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Trainingsblogs und Berichte Hier berichten einzelne Triathleten von ihren Trainingsvorbereitungen und Wettkämpfen. Du willst Deinen eigenen Trainingsblog? Eine PN an den Admin genügt.

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Alt 11.07.2011, 22:47   #81
Hannes
Leihfahrradfahrer lass ich links liegen
 
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AW: Blog: Mein Weg zum längsten Tag - Challenge Roth 2011

morgen fahre ich ein paar Tage
an die Mosel, ein bißchen Urlauben und aktive Erholung.
Nächste Woche werde ich dann mal die letzten
acht Monate an Trainingsaufwand zusammen fassen.
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Alt 12.07.2011, 00:43   #82
Pizzaboy501
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AW: Blog: Mein Weg zum längsten Tag - Challenge Roth 2011

Gratulation Hannes, gut gemacht!

Ich bin auch wieder zurück! War eben noch ein Siegesbierchen trinken!

In kurzform:

Resultat: 11:27 durch die Hölle und zurück Meine Worte direkt im Ziel: Nie wieder.

Heute morgen gleich für 2012 angemeldet. Wenn ich ausgeschlafen bin, erzähle ich auch mehr
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Alt 12.07.2011, 11:07   #83
Krefelder
Nach dem Freischwimmer darf ich allein in den See
 
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AW: Blog: Mein Weg zum längsten Tag - Challenge Roth 2011

Glückwunsch Hannes, war als Zuschauer unterwegs und kann die Emotionen nachvollziehen. Tolle Veranstaltung mit super Fans. Schönen Urlaub Dir.
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Alt 12.07.2011, 11:24   #84
Sugarfinny
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AW: Blog: Mein Weg zum längsten Tag - Challenge Roth 2011

Well done!!!! Und viel Spass 2012!
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Alt 12.07.2011, 20:17   #85
Pizzaboy501
Mit-Socken-im-Schuh-Läufer
 
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AW: Blog: Mein Weg zum längsten Tag - Challenge Roth 2011

hier nochmal Langdistanz in lang:
(Rechtschreibfehler sind bitte zu entschuldigen)

