Ironman 70.3 St. Pölten 2010: Yvonne Van Vlerken – Ganz knapp | Triathlon Portal - triathlon.de
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Yvonne Van Vlerken – Ganz knapp

Ironman 70.3 St. Pölten 2010:
Yvonne Van Vlerken – Ganz knapp

3. Juni 2010 von Christian Friedrich

IM703Austria2010_Yvonne FinishDown 3So einen Zieleinlauf wie bei Ironman 70.3 in St.Pölten gibt es nicht alle Tage. Zwischen Yvonne van Vlerken und Erika Csomor waren es am Ende 0,2 Sekunden die zwischen Sieg und dem zweiten Platz entschieden. Wir haben die sympathische Niederländerin zu ihrem Rennen und den entscheidenen 200 Metern vor der Ziellinie befragt.


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Auf den Seiten 5 bis 11 folgt eine Bilderserie zu den letzten Metern.

Herzlichen Glückwunsch zum wirklich hauchdünnen Sieg. Du hast nach 113 Kilometern Wettkampfdistanz mit 0,2 Sekunden Vorsprung gewonnen. Das ist ja wie bei einem übertrieben gesagt 100 Meter Finale. Wie siehst Du die Situation mit nun ein paar Tagen Abstand?

Das klingt jetzt wahrscheinlich ein bisschen blöd, aber von den 113 Kilometern waren eigentlich 112,8 Kilometer sehr kontrolliert. Ich kenne Erika schon zehn Jahre und kann wirklich ihrer Atmung nach beurteilen wie sie drauf ist. Wir haben schon etliche Rennen Schulter am Schulter bestritten und jedes mal macht es uns wieder Spaß. Ich trau mir zu sagen, daß Erika und ich zu den besten Läuferinnen im Triathlon gehören und rate nun auch keinem anderen an mit Erika einen Zielsprint anzugehen. Das ist, und sollte nach diesem Wochenende klar sein, sehr riskant!

Ich habe 200 Prozent Vertrauen in meinen Sprint. Daß es nicht ganz so gelaufen ist, wie ich geplant habe, ist aber wahrscheinlich für jeden klar :-). Durch den kleinen engen Zieleinlauf waren die letzten 200 Meter bei diesem Tempo total gefährlich, da doch viele Age-Grouper unterwegs waren. Wir sind volles Karacho durch die ganze Menge gesprintet, rechne dazu noch zwei enge 90-Grad Kurven und du hast eigentlich eine ziemlich verzwickte Aufgabe und eine sehr hohe Anforderung an deine Reaktion und Koordination :-).

Ich kann mich an nichts erinnern, nicht an die Zuschauer, den Tumult, den Sprecher, an gar nichts. Ich habe jetzt auf einem Video gesehen, wie es genau gelaufen ist. Jetzt ist mir endlich auch klar, wo das kaputte Knie her ist :-)

Aber fangen wir mal von vorne an. Wie warst Du mit Deiner Schwimmzeit zufrieden? Und hast Du den Startsprung vorher geübt?

Ich war zufrieden mit meiner Schwimmzeit, im Becken schwimm ich im Moment aber eigentlich noch viel besser – 100er- Serien so in 1:13-1:16min. Ich denke also, daß ich für den Frankfurter Sparkasse Ironman Germany in fünf Wochen noch mehr darauf haben werde. Ich freue mich, um das dort zu zeigen und zu probieren das Schwimmen umzusetzen. Den Startsprung habe ich mit meinem Trainingspartner und Freund Thomas J. Vonach geübt. Das gehört alles zu einer guten Vorbereitung, man ist Profi oder nicht.

Info: Yvonne van Vlerken
Bilder: flashface.com/Josef Bollwein


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