flogen die beiden mit einem wahnwitzigen Tempo um den 180 Grad-Turn in die Eventarena, die im überkochen begriffen war. Kein Zuseher war mehr auf den Sitz zu halten.

In der letzten 90 Grad-Rechtskurve in den Zielkanal sah es so aus als sollte die Ungarin gewinnen. Doch miteinem letzten Gewaltakt schob sich Yvonne van Vlerken vorbei, setzte zum Zielsprung an und durchbrach das Band mit nicht viel mehr als einem Meter Vorsprung.

Vorjahressiegerin und beste Deutsche wird Sandra Wallenhorst mit vier Minuten Rückstand auf Platz 4. Auf Platz 5 folgt Kristin Möller aus Erlangen.

Bei den Männern siegte der Tscheche Filip Ospaly ebenfalls mit Streckenrekord vor Chris McCormack/AUS und dem deutschen Andreas Raelert/GER.

Das Rennen in St.Pölten fand zum vierten Mal statt und hat in nur wenigen Jahren mit der diesjährigen Edition Kultstatus erreicht, indem es zum größten Ironman 70.3 weltweit wuchs und durch eine hochprofessionelle wie freundliche Atmosphäre besticht. Yvonne van Vlerken auf der Ziellinie: „Erika und ich kennen uns schon viele Jahre. Immer wenn wir aufeinander treffen ist Spannung garantiert. Ich bin froh, dass ich gegen diese Wahnsinns-Athletin gewinnen konnte. Mein Vater ist in Linz geboren, ich wohne seit drei Jahren in Österreich, der Sieg gehört zu 50% in die Niederlande und zu 50% nach Österreich!“

Fernsehzeiten ORF
SO 06.06., 11.10 Uhr, ORF1, Sportbild 12min.
SO 06.06., 20.15 Uhr, ORF Sport Plus, ca. 75-90min (Großbericht)

Ergebnisse

Top 10 Frauen
1. Vanvlerken, Yvonne 6/2/1 00:29:04 02:27:08 01:18:51 04:18:56
2. Csomor, Erika 5/3/2 00:28:59 02:27:39 01:17:39 04:18:56
3. Thürig, Karin 12/1/3 00:33:37 02:18:34 01:23:45 04:21:34
4. Wallenhorst, Sandra 8/4/4 00:30:35 02:27:51 01:20:22 04:23:13
5. Möller, Kristin 10/8/5 00:30:48 02:33:20 01:17:28 04:27:07
6. Dollinger, Eva 1/6/6 00:26:20 02:36:58 01:26:21 04:34:17
7. Kiviranta, Merja 2/5/7 00:26:41 02:34:54 01:29:20 04:35:31
8. Stadlmann, Monika 4/7/8 00:28:57 02:35:05 01:27:56 04:36:57
9. Dietrich, Susan 9/9/9 00:30:42 02:34:21 01:32:32 04:42:31
10. Ottosen, Karina 7/12/10 00:29:39 02:39:05 01:29:09 04:42:56

Top 10 Herren
1. Ospaly, Filip 3/4/1 00:24:15 02:09:16 01:08:50 03:46:02
2. Mccormack, Chris 5/3/2 00:24:20 02:09:29 01:09:55 03:47:01
3. Raelert, Andreas 4/8/3 00:24:18 02:10:21 01:09:06 03:47:29
4. Vanhoenacker, Marino 6/1/4 00:24:24 02:08:23 01:13:02 03:49:19
5. Bockel, Dirk 2/2/5 00:23:44 02:09:54 01:14:18 03:51:29
6. Weiss, Michael 26/5/6 00:26:44 02:07:10 01:13:25 03:51:53
7. Cigana, Massimo 25/6/7 00:26:44 02:07:38 01:14:22 03:52:40
8. Djurback, Jonas 7/7/8 00:24:24 02:10:13 01:17:27 03:55:46
9. Toivanen, Teemu 17/11/9 00:25:50 02:17:11 01:14:09 04:01:28
10. Schoissengeier, Peter 13/9/10 00:25:36 02:12:49 01:19:41 04:01:54

Ergebnisse auf Ironman.com

Fotos: flashface.com/Josef Bollwein

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