Du bist hier: Triathlon Portal - triathlon.de > Wettkampf > Interview1 > Interview mit Janpeter Lassen vom Stadttriathlon München-
„Scheibenräder neben Stadträdern mit Einkaufskorb“

Interview mit Janpeter Lassen vom Stadttriathlon München-
„Scheibenräder neben Stadträdern mit Einkaufskorb“

26. April 2012 von Nora Reim

Foto: MRRC/Alexander Schmied einmalig Was wäre München ohne seinen Stadttriathlon? Am Sonntag, 29. April 2012, findet die traditionelle Sprintdistanz bereits zum zehnten Mal im Olympiapark statt. triathlon.de sprach mit Janpeter Lassen vom Veranstalter München Road Runners Club (MRRC) über das runde Jubiläum.


Triathlon Anzeigen

Der Stadttriathlon feiert dieses Jahr sein zehnjähriges Jubiläum. Ist die Vorfreude auf den kommenden Sonntag größer als die Jahre zuvor?

Jede Veranstaltung ist für uns ein Highlight! Die Vorfreude steigt besonders in der Race Week von Tag zu Tag. Dass es mittlerweile die zehnte Auflage ist, freut uns natürlich ebenso wie das positive Feedback der Teilnehmer Jahr um Jahr.

400 Meter Schwimmen, 18 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen gehören zum Pflicht-Programm. Gibt es beim Jubiläumstriathlon etwas Besonderes oder ist alles wie gehabt?

Natürlich haben wir uns Gedanken darüber gemacht, ob wir zum zehnjährigen Jubiläum etwas Besonderes machen. Da kam die Idee des BTV, mit seinen Liga-Veranstaltungen in die Städte und zu den Zuschauern zu gehen, wie gerufen. So werden wir dieses Jahr erstmalig die Bayerische Triathlon-Liga mit den Teams der Regional- und Bayernliga begrüßen, die bei uns ihren Saisonauftakt haben. Wir spannen mit dem Triathlon-Nachwuchs im Schülertriathlon über den Volkstriathlon den Bogen zum Leistungssport. Ansonsten hat sich unsere Veranstaltung über die Jahre hinweg im Detail stetig weiterentwickelt und verbessert.

Wie kam es zu der Idee, im Jahr 2003 den ersten Münchner Stadttriathlon auszurichten?

„Von Triathleten für Triathleten“ – das ist unser Motto. In der Breite sind die Vereine als Ausrichter von Rennen eine der tragenden Säulen der Triathlon-Szene. Mit der wachsenden Begeisterung der MRRC-Mitglieder für den Triathlon kam die Idee, selbst eine Veranstaltung auszurichten.

Das Bahnschwimmen im Olympiabad ist euer Markenzeichen. Was macht den Reiz des Olympiaparks aus?

Foto: MRRC/Alexander Schmied einmaligSowohl für die Athleten als auch für die Zuschauer bieten wir eine räumlich kompakte Veranstaltung: Alle Streckenabschnitte wie Schwimmhalle, Wechselzone, Radstrecke, Laufstrecke und Zielbereich liegen eng beieinander. Außerdem können wir für den Verkehr komplett gesperrte Strecken bieten. Gerade für Triathlon-Anfänger ist unsere Veranstaltung reizvoll, da „in der gewohnten Umgebung“ eines Hallenbads geschwommen wird: Wassertemperatur und -qualität sowie Neoprenanzug und Orientierung im Freiwasser spielen damit keine Rolle.

Anfang März war die Veranstaltung laut eurer Internetseite mit 2000 Anmeldungen ausgebucht. Wie haben sich die Teilnehmerzahlen von der Premiere bis heute entwickelt?

Die Teilnehmerzahlen haben sich in den vergangenen Jahren stetig nach oben entwickelt: Unsere Veranstaltung ist schon seit mehreren Jahren wenige Wochen nach Öffnung der Anmeldung ausgebucht. Daraufhin haben wir Jahr um Jahr das Teilnehmer-Kontingent erhöht. Dieses Jahr haben wir mit der Integration der Bayerischen Triathlon-Liga einen neuen Teilnehmerrekord! Allerdings ist nun die Kapazität der Wechselzone auf der Liegewiese der Olympia-Schwimmhalle ausgereizt.

Der MRRC wirbt damit, dass „Gaudi und Ehrgeiz gemeinsam finishen“. Wie sieht der typische Teilnehmer vom Stadttriathlon aus und gibt es Wiederholungstäter?

Wiederholungstäter gibt es viele! Wir haben sogar zwei Teilnehmer in unserer Meldeliste, die nach eigenen Angaben bei allen neun Veranstaltungen dabei waren. Ansonsten gibt es keinen typischen Teilnehmer – bei uns in der Wechselzone finden sich die Carbon-Räder mit Scheibenrad ebenso wie die Stadträder mit Einkaufskorb. Typisch für unsere Veranstaltung ist, dass wir immer einen recht hohen Anteil an Triathlon-Rookies haben, die bei uns ihr erstes Rennen absolvieren. Wahrscheinlich lockt hier das warme, schnelle Wasser des Olympiabads.

Tauchen prominente Namen in der Ergebnisliste der vergangenen zehn Jahre auf?

In den vergangenen Jahren konnten wir prominente Athleten wie Faris Al-Sultan oder Nicole Leder bei uns begrüßen. Dieses Jahr freuen wir uns, dass Heike Priess ihren Titel aus dem vergangenen Jahr verteidigen möchte. Mit Heike haben wir eine erfolgreiche Ironman-Triathletin am Start. Auch aus dem DTU-Nachwuchskader und der Triathlon-Bundesliga nutzen einige Athleten unsere Veranstaltung, um erste Rennpraxis für die neue Saison zu sammeln. Einige nehmen dafür sogar eine Anreise aus Norddeutschland in Kauf!

Hand aufs Herz: Hast du ein Jahr in besonders guter Erinnerung? Falls ja, warum?

Nun ja, 2005 habe ich selbst an unserer Veranstaltung teilnehmen dürfen. Das war damals mein allererster Triathlon überhaupt und wird mir daher immer in Erinnerung bleiben. Es hatte mittags über 30 Grad Celsius bei wolkenfreiem Himmel, auf der kurzen Laufstrecke bin ich förmlich explodiert! Es hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich beim Triathlon und beim MRRC hängengeblieben bin.

Die Startertüten packen sich nicht von alleine und die Badekappen werden nicht von Zauberhand beschriftet. Wie viele helfende Hände braucht es, damit die Jubiläumsausgabe gelingt?

Unser Organisations-Team besteht aus rund 15 Ressortleitern, die sich im Wesentlichen um die Vorbereitung und Planung der Veranstaltung kümmern. Am Wochenende und in der Woche davor tragen 200 Helfer aus unserem Verein dazu bei, dass die Veranstaltung reibungslos über die Bühne geht. An sie geht auch mein ganz besonderer Dank, denn ohne diese vielen Hände wäre keine Veranstaltung durchführbar!

triathlon.de wünscht viel Erfolg für den zehnten Stadttriathlon. Danke für das Gespräch.

Bericht vom Stadttriathlon 2011

Fotostrecke vom Stadttriathlon 2011

Zur Website des Stadttriathlons
Fotos: MRRC/Alexander Schmied

Triathlon.de Anzeigen
 
Zum Triathlon.de Newsletter anmelden