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Ironman 70.3 Kraichgau: Kienle und Pedersen entscheiden das Rennen auf der Laufstrecke

7. Juni 2015 von Christine Waitz

Ingo Kutsche,   freiKraichgau, 7. Juni 2015 – Die deutschen Meister 2015 über die Mitteldistanz heißen wie schon 2014 Sebastian Kienle und Julia Gajer. Während sich Kienle mit starkem Lauf gegen Andi Böcherer durchsetzte und vor heimischem Publikum seinen Titel verteidigte, musste sich Gajer zwar der Dänin Camilla Pedersen auf dem Halbmarathon geschlagen geben, konnte sich jedoch über den deutschen Meistertitel vor Svenja Bazlen freuen.


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Der Hardtsee brodelte. Oder war zumindest so warm, das an diesem Tag ein Neoprenanzug nicht erlaubt war. So begaben sich die Sportler im Schwimmanzug in das 23 Grad warme Wasser.
Jens Roth, Triathlet, Crosstriathlet und deutscher Meister ein der Masterklasse im Schwimmen über 800 und 1.500 Meter, hatte sich an die Spitze des Feldes gesetzt und führte die nationale und internationale Spitze nach 24:05 Minuten in die erste Wechselzone. Dort jedoch übernahm sofort Andi Böcherer die Führung. An seinen Fersen eine Gruppe von neun Sportlern – und, ganz am Ende, Sebastian Kienle. Der hatte beim Wechsel ersteinmal Probleme in seinen Zeitfahranzug zu kommen und ging mit etwas Rückstand zur Spitzengruppe auf die Strecke

Ein Damen-Quartett hatte sich auf der Schwimmstrecke zusammengefunden. Camilla Pedersen, Svenja Bazlen, Anja Beranek und Julia Gajer gingen nach 27:29 Minuten unter Leitung der Dänin auf die Radstrecke.

Erwartetes Spitzenduell in den 1.000 Hügeln

Es dauerte nicht lange, da sah man im Herrenrennen die erwartete Konstellation an der Spitze: Sebastian Kienle hatte sich zu Andi Böcherer vorgearbeitet und das Duell war entbrannt. Dahinter hielt sich Roth tapfer an drei, gefolgt von einer sechsköpfigen Verfolgergruppe. Nach rund 65 Kilometern legte Sebastian Kienle einen Gang zu und erarbeitete sich zunehmend ein kleines Polster gegenüber dem Durchstarter der Saison, Böcherer.

Im Rennen der Damen konnten sich Anja Beranek und Camilla Pedersen schnell von der Konkurrenz absetzen. Julia Gajer musste etwas Tempo herausnehmen und fiel zurück, ebenso wie Svenja Bazlen.

Kienle mit Turbo auf der Laufstrecke

2:08:45 Stunden, zeigte Kienles Tacho nach den hügeligen 90 Kilometern und hatte damit 1:26 Minuten Vorsprung vor Böcherer. Mit Elan ging der amtierende Weltmeister auf die Halbmarathonstrecke und brachte mit kraftvollem Schritt immer mehr Abstand zwischen sich und Böcherer.
Beranek und Pedersen führten ihr Duell auf der Laufstrecke zunächst fort, bevor sich Pedersen vorsichtig durchsetzen konnte. Während die Außentemperatur stieg, schienen sich die Spitzenpositionen zu festigen. Kienle lief sehr stark, Pedersen wirkte zunehmend sicher.

Ingo Kutsche, frei

Nach einem 1:15:26 Stunden Laufsplit ließ sich schließlich Kienle erneut als deutscher Meister über die Mitteldistanz und Sieger des Ironman 70.3 Kraichgau feiern. „Ich konnte auf der Laufstrecke sogar ein bisschen genießen, nachdem ich zu Beginn alles gegeben habe“, kommentierte ein glücklicher Kienle und kündigte nicht nur ein „spannendes Rennen in Frankfurt“ an, sondern auch „einen Kienle 3.0“, der um den „Kona-Sieg 2.0“ kämpfen möchte.

Andi Böcherer holte sich den Vize-Titel vor David McNamee. Böcherer zeigte sich ebenfalls zufrieden: „Das war ein guter Arbeitstag und ich hatte richtig viel Spaß. So lange ist sicher schon keiner mehr mit Sebi mitgefahren“.

Gajer läuft zum DM-Titel

Ingo Kutsche, frei

Camilla Pedersen

An Camilla Pedersen war an diesem Tag zwar kein Herankommen. Doch dem deutschen Meistertitel näherte sich Julia Gajer Stück für Stück und bei Kilometer elf schob sie sich vor Anja Beranek. Svenja Bazlen schob sich bei Kilometer 18 dann noch auf den dritten Podiumsrang.
Nach 4:24:56 ging der Sieg nach Dänemark und nur knapp über zwei Minuten später folgte Julia Gajer und holte erneut den DM Titel. Über Platz drei freute sich Svenja Bazlen mit schneller Laufzeit von 1:23:56 Stunden. „Ich konnte heute auch so eine gute Laufleistung erzielen, weil ich so viel Zuspruch am Streckenrand hatte. Das war schon sehr motivierend und inspirierend“, so Bazlen im Interview an der Ziellinie.

Ergebnisse Herren

1. Sebastian Kienle, 3:51:56
2. Andreas Böcherer, 3:58:06
3. David McNamee, 4:00:25
4. Antony Costes, 4:01:18
5. Patrick Lange, 4:02:40

Ergebnisse Damen

1. Camilla Pedersen, 4:24:56
2. Julia Gajer, 4:27:16
3. Svenja Bazlen, 4:29:14
4. Anja Beranek, 4:30:40
5. Laura Philipp, 4:32:40

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Fotos: Ingo Kutsche

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