Ich bin um 4Uhr aufgestanden, habe meine Honigbrote gegessen und biologische Notwendigkeiten erledigt Dann ging es gegen 5 zum Schwimmstart!
Nochmal Radel durchgecheckt und alles gerichtet. Ich war zu dem Zeitpunkt eigentlich recht entspannt. Es gab jetzt eh kein Zurück mehr.
Ich habe mir dann den Profistart angeschaut, war noch 3mal Pinkeln und dann ging es selbst auf die Reise. (11. Startgruppe)
Zuerst wildes Geprügel, weil ich mich an der Seite in der Mitte eingeordnet hatte. Nach ca. dem halben Weg zur Boje gute Füße gefunden und die ersten Leute aus der Startgruppe vorher eingesammelt.
Gedanken zu dem Zeitpunkt: Cool es läuft! Bleib einfach an deinen Füßen dran.
Nach der Boje (ca 1500m) schon ziemlich durch die gelben Gruppe durch, erste Schwimmer aus der lila Gruppe werden überholt. Läuft immer noch
Und einfach weiter an den Füßen hängen bleiben Kurz vor der 2 Boje ca. 3,4km tauchen auch weiße Hauben auf, aber jetzt merke ich doch das ausgefallene Schwimmtraining im Mai und Juni.. die Arme werden schwer und es fängt an nicht mehr soviel Spaß zu machen.. aber das ist mir egal, es ist gleich geschafft, aber ich muss reißen lassen, meine Füße sind jetzt zu schnell für mich! Die nächsten 400m kämpfe ich, ich kriege auch Krämpfe im linken Bein.. Irgendwie schleppe ich mich zum Ausstieg und gehe Wechseln.
Ich ziehe den Neo langsam aus, da es mich hier schon öfter mit Krämpfen erwischt hat. Dann nochmal Pipi machen und ab aufs Rad.
Der Plan ist erstmal locker zu machen, aber es sind viel zu viele Leute mit mir aufs Rad gewechselt und es wird mehr gelutscht als in einem schlechten Sexfilm. Die WK Richter sind aber sehr nett und verwarnen nur mündlich. Direkt auf dem Rad haue ich mir ein Gel rein und nach 30min
will ich erstmal auf Riegel und Iso setzen und erst ab dem 2/3 der Radstrecke wieder auf Gels setzen. Blöderweise transportiert mein Magen das Zeug nicht und bei jedem Anstieg kommt es mir wieder hoch. Bei KM 40 kotze ich das erste mal richtig. Ich bleibe aber noch bei meinem Plan. Das Radfahren an sich läuft aber für mich ganz gut, die Beine sind ok und auch die Strecke fährt sich gut. Keine Probleme am Kalvarienberg und in Solar brüllen dich eh die tausenden Fans hoch. Die erste Runde lege ich abgesehen vom Kotzen gut zurück. Bei KM 100 auf der zweiten Runde kommt es mir nochmal im Schwall hoch und ich kotze mich ziemlich voll und ich erwische meinen ersten Tiefpunkt. Ich habe gerade keine Lust mehr und frage mich wieso ich mir die Kacke antue. Es ist mittlerweile auch verdammt heiß und Gegenwind setzt ein.
Ich werfe jetzt meinen Ernährungsplan über den Haufen und steige jetzt schon auf Gel um und siehe da, es flutscht alles wieder nach unten und die Lust kommt wieder.
Also weiter. Beim zweiten Mal Solarer Berg sind nicht mehr so viele Leute da und es tut auch etwas mehr weh, aber es geht jetzt richtung T2. Aber die letzten 20km sind hart, mein Hintern tut weh und ich will einfach nicht mehr Radfahren. Aber irgendwie geht es auch vorbei und ich sitze nach nach 5:40h aufeinmal im Wechselzelt. Nochmal dick Sonnencreme drauf und ich beschließe den MP3 Player dazulassen um den WK direkt zu genießen (was mich letztenendes Ärgern wird). Vor dem Laufen nochmal kurz pinkeln (Flüssigkeitshaushalt ist noch gut, die Niere funktioniert )
Und es geht los, erstaunlicherweise knalle ich den ersten KM nicht zu schnell runter, geht auch nicht, da die Beine Matsch sind. Mittlerweile ist es echt ekelhaft heiß und schwül. Meine Strategie ist von Fressstation zur nächsten Station zu kommen dort kurz zu wandern. und immer abwechseln an der ersten Iso zu trinken und an der nächsten Wasser + 1Gel zu nehmen.
Nach einem kurzen Waldstück in dem viele Plakate und Motivationsposter hängen, geht es an den Kanal, zuerst nach links. Man kann die endlose Strecke weit einsehen und es gibt keinen Schatten. Mein Körper meldet sich nach 10km und sagt mir, dass es schwachsinnig ist was ich tue.. Egal weiter, nächster Schritt und nächster Schritt, nächster KM, nächste Fresssation. Zwischendrin melden sich die Füße, es läuft wohl auf Blasen hinaus.
