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Trainingsblogs und Berichte Hier berichten einzelne Triathleten von ihren Trainingsvorbereitungen und Wettkämpfen. Du willst Deinen eigenen Trainingsblog? Eine PN an den Admin genügt.

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Alt 06.10.2009, 11:02   #1
Dreisportler
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Ironman Hawaii 2009: Melanie Hohenester live aus Kailua Kona

Melanie Hohenester wurde auf triathlon.de schon einige Male vorgestellt. 2009 hat sie es wieder nach Hawaii zum Ironman geschafft und berichtet nun vom großen Event.

Teil 1: Anreise

Hier kommt er nun - der „tägliche Wetterbericht“ aus Kona. Weil dieser auf Dauer sehr langweilig wird, sei er an dieser Stelle kurz zusammen gefasst auf 30° sonnig . So bleibt mehr Platz für Meer - sorry mehr.
Kona 1. Tag - Auf dem Highway ist die Hölle los

Kaum ist man 27 Stunden unterwegs – ist man auch schon in Kona . So lang die Reise ist- so fühlt man sich dann auch. Aber bereits der 1. Tag in Hawaii lässt die vielen Stunden in der Sardinendose - äh Flieger meint ich – schnell vergessen.

Nach einem kurzen Lauf ging es mit dem Rad auf den "weltberühmten Hightway". Dass die Sonne ganz kräftig gescheint hat und es dazu auch schön warm war muss ich eigentlich nicht dazu sagen. Aber weil ich das so super gerne mag sag ich’s euch nochmal. . Dass man auf dem Highway nicht allein ist, ist auch klar . Dass allerhand Schrott auf der Straße die langweilige Radstrecke richtig spannend machen ist leider auch Tatsache und den Quotenplatten hatten wir auch schon. Nach 100km war dann das Ziel Harvi erreicht und wir gingen zum gemütlichen Teil über .

Bis bald eure Melli

PS: Bilder folgen noch

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Alt 09.10.2009, 11:18   #2
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Re: Ironman Hawaii 2009: Melanie Hohenester live aus Kailua Kona

Heute habe ich nochmal kurz den Pazifik getestet. Einfach g..... .

Danach ließ ich mich noch von den super "Physios" meine Wehwehchen pflegen lassen. Da heißt es einfach "Hoffen wir das Beste, dass der Oberschenkel nicht zu arg zieht." Die "Registrierungszeremonie" habe ich auch gut hinter mich gebracht. 1445 ist dieses Jahr meine Startnummer.

Der restliche Tag gehört dem "Carboloading". Das haben wir am Vormittag beim leckeren und geselligen Powerbar-Frühstück begonnen und auf der Pastaparty am Abend ziemlich satt beendet. So morgen werde ich weder Nerven noch Zeit haben euch von meinem Nervenflattern zu berichten. Am Renntg bin ich auch beschäftigt. Vielen Dank allen für's Daumen drücken.

You see me on sunday
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Alt 09.10.2009, 14:01   #3
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Was hat ein Wiesenrausch und der Ironman Hawaii gemeinsam

Warum Triathlon Hawaii so besonders ist und was ein Wiesenrausch am Oktoberfest und das Hawaii-High gemeinsam haben. Ein kleines Gedankenspiel von Melanie aus Hawaii.

Dass ein Triathlon aus drei unterschiedlichen Ausdauersport-Disziplinen besteht, die nicht unbedingt gut miteinander harmonieren (Schwimmen-Radfahren-Laufen) ist landläufig bekannt. Auch der Ironman Hawaii macht keine Ausnahmen, allerdings: Der Triathlon auf Hawaii zeichnet sich durch seine drei ganz besonderen Disziplinen aus, die da heißen „Fliegen-Ausruhen-Rennen“.

