Die Raelert-Brothers sind auf Weg nach Kona. Andreas und Michael Raelert wollen am 13. Oktober 2012 gemeinsam beim Ironman Hawaii an den Start gehen. Beide haben schließlich einen Traum – der Name Raelert soll eines Tages in der Siegerliste der Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii stehen. Dafür arbeiten sie, dafür leben sie als Sportler. Wie das Training der beiden aufgebaut ist erfahrt ihr in der zweiten Ausgabe unserer Serie “Die Lieblingseinheiten der Profis”.

Zunächst gibt es keine Überraschungen in Sachen Trainingsaufbau - eine breite Grundlagenform wird erarbeitet und anschließend werden punktuelle Akzente gesetzt. Dazu gehören dann verschiedene Kerneinheiten, die den beiden Rostockern den nötigen Feinschliff im Training geben.
Koppeltraining als perfekte Wettkampfsimulation
„Für mich gehört in der Vorbereitungsphase auf die großen Wettkämpfe ein langes Koppeltraining zu den wichtigsten Einheiten“, sagt Andreas Raelert, „meine Lieblingseinheit ist eine Wettkampfsimulation, bei der man ein gutes Gefühl für das Tempo bekommt, das im Rennen angeschlagen wird.“
Der Weltrekordler auf der Ironman-Distanz setzt in der Vorbereitung auf die Ironman European Championship am 8. Juli in Frankfurt und auf die Weltmeisterschaft im Oktober in Kona regelmäßig auf diese Lieblingseinheit, ein langes Koppeltraining auf höchstem Niveau: „Ich fahre dabei vier Stunden lang knapp unterhalb meiner Wettkampfgeschwindigkeit. Direkt im Anschluss daran folgt ein Lauf über eine Stunde – wieder etwa in dem Geschwindigkeitsbereich, den ich auch im Rennen anstrebe“, erklärt der amtierende Europameister von 2010 und Gewinner der Challenge Roth 2011.
„Diese Einheit gibt mir den richtigen Schliff und die nötige Tempohärte – außerdem stärkt sie mein Selbstvertrauen.“ Genauso wichtig ist es für Andreas und Michael Raelert aber auch, den Kopf auf die intensiven und langen Wettkämpfe vorzubereiten. „Die mentale Stärke ist der Schlüssel zum Erfolg“, erklärt Andreas Raelert.
Trainings- und Wettkampfplanung sind wichtig
Alle Trainingsabläufe der Raelert-Brothers werden den Jahreszielen im Vorfeld angepasst, entsprechend werden das Training und der Rennkalender aufgebaut und strukturiert. „Man versucht alles dafür zu tun, dass man am Tag X den perfekten Tag erleben darf“, sagt Andreas Raelert. Der amtierende Hawaii-Dritte und sein Bruder Michael wünschen sich, dass sie diesen Tag X am 13. Oktober 2012 in Kona erleben dürfen. Dafür zählen auf dem Weg nach Kona jeder Tag und jede Trainingseinheit.
Foto: Ingo Kutsche – www.sportfotografie.biz