Bei KM 16 beschließe ich aus einer dummen Laune bis zum Halbmarathon durchzulaufen und nicht an den Fressstationen anzuhalten. Bei KM 20 geht es mir schon schlecht. Schwindel und Übelkeit kündigen eine Unterzuckerung an.. Egal ich laufe erstmal weiter bis km 21. Dort geht nichts mehr und ich muss gehen, bzw. eher torkeln. Das ist bisher der absolute Tiefpunkt, ich will nicht mehr. Aber die Zuschauer feuern mich an weiterzumachen.. und eigentlich kann ich jetzt nicht aufgeben 21km vor dem Ziel. Zum Glück kommt gerade jetzt eine Station und ziehe mir Cola und 2 Isogels mit Koffein rein und wandere weiter. Und siehe da 5min später sieht die Welt besser aus, also weiter gehts am Kanal entlang. Die nächsten 10km sind relativ unspektakulär, es geht nochmal zu einem Wendepunkt hinter einem Dorf in den Wald rein und dann zurück. Mittlerweile weiß ich, dass mein Plan unter 12,5h zu finishen klappen wird, ich liege aktuelle bei einer hochgerechneten Zeit von irgendwo um 11:45h. Und komischerweise geht es mir besser, die Stimmung steigt und ich werde schneller. Blöderweise zieht jetzt langsam die angekündigte Sturmfront auf und ich hoffe, dass es mich nicht mehr auf der Laufstrecke erwischt, da ich jetzt nicht nass werden will. Bei KM 35 steige ich auf Cola mit Salz um, mehr geht nicht mehr rein. 6km vor Schluss beschließe ich da es mir gut geht jetzt durchzujoggen und ziehe das Tempo an, aber bei KM 36 tut es weh und ich will kurz gehen. Hinter mir brüllt es: Common Stephan, run! Only 5k to the Finishline! Ich schaue wer da ruft und es ist eine Engländerin, die auch ziemlich kaputt aussieht. Aber zusammen ziehen wir jetzt durch und schaffen zusammen ein Tempo das man halbwegs als Laufen bezeichnen kann. In Roth fängt dann das Gewitter an, der Himmel öffnet sich und es fängt an wie aus Kübeln zu schütten, aber das ist uns jetzt egal, wir wollen nur noch ins Ziel.. bei KM 40 sind die Schmerzen unglaublich, mein Körper rebelliert, es steht mit sauer im Hals ich kriege kaum Luft, aber ich weiß es ist gleich vorbei. KM 41 kommt, das Hirn setzt aus und ich kriege nur noch Stückchen von der Umgebung mit! Auf einmal kommt der Rote Teppich und ich höre meinen Namen und Gebrüll! Trotz völliger Ershcöpfung mobilisiere ich nochmal Kraft für einen Zielsprint und hüpfe durch den Zielbogen! 11:27.. unglaublich kann nicht wahrsein, irgendwas ist falsch!
Ich merke noch wie man mir einen Medaille umhängt und dann ist bin ich erstmal in Trance. Ich weiß ich nicht mehr, wie ich aus dem Ziel raus bin und komme erst "zu mir" als ich mir ein Erdinger alkoholfrei geben lasse.
Ich habs geschafft... erstmal rein in trockene Klamotten, duschen ist mir gerade egal, der Regn hat mich eh gewaschen. Ich will einfach nur sitzen und runterkommen. Nach 20min geht es einigermaßen und ich gehe zum Büffet und es gibt dort echt Hühnerbrühe und belegte Brote.. Da mein Magen noch flau ist, greife ich zur Brühe. Es tut so gut.. unglaublich wie lecker Brühe sein kann, wenn man 11:27 nur Iso und Gels zu sich genommen hat.
1 Tee später geht es mir so gut, dass mich echt an ein Käsebrötchen mit sauren Gurken traue. Und auch das bleibt drin.
Nach 1.5h bin ich wieder soweit auf dem Dampfer, dass ich draußen zuschauen kann. Ich bleibe bis zum letzten FInisher und zum Feuerwerk!
Dann heißt es noch total im Eimer das Rad einsammel und mit dem Shuttel zum Schwimmstart zu fahren, da noch das Auto dort steht.
Um 1Uhr bin ich dann in meiner Unterkunft und falle ins Bett.
Aber an Schlaf ist nicht zu denken, ich bin so aufgekratzt und der Sonnenbrand ist so schlimm, dass ich nicht auf dem Rücken liegen kann
Um neun stehe ich, es geht mir ganz gut, die Beine sind schwer, aber nicht so schlimm wie erwartet. Ich schaue mir noch die Siegerehrung an ( übrigens sehr ergreifend) und laufe mich nochmal 15min aus um dann die 220km nach HD zu fahren!

