Energiestoffwechsel im Triathlon:
Eine Mischkalkulation
Konsequenzen für das Training
Als Folge für das Training ergeben sich mehrere Konsequenzen. Die Trainierbarkeit des anaeroben Energiestoffwechsels ist begrenzt, die des aeroben Stoffwechsels sehr groß.
Eine gute Fettverbrennung (Ga1) ist deshalb Basis für gute sportliche Leistungen im Triathlon. Je länger die Distanz, desto wichtiger der Fettstoffwechsel. Für den Ironman ist es trotz Zufuhr von Kohlenhydraten während der Belastung nur eine Frage der Zeit bis die Glykogenspeicher erschöpft sind und der so genannte Hungerast kommt.
Fettverbrennung trainiert man nur dann, wenn der Körper genügend Sauerstoff zur Verfügung gestellt bekommt, ansonsten greift er auf die energetisch günstigeren Kohlenhydrate zurück. Bei gleicher Sauerstoffaufnahme kann der Körper mit Kohlenhydraten nämlich mehr Energie freisetzten als mit Fetten.
Für das Training bedeutet dies, dass Grundlagentraining nie geschwindigkeitsorientiert, sondern immer am Stoffwechsel orientiert sein sollte. Außerdem sollte man während des Trainings darauf achten, dass man während Grundlageneinheiten keine einfachen Kohlenhydrate zuführt, da diese den Fettstoffwechsel unterdrücken. Zudem ist ein effektives Training des Fettstoffwechsels mit einer gewissen Belastungsdauer verbunden, ab der der Körper den Fettstoffwechsel trainiert. Beim Radfahren geht man von einer Belastungsdauer von mindestens zwei Stunden aus, beim Laufen von mindestens 1,5 Stunden.
Für das intensive Training bedeutet dies, dass man weiß wie die Belastungsintensitäten und die Pausenzeiten gewählt werden sollten, damit man das trainiert was man möchte.
Um nur ein Beispiel zu nennen, kann man auf der Bahn 400 Meter Intervalle laufen mit verschiedenen Intensitäten und Pausenzeiten. Wird intensiv gelaufen ist es klassisches Stehvermögentraining, wird submaximal gelaufen ist dies ein gutes Training auch für Ironmanathleten um die Schnelligkeit zu entwickeln beziehungsweise zu erhalten.










