Der lange Lauf –
Wie lang sollte lang sein?
An dieser Stelle sei noch kurz auf Aussagen wie „Lange Läufe machen langsam“ oder „Nur schnelles Training macht schnell“ eingegangen.
Es ist sicher richtig das ab einem bestimmten Leistungsniveau gezielt intensive Intervallbelastung ins Trainings integriert werden müssen. Auch zur Vorbeugung oder Verhinderung einer andauernden Trainingsmonotonie. Und dies vor allem im Kurzdistanzbereich. Doch bis dieses Leistungsniveau erreicht ist, kann über gut geplantes Grundlagentraining stabil die Leistungsfähigkeit gesteigert werden. So können reine Marathonzeiten von +/- 3 Stunden auch durch reine extensive und intensive Grundlageneinheiten erreicht werden. Es geht hier um die Möglichkeit der Leistungsentwicklung durch Grundlagentraining. Das Sprints, Steigerungsläufe und kurze intensive Intervalle zu neuro-muskulären Aktivierung und zur Willensschulung geplant werden, kann durchaus sinnvoll sein, aber nicht als gezielte Anpassung im Stoffwechseltraining.
Wie man erkennen kann, gibt es kein Patentrezept für die optimale Dauer von langen Läufen. Hauptkriterien sollten die geplante Wettkampfdauer, die Gesamttrainingsbelastung und die Trainingserfahrung sein.
Wichtig ist jedoch, dass man ohne ein entsprechend ausgerichtetes Grundlagentraining nie die individuell maximale Leistungsfähig entwickeln wird. Zudem entwickelt sich ein instabiles Leistungsniveau, welches oft nicht gesund über eine ganze Saison aufrecht erhalten werden kann.










