München, 17. April 2012 – Sie klingen wie die neuen Sommer-Cocktails: Espresso Love, Lemon Sublime und Vanilla Bean sind nur drei von zahlreichen Geschmacksrichtungen für Gels. Ob GU, High5, Powerbar und Squeezy – triathlon.de hat für euch getestet, was, wie schmeckt.

Von außen sehen sie alle gut aus, doch eine stylische Verpackung macht noch lange nicht schneller. Die Handhabung ist mindestens genau so wichtig: Wie reiße ich die Packung auf, wenn es darauf ankommt? Brauche ich beide Hände oder reichen die Zähne aus? Auch die Konsistenz des Inhalts spielt eine Rolle: Kommt mir alles entgegen, weil das Gel so flüssig ist? Oder verklebt mir das Liquid den ganzen Mund? Nicht zu vergessen ist der Geschmack: Wo Espresso draufsteht, sollte auch Espresso drin sein.
Im Test: Vier Gels
Das Energy Gel von GU gibt es in der vielversprechenden Sorte “Espresso Love”. Der Name ist Programm: Die 32-Gramm-Packung enthält den Wachmacher Koffein. Das Aufputschmittel kann in moderaten Mengen die Aufnahme von Kohlenhydraten und Flüssigkeit erhöhen sowie das Nervensystem stimulieren: Die Konzentration nimmt zu, das Anstrengungsgefühl ab. Die Packung in Flaschenform fasst sich gut in einer Hand, hat aber keine Perforierung zum Einreißen. Das erschwert das Öffnen unnötig. Hat man es trotzdem irgendwie geschafft, kommt eine klebrige, hellbraune Masse zum Vorschein. Der Geschmack hält leider nicht, was die Sorte verspricht: Das Gel riecht zwar nach Espresso, schmeckt aber nicht danach.
Der britische Hersteller High5 wirbt für sein Orange Iso Gel mit der “Fruktose-Formel” im Mischungsverhältnis zwei (Maltodextrin) zu eins (Fruktose). Das soll den Flüssigkeitsverlust des Athleten schneller ausgleichen als tradititonelle Sportgetränke aus Glukose, Dextrose, Maltodextrin und anderen Kohlenhydraten. Diese müssen – im Gegensatz zum Fruchtzucker – im Darm noch in Glukose umgewandelt werden, bevor sie vom Blut aufgenommen werden können. Außerdem enthält das Gel Sodium und damit einen relativ hohen Elektrolyt-Wert. Die rechteckige Gel-Verpackung ist allerdings sperrig und mit 60 Millilitern Inhalt viel zu groß, um sie sicher in einer Hand zu halten. Ein Einreißen mit den Zähnen erscheint mangels Perforation nahezu unmöglich, dafür braucht man beide Hände. Ist es erst offen, geht es ganz schnell: Das “Gel” ist flüssig wie Wasser und fließt mit künstlichem Zitronen- statt Orangen-Geschmack in alle Richtungen.
Testsieger: Energy Super Gel
Ein Kompromiss zwischen Handhabung und Geschmack ist das Gel von Powerbar. Die amerikanische Firma wirbt mit “schnellerer Energieversorgung” durch Natrium zur Verbesserung der Flüssigkeitsversorgung. Außerdem steht Powerbar für die Kohlenhydratmischung “C2MAX”, die ein besonderes Verhältnis aus Glukose- und Fruktosequellen enthält. Die handliche Flaschenform lässt sich dank Perforation leicht mit den Zähnen am “Flaschenhals” einreißen. Dann quillt eine Dosis klebrige, braune Flüssigkeit aus der Verpackung mit 41 Gramm. Der Geschmack ist dagegen nichts für empfindliche Zungen: Das Gel schmeckt wie Medizin.
Das Energy Super Gel von Squeezy mit Cola-Geschmack überzeugt in allen Kategorien: Die 25-Gramm-Packung liegt gut in der Hand und lässt sich ohne großen Aufwand einreißen. Der Inhalt ist zähflüssig wie Gel und schmeckt tatsächlich nach Cola, wenngleich auch künstlich. Nur die gelblich-weiße Farbe irritiert auf den ersten Blick. Die Cola-Variante enthält außerdem den Leistungssteigerer Koffein und macht somit aus dem Gel von Squeezy einen genießbaren Energiekick.
Wie ihr das Gel mit einfachen Mitteln noch schneller ausdrücken könnt, erfahrt ihr hier.
Ihr habt Appetit bekommen? In unserem Shop könnt ihr alle Gels online kaufen.
Fotos: triathlon.de

