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Verhalten im Wettkampf: Taktik, Strategie & Troubleshooting Das beste Training nutzt nicht viel, wenn der Motor am Renntag ins Stocken gerät. Hart anfahren oder gemächlich loslegen - die beste Taktik und Hilfe zur Selbsthilfe: Hilfe, es klemmt! Im Training bin ich der Größte aber am Wettkampftag bekomme ich Probleme...

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Alt 01.09.2010, 21:26   #1
druski
Mit Stirnlampe auf dem Kopf Renner
 
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Registriert seit: 07.06.2009
Ort: Fürstenfeld, Austria
Alter: 23
Beiträge: 447
Niedrige Trittfrequenz?

Hallo,

Normalerweise achte ich darauf nie unter 90 und nie über 110 U/min zu kommen, weil ich irgendwo gehört hab, dass das Gelenkschonender und besser für die Muskeln ist!

Mein Vereinskollege Andi Fuchs hatte beim Austria Triathlon letztes Wochenende eine Durchschittsfrequenz von 78 und ist damit auch die schnellste Radzeit auf 180km gefahren! Hier sind seine SRM-Daten

Schon klar, das er einfach ein Top-Radler ist, aber das Ganze hört sich schon ziemlich hart an. Was für Auswirkungen hat das auf die Beine, wenn man in die Laufschuhe wechselt? Kann man sowas empfehlen?
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Alt 01.09.2010, 21:38   #2
modoufall
Rettungsschwimmer können doch gar nicht richtig...
 
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Alter: 51
Beiträge: 1.065
AW: Niedrige Trittfrequenz?

der vereinfachte Zusammenhang: höhere TF schont die Beine und belastet den Kreislauf. Wie so oft im Tria-Leben (gibts sonst eigentlich noch eins?) muss man selber rausfinden, was man persönlich am besten verträgt.
__________________
I'm 51, please help me through transition (or read my blog)
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Alt 02.09.2010, 01:06   #3
CHA23
Triathlonphilosoph
 
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Alter: 37
Beiträge: 1.030
AW: Niedrige Trittfrequenz?

Was ist denn an TF 78 so erschreckend niedrig?
__________________
Servus,

CHA23
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Alt 02.09.2010, 01:06   #4
SayWhat?
Mit Stützrädern-Fahrer
 
Registriert seit: 12.08.2010
Beiträge: 27
AW: Niedrige Trittfrequenz?

Hey,


ich trainier meistens auch so um die 100 upm, und im Wettkampf geh ich dann auch auf 75 Umdrehungen runter. Irgendwie sind fuer mich die Leistung im 300W bereich dann einfach angenehmer zu treten...
Beim Laufen merk ich dann schon nen deutlichen Unterschied. Bei Draftingrennen fahr ich meistens ne deutlich hoehere Trittfrequenz und hab dann auch immer nen lockereren Schritt danach. Die Zeit is dann meistens auch um fast ne minute schneller auf die 10k.
Glaub aber das ich die Zeit in nem normalen Rennen nicht Reinlaufen koennte, die ich mir durch die hoehere Wattzahl spare.
Is immer irgendwie ein Abwiegen...

Hab allerdings mal gehoert das Thomas Hellriegel und Zäck früher auch ziemlich niedrige Trittfrequenzen treten. Is zumindestens auf meiner Hawai Doku von 1997 so gesagt worden...
Allerdings sind beides natürlich auch keine Laufgazellen wie ein Alexander...

Grüße
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Alt 02.09.2010, 08:00   #5
druski
Mit Stirnlampe auf dem Kopf Renner
 
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Registriert seit: 07.06.2009
Ort: Fürstenfeld, Austria
Alter: 23
Beiträge: 447
AW: Niedrige Trittfrequenz?

Zitat:
Zitat von CHA23 Beitrag anzeigen
Was ist denn an TF 78 so erschreckend niedrig?
280Watt mit 78Upm auf 180km mit nem 41er-Schnitt! ERSCHRECKEND!
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Alt 02.09.2010, 08:33   #6
moser2001
Nach dem Freischwimmer darf ich allein in den See
 
Registriert seit: 14.10.2009
Ort: Wetterau
Alter: 42
Beiträge: 119
AW: Niedrige Trittfrequenz?