Das mag für so manchen Passivsportler wesentlich geruhsamer und angenehmer klingen als „Schwimmen-Radfahren-Laufen“. Doch was sich wirklich hinter diesen drei Disziplinen verbirgt, sei einmal kurz zusammengefasst. Ähnlich dem Überraschungsei lassen sich die drei Disziplinen mit den Attributen - nein, nicht Spiel, Spaß und Schokolade - sondern Spannung, Spaß und Geduld umreißen.

Die 1. Disziplin - „Das Fliegen“
Von München bis Kona ist der gemeine Triathlet schlappe 30 Stunden unterwegs. Er umrundet dabei die halbe Welt und bewältigt circa 12.000 Kilometer, steigt im Durchschnitt an zwei Flugdrehkreuzen um und hat am Ende eine Zeitverschiebung von zwölf Stunden in den Augen. Geduld und Vorfreude auf das Rennen sind da die einzigen beiden Mittel, um die erste Disziplin halbwegs erträglich zu machen. Die schnellen Flieger - meist die mit mehr Geld in der Tasche - können in der ersten Disziplin richtig auftrumpfen. Sie fliegen in der Businessclass, steigen nur einmal um und können das Ziel in 22 Stunden erreichen. Sie haben also fast acht Stunden Vorsprung.

Nachdem sich der Dreikämpfer bis dato in Geduld geübt hat, kommt nun schon die Spannung. Das Spannenste an der Sache ist der Radtransport. Der erste Spannungsbogen baut sich in Kona auf, wenn man sein Gepäck in Empfang nehmen will. Ist das Rad auch in Kona oder nicht? Wenn nein...wird es jemals in Kona und am besten noch vor dem Rennen eintreffen? Während bei den Glücklichen, die ihr Rad in Kona wieder sehen die Anspannung erstmals abfällt, sitzen die anderen weiter wie auf Kohlen. Der zweite Spannungsbogen ist das Öffnen der Radverpackung. Hier stellt sich schnell heraus, ob das Fahrrad die Reise fahrtauglich überlebt hat oder ob es die Metamorphose zum Plastikmüll hinter sich hat. Ist auch diese Frage beantwortet geht der „glückliche Triathlet“, das ist der mit dem „gesundem Plastikesel“ in Kona ankommt, zu Disziplin zwei über. Die anstrengste Disziplin ist damit geschafft.

Disziplin Nr. 2 „ Das Ausruhen“ oder „Der Spaß vor dem Sturm“

Diese Disziplin erscheint nun für den Passivsportler als das Non-plus-Ultra des Sports. Aber auch das Ausruhen muss gelernt, gekonnt und perfekt umgesetzt sein. Wer diese Disziplin beherrscht hat bei der dritten Disziplin die besten Karten. Nun sei an der Stelle gesagt, dass Ausruhen nicht allein aus Strandliegen besteht. Das ist natürlich auch dabei, nimmt jedoch den geringsten Teil der Zeit in Anspruch. Zuerst muss das Chatleg auskurierte werden. Das lässt sich jedoch leider nur schwer beeinflussen. „Glücksache- wer gleich gut schlafen kann“. Dann gilt es die richtige Mischung aus kurzen Trainingsreizen und Pausen zu finden. Zugegeben kann das Ausruhen schon eine mit der schönsten Disziplinen sein. Vor allem dann, wenn man sich auch ein bisschen Sightseeing gönnt.

Es wundert nur, dass in Kona die zweite Disziplin von manchen eher absurd praktiziert wird. Hier scheint es als ob rund um die Uhr ein Dauerlauf-Contest zu Gange ist. Wer hier länger als vier Minuten für einen Kilometer benötigt erscheint auf den ersten Blick fehl am Platze zu sein. Noch viel erstaunlicher ist dann, dass am Renntag, während des Marathons das Tempo für die Masse der Athleten plötzlich eher schleichend wirkt und oft einem Fußmarsch durch die Lavafelder endet.

