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Gesund durch den Winter

26. Januar 2016 von Doris Kessel

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Gift für die Gesundheit

Tollkirsche oder Eisenhut gefällig? Natürlich in solchen Dosen, dass es deinem Körper nicht schadet, sondern hilft. Das ist die Philosophie der Homöopathie: Gleiches mit Gleichem heilen. Du gibst deinem Körper nur soviel, dass dieser seine Selbstheilungskräfte aktivieren kann und aus fast eigener Kraft wieder gesund wird. Die Wirkung von homöopathischen Mitteln ist nach wie vor in der Schulmedizin umstritten. Somit musst du für dich selbst entscheiden, ob du mit alternativen Heilmethoden einer Erkältung vorbeugen möchtest.

In der Homöopathie gelten Belladonna (Tollkirsche) und Aconitum (Eisenhut) als sogenannte Erstmittel. Das bedeutet, diese Mittel sollen dir helfen, wenn beispielsweise eine Erkältung im Anmarsch ist und die Symptome plötzlich auftreten. Aconitum nimmst du beim ersten Frösteln mit Halskratzen. Belladonna ist eher für Warmblüter mit plötzlichen Schwitzattacken. Für die Einnahme und Potenzwahl solltest du dich in deiner Apotheke oder bei einer Heilpraktikerin oder einem Heilpraktiker informieren.

Foto: Klafs

Richtig Schwitzen

Sauna ist ebenfalls gut für die Immunabwehr. Durch die Schwitzkur wir das Wärmeregulationssystem geschult und Temperaturschwanken machen dir so weniger zu schaffen. Saunieren öffnet die Poren, verbessert, wie das Rotlicht, die Durchblutung und Stoffwechselendprodukte werden vermehrt abtransportiert. Ein positiver Nebeneffekt für Triathleten: die Zellenabwehr gegen Bakterien und Viren steigt und Muskelverspannungen lösen sich. So hast du einen Doppeleffekt: Du wirst weniger häufig krank und entspannst dabei noch – vor allem zwischen den Saunagängen.

Nur Vorsicht: Sauna tut nicht jedem gut und auch nicht bei jeder Temperatur!

Ein optimaler Saunagang läuft folgendermaßen ab:

  1. duschen
  2. ca. 10-15 Minuten schwitzen
  3. am Ende des Saunabesuchs kurz aufsetzen, um den Kreislauf zu stabilisieren
  4. an die frische Luft, um die Lungen abzukühlen
  5. Kaltwasserduschen – von unten nach oben
  6. zwischen den Gängen mindestens 15 Minuten ausruhen – denn Sauna ist für den Kreislauf sehr anstrengend
  7. viel Trinken – am besten Wasser, Apfelschorle oder Tee

Wenn du länger nicht mehr in der Sauna warst, dann beginne vorsichtig mit einem Gang. Und falls du dich schon krank fühlst, dann solltest du auf keinen Fall in die Sauna gehen, damit du deinem Körper nicht noch mehr Anstrengung zumutest. Denn dein Körper hat erst einmal mit Krankheitserregern zu kämpfen.

Vitamin C und Zink als Prophylaxe?

Ob Vitamin C wirklich zur Abwehr gegen Erkältungskrankheiten hilft, war lange umstritten. Neue Erkenntnisse legen sogar nahe, dass künstlich zugeführtes Vitamin C Trainingseffekte abschwächen kann. Dann doch lieber ausgewogen ernähren…

Vitamin C zählt übrigens zu den wasserlöslichen Vitaminen, die der Körper schlecht speichern kann, d.h. Überschüssiges wird wieder ausgeschieden (und wenn du mehr als ein Gramm zu dir nimmst, kann das darmtechnisch nach hinten los gehen). Deshalb solltest du es über den Tag verteilt zu dir nehmen, ebenso wie Magnesium. Du benötigst ca. 300-500mg pro Tag. Die Vorteile von Vitamin C sind unter anderem: Es beteiligt sich am Kohlenhydratstoffwechsel und Zellstoffwechsel, es schützt die Zellen vor freien Radikalen, hilft bei der Eisenaufnahme, beugt der Arterienverkalkung vor und beschleunigt den Heilungsprozess, wenn du dir bereits eine Erkältung eingefangen hast.

Der meiste Gehalt an Vitamin C steckt übrigens nicht in einer Zitrone, sondern in einer Acerola-Kirsche. Sogar 100 Gramm einer gelben Paprika enthalten fast fünfmal soviel Vitamin C wie 100 Gramm einer Zitrone.

Mit Zink erzielst du eine ähnliche Wirkung, denn es hilft als Immunstabilisator und unterstützt ebenfalls Stoffwechselvorgänge, wie den Kohlenhydratstoffwechsel, verbessert den Zellschutz, fördert die Regeneration nach dem Training und regelt einen Teil des Hormon- und Säure-Basen-Haushaltes. Am Tag benötigst du ungefähr 20 Milligramm. Viel Zink steckt in Milch, Fleisch, Käse und Weizenkeimen.

Und nun wünscht dir die triathlon.de-Redaktion einen guten Start in die Saison, tolle Einheiten, viel Schlaf, wenig Stress und vor allem: Gesundheit!

Fotos: Klafs, triathlon.de, K.- P. Adler – Fotolia.co


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Doris Kessel ist Autorin dieses Artikels: Sie kommt aus der Triathlonhochburg Roth, ist Triathlon B-Lizenz-Trainerin, Wettkampfrichterin, Mentalcoach für Sport und Business und ist seit 20 Jahren Triathletin aus Leidenschaft von der Sprint- bis zur Langdistanz.
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