... zu viel Trainingshilfsmittel - zu viel Theorie - zu viel unnötigen Überlegungen ...
Einfach auf den Körper hören - nicht übertreiben in beide Richtungen .
Nicht jeder kann unter Belastung mit Nähmaschinen-TF effektiv fahren - und auch nicht jedem "schadet" etwas härtere Übersetzung. Sehr großen Einfluss hat die Sitzposition (höhere TF -> Sattel mehr nach vorne - kleinere TF -> nach hinten) - auch sehr individuelle Sache.
Was dein Körper besser verträgt und welcher Fahrstil günstiger für das danach kommende Laufen ist musst Du selber rausfinden.
Ich würde hier drei Faktoren betrachten:
- Geschwindigkeit (Leistung)
- Puls
- Körperreaktion

.... bin vielleicht altmodisch ...
__________________
Gruß
moser
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Alt 02.09.2010, 09:26   #7
TimK
Nach dem Freischwimmer darf ich allein in den See
 
Registriert seit: 12.03.2007
Alter: 28
Beiträge: 110
AW: Niedrige Trittfrequenz?

Ich hatte meinen Coach auch mal gefragt, weil ich früher immer mit 95rpm gefahren bin und er mich auf 75rpm trimmte. Man soll ja nicht immer einfach nur alles machen, sondern die Dinge intelligent hinterfragen.

Ergebnis:
Er selbst hat an Studien an der SpoHo Köln teilgenommen die den Aspekt Trittfrequenz und anschließende Laufleistung untersucht haben. Dabei kam kurz und knapp heraus: Die Probanden liefen alle besser, wenn Sie mit Frequenzen zwischen 75rpm und 85rpm gefahren sind. Trainierte wie Untrainierte.

Coach Olaf ist ja auch dafür bekannt, dass er mit 65rpm hoch wie runter fährt und am Ende noch mega hart laufen kann.

Es gilt aber wie immer, Eingewöhnungszeit und den eigenen Bereich erkunden. Nicht jeder fährt mit 70rpm super. Manche fahren 65rpm, andere 80rpm.

Gruß
T!M
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Alt 02.09.2010, 10:37   #8
ender
Mod, die rechte und linke Hand vom Chef
 
Benutzerbild von ender
 
Registriert seit: 21.05.2002
Ort: Neubrandenburg
Alter: 40
Beiträge: 5.974
AW: Niedrige Trittfrequenz?

Zitat:
Zitat von druski Beitrag anzeigen
Was für Auswirkungen hat das auf die Beine, wenn man in die Laufschuhe wechselt? Kann man sowas empfehlen?
schau dir in diesem zusammenhang als paradebeispiel einfach mal die karriereergebnisse eines björn andersson aus schweden an. damit meine ich nicht seine gesamtergebnisse (die sind nämlich realtiv gut), sondern das missverhältnis zwischen seinen rad- und laufeinzelplatzierungen. da der mann profi ist, gehe ich mal davon aus, dass der von hause aus beides recht gut kann, sich beim rad aber durch seine ungewöhnliche presserarbeit (niedrige TF) jedesmal dermaßen die beine dichtschießt, dass dann beim laufen gar nichts mehr geht.
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Alt 02.09.2010, 11:08   #9
Milorz
Tri-Oger: What a man!?
 
Benutzerbild von Milorz
 
Registriert seit: 07.08.2006
Beiträge: 1.196
AW: Niedrige Trittfrequenz?

