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Wie lang sollte lang sein?

Der lange Lauf –
Wie lang sollte lang sein?

13. November 2011 von Arne Bentin

grundlagentraining-laufen-7-fragen-7-antwortenAber zurück zur Frage: Wer braucht wie viel?
Grundsätzlich sollte das Maß, welches an reinem Umfangstraining absolviert wird natürlich an der angestrebten Wettkampfdistanz, bzw. der erwarteten Wettkampfdauer orientiert sein. So muss ein Sportler, der maximal eine olympische Distanz in Angriff nimmt sicher keinen langen Lauf über 3 Stunden anstreben. Hier sollten, wenn man von einer Laufzeit über die 10 km von +/- 60 Minuten ausgeht, je nach Leistungsstand natürlich auch deutlich darunter, Grundlagenläufe von max. 1,5 Stunden ausreichend sein.

Weniger Erfahrung, langsamer steigern

Mit dem Ziel ein Langdistanzrennen zu bestreiten, sollte eine Unterscheidung im Trainingsaufbau je nach Leistungsstand stattfinden. Hier ist es wichtig das bei Sportlern mit weniger Erfahrung auf einen kontinuierlichen Umfangsaufbau geachtet wird, welche mit langen Läufen von etwa 2,0 bis 2,5 Stunden Dauer enden. Bei erfahrenen Athleten kann das Training auch eher sprunghaft geplant werden, so dass die längsten Läufe nur hin und wieder eingestreut werden um einen starken Reiz vor allem auf die Stoffwechselaktivität zu setzen. Die restliche Trainingszeit kann andersweitig genutzt werden.

Länger als 5 Stunden muss nicht sein
Aus Untersuchungen an Radsportlern konnte gezeigt werden, dass Trainingseinheiten, die länger als 5 Stunden andauern physiologisch keinen weiteren Trainingsreiz setzen. Übertragen ist davon auszugehen das bei einem Lauftraining, welches in der Summe belastender ist als ein Radtraining, dieser kritische Belastungszeitraum bei etwa 2,5 Stunden liegt.

Untersuchungen an Läufern haben gezeigt, das zwischen einer Belastungsdauer von 2 und 3 Stunden die höchste Konzentration an freien Fettsäuren gemessen werden konnte, d.h. in diesem Zeitraum ist der Lipidstoffwechsel in seiner Aktivität optimal aktiv. In dieser Hinsicht bringt eine noch längere Belastungsdauer keinen weiteren positiven Reiz auf das Stoffwechselverhalten.


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Arne Bentin ist Autor des Artikels. Arne ist Sportwissenschaftler und Heilpraktiker. Früher Straßenradfahrer in der U23 Bundesliga, heute als Hobby im Triathlon aktiv. Seine heutigen Arbeitsschwerpunkte als Selbstständiger im ATZ-RheinMain liegen im Bereich der Trainingssteuerung im Ausdauersport. Von Leistungsanalyse bis Nährstoffsupplementation. Für die Zukunft zunehmend auch im therapeutischen Bereich des Bewegungsapparates.
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