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Ironman Hawaii 2012: Interview mit Timo Bracht – “Nach dem Rennen steige ich mit einem kühlen Getränk in den Jacuzzi”

27. September 2012 von Dominik Winter

Foto: Ingo Kutsche frei“Ja, ist denn schon Weihnachten?” Für Triathleten schon und zwar am 13. Oktober 2012 beim Ironman Hawaii! Hinter dem achten Türchen haben wir ein Interview mit dem ETU-Europameister Timo Bracht versteckt. Im Gespräch mit triathlon.de verrät der 37-jährige Eberbacher Einzelheiten aus seinem Trainingslager und seinen Lieblingscocktail.


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Timo, auf deiner Internetseite gibst du als dein großes Ziel in diesem Jahr „mindestens einen Platz auf dem Treppchen beim Ironman Hawaii“ an. Du rechnest dir also Chancen auf den Sieg aus?

Ja, sonst würde ich nicht starten! Hawaii ist aber immer auch mehr als nur das Rennen zu gewinnen. Beim Ironman Hawaii werden große Geschichten geschrieben, an diesem Tag schaut die Triathlon-Welt nach Kona. Mit einem guten Rennen gehört man zu den ganz Großen.

Foto: Ingo Kutsche frei

Timo Bracht beim Challenge Roth

Wie lief deine Vorbereitung bisher und wie sehen die nächsten Wochen bis Hawaii aus?

Meine Vorbereitung läuft im Moment noch. Zurzeit bin ich mit meinem Teamkollegen Horst Reichel auf Lanzarote. Drei Wochen konzentriertes Training in der Hitze. Mit den Grundlagen der letzten Jahre und einem sehr guten Trainingskonzept bin ich zuversichtlich für die Weltmeisterschaft. Ich fliege noch einmal für eine Woche nach Hause, um dann mit meinem so genannten Kern-Team nach Hawaii überzusetzen.

Werden dich deine Frau und die beiden Kinder nach Kona begleiten?

Vor Ort ist mein Team der letzten Jahre. Meine Frau Bettina, mein Coach Ralf Ebli und mein Physiotherapeut Dirk Lederer. Alle Hawaii gestählt, erfahren und erprobt. Sie kennen die Orte, an denen man das beste Obst kaufen und schön Kaffee trinken kann. Außerdem wissen sie, was ich im Rennen an Motivation von außen brauche. Die Kinder bleiben zu Hause bei meinen Eltern und Schwiegereltern. Sie sollen lieber in die Schule gehen.

Maui gehört zu deinem Lieblingstrainingsrevier. Wie kommt es dazu und wie oft bist du dort?

Das stimmt so nicht ganz, eher Lieblingsurlaubsrevier. Ich war zwei Mal auf Maui zum Surfen, Sightseeing, Bananenbrotessen und Mai-Thai-Trinken. Mein Lieblingstrainingsrevier variiert je nach Jahreszeit. Das beste Trainingslager ist aber meistens die Hawaii-Vorbereitung auf Lanzarote.
Da bin ich in der besten Form, kann nach Tabayesco in unter 27 Minuten fahren und schwimme die 400 Meter unter fünf Minuten. Außerdem kann man die Armlinge zu Hause lassen (lacht).

Im Juli bist du bei der Challenge Roth ETU-Europameister auf der Langdistanz geworden. Sorgt der Titel im Gepäck für zusätzlichen Druck oder eher für Motivation?

Foto: Ingo Kutsche frei

Timo Bracht läuft dem ETU-Europameistertitel entgegen.

Weder noch! Das Rennen in Roth war eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Im Nachhinein hatte ich nicht den besten Tag erwischt, trotzdem gekämpft und nie aufgegeben. Beim Laufen habe ich alles auf eine Karte gesetzt, konnte nicht voll durchlaufen, aber mit einer Laufzeit von 02:43 Stunden dann doch noch den Titel holen. Dieser Titel bedeutet mir auch einiges. Die Stimmung vor Ort war phänomenal, Roth hält, was es verspricht!

Wen würdest du als deinen stärksten Konkurrenten im Kampf um den Weltmeisterschaftstitel bezeichnen?

Ich glaube in den letzten drei bis fünf Jahren sind es die starken Australier gegen die mindestens genauso starken „Germans“, die das Rennen bestimmen. Natürlich gibt es auch noch ein paar Außenseiter.

Falls es dir gelingt, unter die ersten Drei zu kommen, hast du dein größtes Ziel im Triathlon erreicht. Was kommt danach?

Da gibt es noch weitere Ziele, die ich in nächster Zukunft verraten werde, aber erst einmal werde ich mich ausruhen. Im Appartement steige ich mit einem kühlen Getränk in den Jacuzzi und genieße den Sonnenuntergang.

Mehr Informationen zu Timo Bracht

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Fotos: Ingo Kutsche

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