Ein fast tägliches „Muss“ der zweiten Disziplin ist das allmorgentliche "Schaulaufen" am Pear - dem Schwimmstart beim Hawaii-Triathlon. Hier präsentiert der gemeine Athlet seinen gestählten Körper, den er sich in vielen mühsamen Trainingeinheiten zugelegt hat. Das Schwimmtraining und Bekanntmachen mit dem Pazifik ist da eher nebensächlich- „gesehen und gesehen werden“- das Motto.

Aber auch die zweite Disziplin geht irgendwann zu Ende und der Triathlet verspürt ab Mitte der Woche einen ansteigenden Adrenalinpegel im Blut, der das Ruhen immer schwieriger werden lässt.

Disziplin Nr. 3 „ Das Rennen“ oder „Spannung-Spaß und Überraschung“
Das gibt es sonst nur im Überraschungsei oder eben beim Triathlon auf Hawaii. Zugegeben ist auch diese Disziplin nicht ganz ohne. Aber sie ist wesentlich kurzweiliger und spannender als das Fliegen. Skurrielerweise macht die Schinderei in der Lava bei meist über40°C dem Ausdauerdreikämpfer sehr viel Spaß. Die Masse gibt für den Kampf gegen Wind Hitze und den inneren Schweinehund mehrere 1000 Euro im Jahr aus. Wie soll man das nun einem Passivsportler erklären.

Nun gut ein Versuch: Der gemeine Ausdauerdreikämpfer schießt sich bei seinem „Trip“ mit Leibeskräften selbst ins „Nirvana“ und wird von seinem Körper mit rein biologische körpereigenen Drogen belohnt. Beim Start ist die Anspannung so groß, dass sicher einiges Adrenalin in den Blutbahnen unterwegs ist. Das erkennt man daran, dass die Athleten wie aufgescheuchte Hühner desorientiert vor dem Start umher laufen. Während dem Rennen tun irgendwann die Endorphine ihr Bestes um die „Schmerzen“ erträglich zu machen. Im Ziel überströmen dann die Glückhormone. Egal wie gut oder schlecht das Rennen lief, das Gänsehaufeeling im Zielkanal ist einfach nicht zu toppen. Nach dem Rennen sitzen dann alle „high und happy“ zusammen und feiern den Sieg über den inneren Schweinehund. Was ist nun das Spannende daran?

Das spannenste in Hawaii ist die Frage, ob der Reifen hält oder ob man in der Lava eine andere Panne parieren beziehungsweise reparieren muss. Das Zweitspannenste ist die Frage, wie lange der gestählte Körper gewillt ist gegen Wind, Hitze und Dauerstress stand zu halten. Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen: „Der Trip ist zwar sehr teuer - macht echt viel Spaß und was zu einem guten Rausch dazugehört – er macht süchtig. Aber es gibt Schlimmeres.

So was haben nun Wiesenrausch und Hawaii-Traithlon gemeinsam? Richtig!
- Beides sind ziemlich teure Rauschmittel
- Der Rausch – ein Ziel beider Aktionen.
- Beide Rauschmittel sind Ihr Geld wohl Wert und machen extrem süchtig.
- Und wenn man die Konsumenten der Rauschmittel fragt. Versteht keiner den anderen.

So long
Melli
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Alt 19.10.2009, 09:14   #4
Physiofee
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Ort: München Alt Riem
Beiträge: 1.513
Re: Ironman Hawaii 2009: Melanie Hohenester live aus Kailua Kona

Liebe Melli,

ich hoffe der kalte deutsche Boden hat Dich wieder .

Ich würde mich sehr freuen, wenn Du den Bericht noch kompletieren würdest. Wie war das Rennen, der Zieleinlauf. Wie war der Rausch der Sinne und des Körpers? Wie war die Zeit dananch und wie die Heimreise? Bist Du jetzt auch Off Season?? Was macht der Rücken und was überhaupt mit Deinem Oberschenkel los??? Was neues?

Ein ganz lieber Drücker
von der Fee
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Hola... die Physiofee im Forum und als Physioexpertin
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