So dass ist meine Story von der Challenge Ein harter aber auch toller Tag, wahrscheinlich habe ich die Hälfte eh schon vergessen. Auf jeden Fall ist so eine Langdistanz wirklich eine Grenzerfahrung, das Laufen ist einfach nur langsames Sterben über 42km. Aber der Moment des Zieleinlaufs entschädigt und du weißt für einen Sekundenbruchteil, wieso du es getan hast!
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Alt 23.07.2011, 18:21   #86
Hannes
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AW: Blog: Mein Weg zum längsten Tag - Challenge Roth 2011

ich habe jetzt mal meine Kilometer und Stunden seit Dezember 2010 nach gerechnet.

800km Laufen,
4200km Radfahren,
130 Stunden Schwimmen.

Durchschnittlich waren es 10,5 Stunden pro Woche, maximal 17 Stunden,
Verletzungsbedingt (Wadenverletzung im Winter und Radsturz im Juni)
etwas weniger als geplant.

In den nächsten Wochen werde ich etwas kürzer treten
im Oktober möchte ich beim Köln-Marathon starten, ansonsten alles locker und easy halten.

Im ersten Diagramm sieht man meine Stunden pro Monat,
im zweiten die Radkilometer pro Monat und wie sich die Durchschnittsgeschwindigkeit entwickelt hat.


Dann möchte ich mich noch bei euch für die netten Glückwünsche zum Finish, für eure Beiträge in den
letzten Monaten und eure Unterstützng recht herzlich bedanken.

Ansonsten könnte man diesen Blog beenden, fehlt vielleicht noch ein Thema für den nächsten

Auf dem Weg unter 12 Stunden oder so?


schau mer mal
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg Stunden pro Monat.jpg (57,4 KB, 36x aufgerufen)
Dateityp: jpg Montl-Rad mit Durchschnitt.jpg (87,6 KB, 43x aufgerufen)
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Alt 05.11.2011, 13:04   #87
Hannes
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AW: Blog: Mein Weg zum längsten Tag - Challenge Roth 2011

hallo, ich melde mich auch mal wieder,

für 2012 habe ich mich ja wieder für Roth gemeldet, allerdings werde ich keinen neuen Thread eröffnen und einfach hier weiter machen und zwischendurch berichten.

Ziel ist 11:30, ich schmeiß die Zahl einfach mal in den Raum, ist wahrscheinlich zu optimistisch aber dann habe ich wenigstens ein Ziel.

Nach der Challenge habe ich keinen Wettkampf mehr gemacht, war durch Verletzung, Arbeit und Urlaub schlecht durchführbar. Im Oktober bin ich noch den Marathon in Köln gelaufen aber wegen der schlechten Vorbereitung nur in 4:05. War mehr ein langer Trainingslauf, aber mehr ist zur Zeit nicht drinn.

Im Anhang noch eine Wettergrafik wo man sieht wie während des Marathons bei der Challenge in Roth durch den Wetterumschwung die Temperatur eingebrochen ist. Das hat jetzt zwar nichts mit meiner Wettkampfleistung zu tun aber für mich trotzdem faszinierend
Angehängte Dateien
Dateityp: pdf Snap_2011.11.05 11.57.pdf (151,0 KB, 17x aufgerufen)
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Alt 05.11.2011, 13:18   #88
Pizzaboy501
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Der Wetterumschwung war echt heftig.

Zum Glück passierte das auf meinen 2 letzten KM, hätte ich noch länger laufen müssen wäre ich vermutlich eingegangen.

Ich kann unter normal Bedingungen schon kein nasskaltes Wetter ab und in Roth war mein Körper am Schluss echt kaputt
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Alt 05.11.2011, 14:33   #89
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Ziel ist 11:30, ich schmeiß die Zahl einfach mal in den Raum, ist wahrscheinlich zu optimistisch aber dann habe ich wenigstens ein Ziel.
unrealistisch ist das glaube ich nicht, du weißt ja jetzt was dich auf der LD erwartet und kannst evtl. anders pacen.
Außerdem hast du eine ganze Trainingssaison vor dir, an der du gezielt an deinen Schwächen arbeiten kannst.

Und ohne Ziele kommt man nicht vorwärts, also in dem Sinne "Quäl dich du Sau!!!!"
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Alt 05.11.2011, 19:11   #90
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Dann werde ich den Thread mal weiter beobachten, da ich auch in Roth starten werde.In drei Wochen werde ich mit dem Training beginnen, bis dahin werde ich den Frankfurt-Marathon verkraftet haben.
Ich bin mal gespannt wie es läuft.

Gruß,Stephan
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