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Interview mit Andreas Dreitz: „Im Laufen habe ich noch einmal Fortschritte gemacht“

7. Mai 2016 von Lukas Bartl

Lukas Bartl,   freiZwei zweite Plätze über die Halbdistanz standen bereits zu Buche, als Andreas Dreitz vor zwei Wochen nach Fuerteventura flog. Beim stark besetzten Rennen auf der Kanareninsel sollte dann endlich der Sieg her. Dass er am Ende das Podium knapp verpasste, lag an einem Sturz gleich zu Beginn des Radparts. Beim Ironman 70.3 Mallorca nimmt der Bayreuther nun einen neuen Anlauf.


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“Ich dachte mein nächster Flug wäre erst für Dienstag geplant,” konnte Dreitz kurz nach dem Rennen auf Fuerteventura und seinem Radsturz schon wieder Späße machen. Ob ihn der Sturz auch am Wochenende noch beeinträchtigen wird, und ob er das Geschehen jetzt mit etwas mehr Skepsis betrachtet, das haben wir ihn gefragt.

Lukas Bartl, freiLetztes Jahr standest du beim Ironman 70.3 Mallorca, wie auch im Jahr davor, ganz oben auf dem Treppchen, obwohl die Vorbereitung durch dein Pfeiffersches Drüsenfieber nicht ideal war. Bist du 2016 noch besser auf das Rennen vorbereitet als in den Vorjahren?

Ich bin dieses Jahr auf jeden Fall deutlich besser durch den Winter gekommen und kann auf eine viel breitere Grundlage zurückgreifen. Vor allem im Laufen hab ich noch einmal Fortschritte gemacht. Allerdings hat mich ein Radsturz vor eineinhalb Wochen doch etwas in der unmittelbaren Vorbereitung limitiert.

In den letzten Wochen haben sich mehrere Unfälle, einer davon sogar tödlich, im Rad- und Triathlonsport ereignet. Jodie Swallow wurde in Südafrika mutmaßlich vom durch einen Helikopter erzeugten Wind zu Fall gebracht. Vorletzte Woche bist du beim Challenge Fuerteventura gestürzt, wo auch Frederik van Lierde schwer stürzte, als er einem Helfer auf der Strecke ausweichen musste und sich das Schlüsselbein brach. Am tragischsten ist jedoch unbestritten der Tod des Jungen Radrennfahrers Antoine Demoitié, welcher stürzte, von einem Begleitmotorad überrollt wurde und seinen schweren Verletzungen schließlich erlag.
Im Radsport häufen sich die Unfälle in letzter Zeit. Im Triathlon zwar in diesem Maße und der Schwere nicht, dennoch machen Fälle wie der Sturz von Jodie Swallow in Südafrika nachdenklich ob, das “Immer noch näher am Geschehen dran sein”, nicht zunehmend gefährlich für die Athleten ist. Wie siehst du das ganze?

Stürze oder Unfälle gehören leider zu beiden Sportarten dazu und man wird sie wohl nie 100%ig vermeiden können. Man kann nur an alle Beteiligten appellieren (Veranstalter, Zuschauer, Begleitfahrzeuge und die Sportler selbst), sich entsprechend vorzubereiten und sich mit möglichen Gefahren vertraut machen. Mein Sturz ist glücklicherweise relativ glimpflich ausgefallen und ich hatte lediglich eine tiefe Fleischwunde an der linken Hand und Schrammen an der kompletten rechten Seite.

Lukas Bartl, frei

Andreas Dreitz 2015 im Tramuntana Gebirge

Zurück zum Rennen am Wochenende. Wer denkst du werden deine härtesten Konkurrenten am Samstag sein?

Dem Wetterbericht zufolge soll es regnen am Samstag! Das wären zumindest andere Bedingungen als in den Vorjahren. Es hat wieder ein sehr großes Profifeld hier gemeldet und es wird sicher wieder ein interessantes Rennen. Ich selbst bin auch mal gespannt, wer alles die Initiative ergreift, und versuchen will dem Rennen seinen Stempel aufzudrücken.

Wo wird das Rennen deiner Meinung nach entscheiden werden?

Ich hoffe doch wieder im Tramuntanagebirge.

Im letzten Jahr hast du uns hinsichtlich deines Langdistanzdebüts auf dieses Jahr vertröstet, wirst du dieses Jahr in der “Königsklasse” angreifen, und wenn ja bei welchem Rennen?

Hab ich das? Meine Saison ist zunächst wieder bis zur 70.3 WM Anfang September durchgeplant und bis dahin ist erstmal noch keine Langdistanz geplant.

Vielen Dank für deine Zeit und viel Glück am Samstag.

Gerne und vielen Dank!

Fotos: Lukas Bartl

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