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Echt Krell: Heißhungrig – Essen was das Zeug hält

4. Februar 2010 von Michael Krell - 1% beliebt

Heißhungrig - Essen was das Zeug hältWenn der kleine Hunger kommt, dann weiß jeder was zu tun ist. Was aber passiert wenn die ganze Aktion aus dem Ruder läuft und man nicht mehr Herr seiner Geschmackssinne ist? Das hat Michael Krell neulich durchlebt. Manchmal darf es auch mal mehr sein.

Nach wochenlanger selbstauferlegter Askese, inklusive des Erreichens meines Wettkampfgewichtes von 80 Kilogramm am Sonntag, schaufelte ich heute beim Einkaufen die halben Ladentheken in meinen Korb. Von Milchschnitte bis Fleischklops und Nutella bis Hariba, alles musste mit.

Und das obwohl ich mich sogar ein Einkaufsregel Nr. 1 gehalten habe:

“Gehe nie hungrig einkaufen!”

Vorher hatte ich extra einen Teller von den Nudeln von gestern abend verdrückt. Geholfen hat es anscheinend nix.

Den ganzen Tag fühlte ich mich schon echt schwach und ich war völlig platt von den letzten Tagen. Meine Oma wollte schon Schweinebraten mit Klößen durch das Telefon schicken, als sie erfuhr wie sehr ich “abgekommen” war ;-)

Anscheinend braucht der Körper auch ab und zu mal den Zuckerflash und speziell bei Triathleten kann das öfters mal vorkommen.

Zuhause angekommen war ich gar nicht mehr vom Kühlschrank wegzubekommen. Hier mal ein Fischklops, da mal ein Quark, dort mal eine Milchschnitte und das Ganze garniert mit Gummibärchen. Anfangs ein echter Traum, hatte ich mir doch für Wochen alle Süßigkeiten verkniffen. Ich war quasi noch “Weihnachtsgeschädigt”.

Nach einer Stunde allerdings stellte sich das “Gesetz des abnehmenden Grenznutzens” ein und jede weitere Nascherei steigerte eher mein komisches Gefühl im Magen als mein Glücksgefühl.

Abrupt musste ich meinen Küchenbesuch einstellen, da mir langsam übel wurde. Das ist wie mit dem Training – wer glaubt das es auf den Umfang ankommt, der irrt. Mein Bedarf an Süßigkeiten war jedenfalls gedeckt für die nächsten Tage.

Aber das Erstaunliche ist, dass es mir heute wieder blendend geht und die Müdigkeit wie weggeblasen ist aus meinem Körper. Das Training kann wieder beginnen. Also, selbst wenn es euch ab und an mal ähnlich geht und ihr das halbe Haus zusammen futtert (auch gern gesehen bei Parties), macht euch nichts daraus.

Kein Grund für ein schlechtes Gewissen, anscheinend brauchen wir das einfach mal.

In diesem Sinne…Mahlzeit

krelli

> Triathlon-Tagebuch: Echt Krell – Von Beruf kein Triathlet

Michael Krell ist Autor des Artikels und zudem ein sehr aktiver und erfolgreicher Triathlet. Nachdem er sich die Quali für Hawaii beim Ironman Zürich 2008 bereits einmal sichern konnte wurde er 2009 zum Sub9 Finisher beim Challenge Roth.Krelli treibt auch bei uns im Forum sein unwesen und hat seinen eigenen Blog.
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