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Faszientraining: Rollen, Stäbe, Bälle – mach dich locker

8. Februar 2016 von Christine Waitz

Christine WaitzFaszientraining gehört seit nicht allzu langer Zeit fest in das Trainingsprogramm aller Sportler. Zumindest theoretisch. Ähnlich wie gegen das tägliche Dehnprogramm entwickelt man oft eine kleine Hassliebe gegenüber der manchmal unangenehmen und zeitraubenden Einheit. Dennoch lohnt es sich, die zusätzlichen Minuten für ein Faszientraining aufzubringen. Denn fasziale Verklebungen beeinflussen die Funktionalität ganzer Muskelketten und sind so für Leistungsverlust und Verletzungsanfälligkeit mitverantwortlich. Wir stellen euch einige Produkte für das Faszientraining vor.


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Doch Moment mal, was sind eigentlich Faszien und warum kommt man erst jetzt darauf, diese zu „trainieren“?
Faszien durchziehen den gesamten Körper und umhüllen Muskeln und Organe, so die offizielle Definition. Dieses kollagene Bindegewebe kennt manch einer von der Fleisch-Zubereitung als weiße Fasern, die das Stück Fleisch umhüllen. Sie geben dem gesamten Körper Form und Halt und erlauben dennoch Bewegung. Zahlreiche weitere Eigenschaften machen sie jedoch zu einem lange unterschätzten Organ. So dienen sie unter anderem als Informationsnetzwerk, Transportnetzwerk, helfen bei der Immunabwehr, und dienen dem körpereigenen Schutzsystem.

Christine Waitz

Katja Bartsch zeigt Faszientraining

Bei Überlastung, Fehlbelastung oder auch zu wenig Bewegung „verklebt“ das Netzwerk an Fasern und kann nicht mehr reibungslos arbeiten. Probleme sind damit vorprogrammiert. Schmerzen, Bewegungseinschränkungen, Dysbalancen – Faszien zeigen sich für das komplette Programm an Verletzungen (mit-) verantwortlich. Erkenntnisse über diese Strukturen, deren Funktion und Aufgaben, konnten erst dank neuer und hochempfindlicher medizinischer Geräte gewonnen werden. Zuvor hatte man das Gewebe als „Verpackung“ oder „Füllgewebe“ schlicht und einfach missachtet.

Die Qual der Wahl: Rollen, Bälle, StäbeWird also das komplexe Fasziennetzwerk durch alltägliche oder sportbedingte Fehlbelastungen, Überlastung einzelner Strukturen, Stress oder auch Operationen und Narben gestört, wirkt sich das auf die Funktionalität des kompletten Bewegungsapparates aus. Es entstehen Verklebungen, Verhärtungen oder Verdrehungen der Faszien. Wer sich ein feines Gitter aus Fäden vorstellt, das mehr und mehr verknotet, dem wird schnell klar, dass dadurch bald Bewegungen erschwert oder sogar gehemmt werden können.

Die Lösung des Wirrwarrs versprechen unterschiedlichste Schaumstoffrollen, Bälle und Stäbe zur Selbstmassage. Durch das Rollen über die Verklebungen lösen sich diese und werden wieder elastisch und geschmeidig. Bald profitiert man so von einer erhöhten Beweglichkeit und auch von einer besseren Nährstoffversorgung des gesamten Fasziengewebes.

Wir haben uns auf dem Markt umgesehen.

Auf der nächsten Seite: Blackroll, Rocktape & Co.

Übungsvorschläge zum Faszientraining im Flexilender.

Fotos: triathlon.de


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