Energiestoffwechsel im Triathlon:
Eine Mischkalkulation
Wie funktioniert der menschliche Energiestoffwechsel unter sportlicher Belastung eigentlich? Viele Mythen und Halbwahrheiten kursieren hierzu, also ist es Zeit das Thema etwas genauer zu beleuchten. Wer versteht wie der Energiestoffwechsel funktioniert, wird auch im Training einige Fehler bestimmt nicht mehr machen.

Von Aerob bis Anaerob, laktazid und alaktazid
Im menschlichen Körper gibt es mehrere Energiebereitstellungsprozesse, die miteinander „vermascht“ sind, das heisst die Prozesse laufen nie alleine ab, sondern es gibt immer einen zeitgleichen Mischstoffwechsel verschiedener Energiebereitstellungsprozesse.
Auf ATP kommt es an
Als Grundlegende Reaktion wird ATP (Adenosintriphosphat) aufgespaltet in ADP+ Phosphor. Dabei wird Energie freigesetzt. ATP ist der zentrale Energieträger im menschlichen Körper. Da der ATP Vorrat sehr schnelle erschöpft wäre gibt es mehrere Reaktionen, die für eine Wiederherstellung des ATPs sorgen.
Als anaerobe alaktazide Reaktion bezeichnete man die für den Ausdauersport eher unbedeutende Reaktion des Kreatinphosphats + ADP in Kreatin und ATP. Anaerob deswegen, weil kein Sauerstoff gebraucht wird und alaktazid, weil kein Laktat gebildet wird. Der Kreatinphosphatspeicher ist sehr schnell erschöpft (circa nach 10 Sekunden bei maximaler Belastung) und spielt aufgrund der hohen Energieumsatzraten (Energie/Zeit) die erreicht werden können im Kraftsport und Sprint eine bedeutende Rolle.
Die Reaktion, bei der Glucose (Kohlenhydrate) ohne Sauerstoff verstoffwechselt wird, bezeichnet man als anaerob laktazid. Hier entsteht unter anderem als Endprodukt Laktat, ein Stoffwechselzwischenprodukt, welches anzeigt, wie stark der laktazide anaerobe Energiestoffwechsel in Anspruch genommen wird. Anhand der Laktatleistungskurve kann man damit die Leistungsfähigkeit eines Menschen darstellen.
> siehe auch: Leistungsdiagnose










