Hawaii08: Yvonne Van Vlerken -
Irgendwann werde ich Chrissie schlagen
Die beste der Debütantinnen beim Ironman Hawaii war Yvonne Van Vlerken. Die fliegende Holländerin konnte in einer grandiosen Aufholjagd vom 36 Platz nach dem Schwimmen bis auf den 2. Platz vorpreschen. Wie es Yvonne dabei erging erzählt sie in unserem Interview.

Tri4u: Glückwunsch. Du bist sicherlich zufrieden. Wie bist Du zufrieden mit Deinen Einzelleistungen?
Yvonne: Ich bin sehr zufrieden. Es war eine tolle Erfahrung zu sehen wo ich stehe in der Weltklasse. Mein Schwimmen war Okay, aber ich werde viel daran arbeiten im Winter. Die schnellste Radzeit befriedigt mich natürlich, wenn auch alle sagen, dass Chrissie Wellington schneller gefahren wäre, wenn sie keine Platten gehabt hätte. Aber ich mag dieses „Was wäre wenn-Spiel“ sowieso nicht. Mein Laufen war gut, aber ich kann noch schneller. Aber es hätte keinen Sinn gemacht mehr zu pushen, denn Chrissie war vorne weg und Sandra (Wallenhorst) habe ich einfach kontrollieren können. Mein Trainer hat mir zugerufen ich solle nur noch absichern und meine Energie sparen. Genau das habe ich dann gemacht. Ich habe gelernt genau so viel zu geben wie nötig und sinnvoll ist. Früher habe ich immer nur Vollgas gegeben, aber das macht dich auf Dauer kaputt. Ich habe die letzten zehn Kilometer einfach nur noch genossen…
“…ich konnte viel lockerer meinen Rhythmus laufen.”
Tri4u: Ab wann hast Du Deinen zweiten Platz für sicher gehalten?
Yvonne: Als ich auf den Highway rausgelaufen bin, habe ich gewusst, dass ich meinen Platz halten kann. Sandra und Erika (Csomor, die spätere Viertplatzierte) sind zwar von hinten gekommen, aber ich konnte viel lockerer meinen Rhythmus laufen. Ich habe dann den Abstand einfach so gehalten, dass ich ein sicheres Polster hatte auf die Beiden.