Zitat:
Zitat von moser2001 Beitrag anzeigen
... zu viel Trainingshilfsmittel - zu viel Theorie - zu viel unnötigen Überlegungen ...
Einfach auf den Körper hören - nicht übertreiben in beide Richtungen .
Nicht jeder kann unter Belastung mit Nähmaschinen-TF effektiv fahren - und auch nicht jedem "schadet" etwas härtere Übersetzung. Sehr großen Einfluss hat die Sitzposition (höhere TF -> Sattel mehr nach vorne - kleinere TF -> nach hinten) - auch sehr individuelle Sache.
Was dein Körper besser verträgt und welcher Fahrstil günstiger für das danach kommende Laufen ist musst Du selber rausfinden.
Ich würde hier drei Faktoren betrachten:
- Geschwindigkeit (Leistung)
- Puls
- Körperreaktion

.... bin vielleicht altmodisch ...
dto.

die meisten sind doch AMATEURE und nicht Profis. Nix gegen techn. Spielereien, aber selbst der beste Compufter kann das Körpergefühl nicht ersetzen.

blood against steel...
minds against electricity..

damit meine ich, dass man es mit der Technik auch übertreiben kann.

es grüßt euch der Laplace`sche Dämon mit La`metrie`s Worten: la home machine?!

MiL
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Alt 02.09.2010, 12:54   #10
Luigi
Rettungsschwimmer können doch gar nicht richtig...
 
Registriert seit: 12.07.2003
Ort: München
Alter: 43
Beiträge: 1.114
AW: Niedrige Trittfrequenz?

So generell lässt sich das mit der optimalen Trittfrequenz für Triathlon nicht sagen. Ist wirklich sehr individuell, mit welcher Frequenz "du" die beste Gesamtleistung im Triathlon erzielst.
Zeiten in denen immer Lehrbuchmäßig gepredigt wurde >100rpm ist wohl vorbei, gute Triathleten belegen ja auch, daß das nicht zwingend so sein muss. Manche fahren nur 70-85rpm und sind ganz vorne dabei. Vom Profil der Strecke hängt das auch etwas ab. Natürlich von den körperlichen Voraussetzungen des Athleten. Wer leicht ist und keine oder geringe Kraft hat muss natürlich zwangsläufig hohe Frequenzen und kleine Gänge nehmen um Leistung zu bringen. Kraftpakete können dickere Gänge treten (mit Pizzascheiben 56/11) und etwas niedrigere Frequenzen wählen und ihr HK-System entlasten, was für den nachvolgenden Lauf und bei Hitze auch nicht unbedeutend ist, denn spätestens da ist der Puls sowieso 3-4h fast am Anschlag. Sie laufen oft auch nicht langsamer als die Nähmaschinenfahrer. Deren HK System vielleicht am Ende des Marathons die Leistungsfähigkeit limitiert.

Vermutlich muss jeder für sich herausfinden, in welchem Frequenzbereich seine Leistung am optimalsten ist. Jedem zu raten 100-110rpm ist optimal oder darf nicht <80rpm, ist vermutlich so schwachsinnig wie allen Lesern einer Laufzeitschrift einen Marathonplan zu schreiben, der sagt: Trainiere heute bei Puls 140. Für 20-30% der Leser ist das vielleicht richtig.

Wenn du einen Leistungsmesser hast, oder leihen kannst, es gibt gute Software z.b. von Trainingspeaks da wird TF und Watt, Geschw. ect grafisch dargestellt. Dann sieht man bei welcher TF deine Trittleistung und Performance am besten war. Kannst du im nachhinein noch gleich gut laufen, dann war das die optimale Frequenz.

Wer Draftingrennen macht, muss natürlich mit den Frequenzen gut varieren können und auch hohe Frequenzen treten können um an der Gruppe zu bleiben. IM Athleten hingegen brauchen so was nicht unbedingt.

@TimK: Tröstet mich, daß Olf fast meine Frequenz fährt, dann besteht noch Hoffnung Er ist aber auch ein mega Kraftpaket. Wie Björn Andersson. Wobei beim abschließenden Marathon hatte er immer seine Probleme. Kann aber auch an seiner extremen Aeroposition gelegen haben. Er liegt ja fast auf dem Vorderrad. Mit der Haltung könnte ich nach dem 180km Radfahren vermutlich gar nicht mehr laufen.
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