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Die Schwedenbrille:
Schwimmbrille mit Kultstatus

19. Januar 2009 von Christian Friedrich
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Bild: Die Schwedenbrille

Zwei Hartplastikschalen, etwas Gummiband und Nasensteg – das war´s. Die Schwedenbrille ist einfach, aber Kultobjekt in der Schwimmszene. Warum sie vor über 35 Jahren das Licht der Welt erblickte – hier die Geschichte dazu.


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Einfach aber effektiv
Die Schwedenbrille besteht aus zwei Hartplastikschalen, die per Kodel verbunden sind. Als Kopfband dient ein einfaches Gummiband. Alles das macht sie zwar einfach, aber auch sehr leicht verstellbar. Sie ist wohl die einzige Schwimmbrille, die man sich selber zusammenbauen muss und wohl auch die Einzige, die es bereits für knapp 2 Euro zu kaufen gibt.

Die Schwedenbrille: Entweder man liebt sie, oder man hasst sie, ein vielleicht gibt es nicht.

Bild: Erfinder der Schwedenbrille Tommy Malmsten

Bild: Erfinder der Schwedenbrille Tommy Malmsten

Die Idee zur Schwedenbrille
Malmsten AB ist der Hersteller der original Schwedenbrillen. Als Tommy Malmsten, damals der Chef eines sehr erfolgreichen Schwimmvereins, vor über 35 Jahren die Schwedenbrille erfand, nannte er sie „monterbara simglasögon“. Die Franzosen nennen sie „lunettes suèdoises“ und in englisch werden sie „swedish googles“ genannt.


Klare Ansage: Schwedenbrillen sind nicht zum Tauchen oder für im Wasser spielen geeignet, sondern zum Schwimmen bestimmt.

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Bild: Die Schwedenbrille verspiegelt

Empfindliche Haut
Der Olympiatrainer Malmsten hatte eine Schwimmerin mit Namen Ann-Sofi Roos. Die Haut um ihre Augen der Sportlerin war sehr sensibel und sie hatte deshalb viel mit Allergien und Ekzemen zu kämpfen. Also löste Tommy Malmsten das Problem, indem er bei der neuen Schwimmbrille den Kunststoffsilikonrand weglies und schon bald darauf nahm der Siegeszug der „einfachen“ Schwimmrille seinen Lauf.

Mit den schwedischen Eliteschwimmern kam die Schwedenbrille dann nach Europa und auch weiter in die USA. Da “Monterbara” von der Aussprache zu kompliziert war, wurde sie irgendwann einfach nur Schwedenbrille genannt.

Einfach verpackt
Die Schwedenbrille kommt in einer Kunststofftasche daher mit zwei hochqualitativen Linsen, einem Gummiband und für den Nasensteg eine Kunststoffnasensteghülle und einer Kordel.

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Bild: Die Schwedenbrille in vielen Tönungen

Zu Anfang wurden die die Linsen in einer kleinen Stadt namens Sätaröd in Skåne (Südspitze von Schweden) produziert. Die Gummikopfbänder und der Nasensteg – alles wurde per Handarbeit geschnitten und anschließend in Familienarbeit in die Plastikbeutel gefüllt. An der Verpackung hat sich seitdem nichts mehr geändert.

Der Erfolg der Schwedenbrillen ist, dass man sie selber zusammenbauen muss, so dass sie dann auch perfekt sitzen soll. Schnell wurde es im Eliteschwimmsport eine Tradition (vielleicht auch aus therapeutischen Gründen), sich die Brillen vor einem wichtigen Wettkampf selber zusammenzubauen.

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Bild: Halteband und Nasensteg

Auch mit Anti-Fog und verspiegelt
Mittlerweile ist weitere Forschung und Entwicklung in das Design eingeflossen und die Produktion ist nach China verlagert worden. Das Standardmodell ist in sechs Farben/Tönungen zu haben, drei Anti-Beschlag-Farbmodelle werden angeboten und auch drei Farben mit verspiegelter Optik sind nun zu bekommen. Aber eines ist immer noch gleich: Der klassiche Plastkbeutel, den es schon vor 30 Jahren gab.

Nachahmer
Der Hersteller Malmsten AB baut die Brillen zum Beispiel für die Firma Speedo. Arena hat mit dem Modell „Swedish elite competition“ bereits vor Jahren einen Kopieversuch gestartet.

Das Orignal erkennt man daran
Die Schwedenbrille liegt in einem kleinen Plastiktütchen mit der Aufschrift “Swedish Original Monterbara Goggles”. Zudem ist darunter natürlich eine schwedische Flagge und dann der Firmenname und die Adresse Malmsten AB Tarining Equipment aufgedruckt.

Info: Malmsten AB

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