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Verhalten im Wettkampf: Taktik, Strategie & Troubleshooting Das beste Training nutzt nicht viel, wenn der Motor am Renntag ins Stocken gerät. Hart anfahren oder gemächlich loslegen - die beste Taktik und Hilfe zur Selbsthilfe: Hilfe, es klemmt! Im Training bin ich der Größte aber am Wettkampftag bekomme ich Probleme...

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Alt 09.06.2011, 09:03   #51
Dodger
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AW: Beim Schwimmen aufgegeben - Panik - Hat irgendeiner schon sowas erlebt?

Dann geb ich auch noch mal meinen Senf dazu ab:

Beim schwimmen habe ich mich noch nie heimsich gefühlt. Habe es auch erst Anfang diesen Jahres hinbekommen, mal 500 Meter am Stück durchzuschwimmen. Danach machte es klick und es klappten auch 2km am Stück. Auf ner 25 Meter Bahn.

Dieses Jahr stand dann der erste Triathlon in Calw an. Der Unterschied zwischen einer 25 und 50 Meter wurde mir dann schnell klar, als ich nach 30-40 Metern schwächer wurde. Die kurze Atempause fehlte einfach. Nach 100 Metern musste ich erstmal ne Pause am Beckenrand einlegen. Eigentlich wollte ich da schon aufhören, bin dann aber irgendwann weiter. Erst als ein anderer Schwimmer von hinten ankan und mir auf die Füße schlug hatte ich den Kopf frei und konnte zügiger und "befreiter" schwimmen. Von Atemnot war da nichts mehr zu spüren.

Drei Wochen später war dann das erste mal Freiwasserschwimmen im Neckar angesagt. Das erste mal im Neo. Den hatte ich vorher nur beim Testschwimmen angehabt. Der Startschuss bzw. die Tröte kam sehr schnell und überraschend. Ich war im letzten Viertel und schwamm zu schnell los. Habe von Anfang an meinen Vordermann gespürt, respektive seine Füße. Wollte mich dann orientieren und hob brav den Kopf aus dem Wasser. Im Hallenbad hatte ich das Kopfheben und umschauen geübt.... im Freiwasser mit anderen "Planschern" war das aber was ganz anderes: Ich nahm erstmal nen ordentlichen Schluck Wasser, fing an zu Husten, würgen, rülpsen, bekam Atemnot, hyperventilierte.... und hatte zu dem Zeitpunkt lediglich 20 Meter geschafft. Der Rest ist Geschichte: bin per brust weitergeschwommen, wollte mich aber auch schon nach 100 Meter rausziehen lassen. Hinter mir waren dann aber noch ne Hand voll anderer langsamere Schwimmer und bin tapfer die restlichen 400 Meter weiter geschwommen. Bin als 5. letzter Mann aus dem Wasser und durchs radeln und laufen letztlich noch im Mittelfeld gelandet.

Ich schiebe das alles mal auf falschen Ehrgeiz und Nervosität.

Diese Woche bin ich dann das erste mal dazu gekommen, das Freiwasserschwimmen zu üben. Schön alleine im Badesee mit dem Gedanken, dass keiner schnell genug da sein wird, falls was passiert. Habe von Anfang an versucht positiv zu denken (schööön visualisieren *gg*) und vor allem langsam und locker los. Die ersten Meter waren holprig, dann wurde es besser und auch schneller. Das orientieren klappte auch und ehe ich mich versah, waren 1000 Meter geschafft.

Nächste Woche steht für mich der dritte Triathlon an. 1000 Meter im Stausee. Mittlerweile sehe ich das ganze locker und nicht mehr ängstlich. Die Distanz schaffe ich im Training und ich werde sie auch dort schaffen - aber diesmal mit Lockerheit und Lässigkeit!

Viele Grüße,
Peter
Dodger no ha iniciado sesión   Mit Zitat antworten
Alt 09.06.2011, 09:40   #52
Sir Miller
Nach dem Freischwimmer darf ich allein in den See
 
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AW: Beim Schwimmen aufgegeben - Panik - Hat irgendeiner schon sowas erlebt?

Respekt und viel Erfolg!

Vor allem nach solchen Negativerfahrungen ist es umso schwerer und damit bemerkenswerter,
wenn jemand so zielstrebig weitermacht!
Sir Miller no ha iniciado sesión   Mit Zitat antworten
Alt 09.06.2011, 10:11   #53
stoegado
Leihneoprenschwimmer überhol ich rechts
 
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AW: Beim Schwimmen aufgegeben - Panik - Hat irgendeiner schon sowas erlebt?

Ich habe eine Trainingskollegin die auch mit Panik kämpft beim Freiwasserschwimmen.
Wenn sie im Training schwimmt, schafft sie ganz respektable Zeiten, 400m in 6:20min!

Kaum ist sie bei einem Wettkampf im Freiwasser geht bei ihr gar nichts mehr. Erster Wettkampf heuer war in nem Freibad, da war auch alles im grünen Bereich!
Und dann der See, Startschuss und sie ist keine 150m geschwommen, da sah ich sie schon am Rücken liegen und dann wieder Brust schwimmen, usw. Da hat sie für 500m sage und schreibe 12min benötigt!!!

