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Die 10 größten Fehler im Trainingslager

22. Februar 2016 von Christine Waitz

Foto: Christine Waitz,   freiIm Trainingslager will man das Beste herausholen. Denn in diesen Wochen werden die Grundlagen für die kommende Saison gelegt. Maximaler Umfang, gute Gruppendynamik und Konzentration auf ausschließlich dem Training. Doch es lauern auch Gefahren. Was die zehn größten Fehler sind, die ihr in den trainingsreichsten Wochen  des Jahres machen könnt, das erfahrt ihr hier.


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Fehler 1: Mit null Kilometern anreisen

Das Ziel eines Radtrainingslagers ist klar: Viele Kilometer sammeln und dazu noch das Schwimm- und Lauftraining nicht vollständig vernachlässigen. Auch wenn hier die Radgrundlagen gesetzt werden, solltet ihr bereits einige Kilometer in den Beinen haben. Somit entfällt die Eingewöhnungsphase und ihr könnt euch direkt an den Aufbau der Grundlagenausdauer machen.

Wie ihr in den Wochen vorher am besten trainiert, das erklärt euch Takao Mühmel hier.

Fehler 2: Ohne Ersatzteile anreisen

Foto: Nora Reim freiSchon beim Packen entscheidet sich, ob alle Einheiten klappen, oder nicht. Besonders in südlichen Ländern sind die Straßenverhältnisse nicht immer perfekt. Schlechte Wegstrecken, Scherben oder Steinchen auf der Fahrbahn führen schnell zu Defekten. Ist dann noch der nächste Radhändler weit entfernt, oder schlecht ausgestattet, wird es eng. Deshalb sollten einige essentielle Ersatzteile (Mantel, Schläuche, Kette, Schalt und Bremszug) und etwas Werkzeug stets mit in den Koffer.

Fehler 3: Von der Gruppendynamik hinreisen lassen

Natürlich geht es im Trainingslager darum einmal ordentlich auf den Putz zu hauen. Doch gerade in den ersten Tagen sollte man sich von der Gruppendynamik nicht allzu sehr verleiten lassen. Der Körper muss sich erst an die veränderten Gegebenheiten wie Temperatur, Wind und Tagesablauf gewöhnen. Wer in den letzten Tagen noch Kraft hat, hat alles richtig gemacht und kann dann seine Spitzen noch setzen. Wer hingegen zu Beginn schon zu viel Einsatz zeigt, landet nicht selten nach dem ersten Block kränkelnd oder ausgelaugt auf dem Zimmer.

Fehler 4: Wettkampfgewicht im Trainingslager erreichen

Um dem Winterspeck den Kampf anzusagen ist das Trainingslager der falsche Zeitpunkt. Denn genau jetzt hat der Körper schon genug zu tun die gesteigerten Umfänge und Intensitäten zu verkraften. Versucht man durch eingeschränkte Nahrungszufuhr Gewicht zu machen, begibt man sich nicht nur in die Gefahr einen Hungerast im Training zu provozieren, sondern strapaziert auch sein Immunsystem, das durch das harte Training sowieso schon gefordert ist. Besser ist es, genügend und ausgewogen zu essen und in den Wochen darauf auf die Ernährung zu achten.

Fehler 5: Völlerei am Buffet

Foto: Christine Waitz, freiDoch auch auf der anderen Seite droht Gefahr. Das verlockende Buffet zum Frühstück und Abendessen lädt ein, sich den Bauch voll zu schlagen. Doch denkt daran: um die Nahrungsmassen zu verdauen, muss der Körper richtig viel Arbeit aufwenden. Diese Energie fehlt euch vor allem nach dem Frühstück in der ersten Stunde auf dem Rad. Wer abends ausgehungert über das Buffet herfällt, riskiert die effektive Nachtruhe. Auch im Trainingslager sollte man versuchen, die Nahrung auf mehrere kleine Mahlzeiten zu verteilen.

Fehler 6: Die richtige Bekleidung wählen

Natürlich erscheint die Sonne im Süden als herrlich warm, wenn man aus dem europäischen Winter anreißt. Doch Vorsicht! Besonders in den ersten Monaten des Jahres wird es Abends und Nachts noch empfindlich kalt, auch in den beliebten Trainingslager-Destinationen. Zudem hat der Körper weniger Energie als normal zur Verfügung, das Immunsystem aufrecht zu erhalten. Besonders für nach dem Schwimmtraining und für die restliche trainingsfreie Zeit sollten Jacke, lange Hose und auch Mütze auf jeden Fall in den Koffer.

Fehler 7: Sonnenschutz

Foto: Christine Waitz, freiNach den dunklen Monaten ist die Haut an das Sonnenlicht kaum mehr gewöhnt. Die intensive Sonne in den südlichen Breitengraden verursacht schnell einen Sonnenbrand. Auch wenn manch ein Athlet seine Trikotränder pflegt: bei Sonnenbrand muss der Körper unnötig Energie für Reparaturen aufwenden. Energie, die dann unter Umständen dem Immunsystem nicht mehr zur Verfügung steht. Deshalb: Unbedingt die Sonnencreme einpacken.

Fehler 8: Zu wenig Flüssigkeit

Wer den ganzen Tag im Büro sitzt, braucht nicht ganz so viel. Wer hingegen mehrere Stunden am Tag mit Training verbringt, sollte seinen Flüssigkeitshaushalt gut im Griff haben. Trinkt man zu wenig, wird das Blut dicker, der Transport funktioniert nicht mehr gut, Leistungseinbußen sind die Folge. Einen Liter und mehr kann man pro Trainingsstunde verlieren. Wer gerne einmal vergisst zu trinken, kann sich neben Wasser auch verschiedene Geschmacksrichtungen an Isogetränken anmischen. Für die Freizeit bringen Säfte oder Tees willkommene Abwechslung.

Foto: Christine Waitz, frei

Fehler 9: Ruhetage einhalten

Ein guter Plan ist halb gewonnen. Denn die richtige Einteilung von Be- und Entlastung führt zum Ziel: dem Leistungszuwachs. Deshalb sollten die Ruhetage, die der Trainingsplan vorsieht auch eingehalten werden – egal wie sehr das gute Wetter lockt. Wer am Entlastungstag trotzdem etwas tun möchte, kann etwas locker schwimmen gehen, oder auch einmal eine ausgedehnte Dehn-Einheit einlegen. Damit man am nächsten Tag wieder richtig fit ist.

Fehler 10: Auf ausreichend Schlaf achten

Im Schlaf regeneriert der Körper besonders effektiv. Wer ein gutes Körpergefühl hat, wird merken, dass er im Trainingslager auch mal eine Stunde länger im Bett benötigt. alle anderen sollten darauf achten, abends nicht allzu lange an der Bar, oder im Sportler-Kreis zu versacken.

Wer all diese Punkte beachtet, wird sein Trainingslager gesund überstehen und die Grundlagen für eine erfolgreiche Saison legen können!

Fotos: Nora Reim, triahtlon.de

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