Jetzt haben wir mit unserem Trainer einmal wöchentlich ein Freiwassertraining, wo wir zu fünft ganz knapp nebeneinander starten und uns quasi bewusst bedrängen!! Hoffentlich hilfts ihr....
Und uns kann es auch keines Falls schaden!
stoegado no ha iniciado sesión   Mit Zitat antworten
Alt 25.07.2011, 13:40   #54
STREET
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AW: Beim Schwimmen aufgegeben - Panik - Hat irgendeiner schon sowas erlebt?

ahja, interessant hier zu lesen, kenn ich auch alles

es ist durchaus angebracht, vor der ersten OD oder so vorher die Strecke im Neo mindestens 4 mal im Pulk abzuschwimmern. Ganz gut ist Kraichgau Challenge das Probeschwimmen im Weiher 5-6 Wochen vorher.

das erste Mal da im Freiwasser im Neo, ca. 100 Leute, einschwimmen, alles sammeln und ab. Ende April oder so, 17°. Mit Nasenklammer und allen Mitteln.

nach 25m schon dachte ich, so: nun musst du sterben. Links nen Knuff, rechts einen Puff. Finger im Gesicht, Brille rutscht, Wasser kommt rein.

das Wasser war einskalt und dunkelgrün im Gesicht. Die ganze Zeit Luftnot gehabt. Angehalten, neu angefangen. Wieder angehalten. Wo sind die anderen. Weit weg
hölle
nach 200 oder 300m hab ich gemerkt: he, du musst mehr auspusten unter Wasser. Schnell war ich dann aber immer noch nicht. Nach mehr als 1,5km (da immer kreuz und quer geschwommen) taumelnd aus dem Wasser gekommen: "wo bin ich, wer bin ich.. "

das Ganze machste 5 Mal einmal pro Woche mit den OberOchsen da. Dann gibt´s auch mal Krämpfe und was-weis-ich-nicht-alles.

Kommt dann der WK, gehste das schon leichter an. Trotzdem 100m vor Ende die NAsenklammer verloren. Voll ätzend. Flupp das Ding ab.

jeder WK ist, egal welche Distanz, ein einziges Abenteuer.


Gruß, Ralf
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Alt 25.07.2011, 14:09   #55
druski
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AW: Beim Schwimmen aufgegeben - Panik - Hat irgendeiner schon sowas erlebt?

Alles Kopfsache! Das hab ich damals auch schon beim Tauchkurs für Feuerwehr Einsatztaucher gelernt. Wenn der Kopf nicht mitspielt geht garnix.
Also ruhig bleiben und den verdammten Scheiß einfach durchziehn!

Wir trainieren das oft in der Gruppe (ca. 4-10Leute). Absichtlich schön eng aneinander schwimmen und immer abwechselnd draufhaun, festhalten und abdrängen. Das ganze Programm... Mit der Zeit gewöhnt man sich drann und lässt sich dadurch nicht mehr aus der Ruhe bringen.

Außerdem ists bei mir so, das ich mittlerweile schon vorne weg schwimm und recht wenig von der "Waschmaschine" mitbekomm.
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Alt 25.07.2011, 16:59   #56
Lilly Marleen
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AW: Beim Schwimmen aufgegeben - Panik - Hat irgendeiner schon sowas erlebt?

Ralf, es geht mir genauso. Bis heute. Da hilft alles Üben nicht. 3,8 km schwimmen im Pulk sind für mich ein Albtraum. Das schaffe ich nur, indem ich sage: Gaaaanz ruhig. Erstmal zur ersten Wendeboje. Dann gaaaaanz ruhig zur nächsten Wendboje. Entsprechend sind meine Schwimmzeiten beschissen. Flott kann ich nur auf kurzen Strecken schwimmen. Allein die Vorstellung, in diesem Pulk über eine Stunde zu verbringen, lässt mich in Atemnot verfallen. Die Atemnot sollte man übrigens nicht auf die leichte Schulter nehmen. Es gibt inzwischen in etlichen Wettkämpfen Todesfälle von Athleten mittleren Alters in bester Gesundheit. Ich möchte wetten, dass das sehr oft mit Panik zusammenhängt. Die Leute hyperventilieren oder atmen gar nicht mehr vor Angst und kriegen dann einen Kreislaufkollaps. Also mach es lieber wie ich, wenn Du Angst hast, meide das Pack durch eine entsprechende Startrposition und risikiere lieber eine schlechte Schwimmzeit. Man kann das alles auf dem Rad wiedergutmachten. Ich empfehle davon abgesehen die Swimnights, die es inzwischen in mehreren Städten gibt.
Lilly Marleen no ha iniciado sesión   Mit Zitat antworten
Alt 26.07.2011, 07:14   #57
druski
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AW: Beim Schwimmen aufgegeben - Panik - Hat irgendeiner schon sowas erlebt?

Zitat:
Zitat von Lilly Marleen Beitrag anzeigen
Da hilft alles Üben nicht. 3,8 km schwimmen im Pulk sind für mich ein Albtraum. Allein die Vorstellung, in diesem Pulk über eine Stunde zu verbringen, lässt mich in Atemnot verfallen.
Mit so ner Einstellung wird man das Problem aber sehr schwer in den Griff kriegen.
Wie gesagt: Alles Kopf und Trainingssache! Und Üben hilft sehrwohl!
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druski no ha iniciado sesión   Mit Zitat antworten
Alt 28.07.2011, 11:20   #58
STREET
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AW: Beim Schwimmen aufgegeben - Panik - Hat irgendeiner schon sowas erlebt?

hallo Lilly; Druski;

also 3,8, da ist erstmal kaum dran zu denken. Da muss ich erst mal mental wirken lassen..
ZWO! Runden um den Upstadt-Weiher
danach kann ich mir die Arme abschrauben

ich hab natürlich auch immer versucht am Rad zu schwimmen, aber zwischendurch bin ich oder andere dann wohl mal schief geschwommen und dann hatte ich schon wieder irgendwelche Füsse in der Hand oder Hände im Gesicht. Man möcht sich ja gern entschuldigen aber große Konversationen kannste da ja nicht führen.

ich versuch mir immer zu sagen, "das geht jetzt nun mal nicht anders und es ist halt eng und so ist der Triathlon und da muss jetzt durch..
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