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| Smalltalk - Einfach quatschen Hier könnt ihr euch über Musik, Filme, den Feierabend-Thread und alles weitere neben der Triathlonwelt austauschen |
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| | #1 |
| Admin Registriert seit: 24.04.2008 Ort: München Alter: 38
Beiträge: 1.629
| Der wars - was bringt was? Hallo zusammen, geht's euch auch so? Ihr trainiert, ihr stellt euch ein tolles Fahrrad zusammen, ihr fahrt tolle Laufräder, ihr kauft euch einen Neo der super Auftrieb hat und auch noch eine gute Armfreiheit, ihr nehmt irgendwelche Gels und Riegelchen und und und. Die Liste läst sich fast beliebig ergänzen. Am Ende des Tages hat jeder von uns sein "persönliches Paket", das persönliches Setup an Training, Material und Ernährung. Nach der einen oder anderen Veränderung verbessert man sich, aber ich finde es unglaublich schwierig zu sagen, was jetzt eigentlich der Grund für den Erfolg war. Ich kenne z.B. einen Sportler, der in einem Jahr seine Schuhe, seine Sitzposition, sein Training und seine Ernährung umgestellt hat. Gut, er hat sich um ca. 40 min auf der Langdistanz verbessert, aber wer war jetzt eigentlich Schuld dran? Wars der Schuh oder das Training oder beides? Wäre er vielleicht besser gewesen, wenn er eine Veränderung nicht vorgenommen hätte. Ich finds echt spannend, herauszufiltern was jetzt wirklich was bringt und was nicht. Gehts euch das auch so? Ralle
__________________ keep it simple |
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| | #2 |
| Mit Stützrädern-Fahrer Registriert seit: 11.11.2005 Ort: Zirndorf
Beiträge: 19
| Re: Der wars - was bringt was? Hm! Eine berechtigte Frage, die an einen Ausspruch von Henry Ford erinnert: "50 % meines Werbebudgets ist hinausgeworfenes Geld. Niemand kann mir allerdings sagen, welche 50 % das sind." Ich denke, dass es sich so oder so ähnlich auch beim Triathlontraining verhält. Und dann kommt da ja noch die Individualität eines jeden Triathleten hinzu, d.h. was dem einen hilft, bringt einen anderen nicht vorwärts. Da lobe ich mir dann mein Trainingsmotto: Hauptsache es macht Spaß! Ich versuche zwar schon einigermaßen strukturiert zu trainieren oder zumindest nicht gänzlich ineffizient. Dennoch glaube ich, dass bei mir noch sehr viel Potential schlummert. Nur bin ich zu spaßorientiert und zu bequem es zu schöpfen. Möge ein anderer die Lorbeeren ernten.
__________________ Ich bin dann mal weg! |
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| | #3 | |
| Einer muss es ja tun Registriert seit: 15.03.2008 Ort: København Alter: 38
Beiträge: 2.694
| Re: Der wars - was bringt was? Zitat:
__________________ Triathlon in Dänemark | |
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| | #4 |
| Physioexpertin Registriert seit: 18.01.2009 Ort: München Alt Riem
Beiträge: 1.513
| Re: Der wars - was bringt was? na dann will ich mal. bei mir ist ja mal am meisten zu holen 1. Training mit gutem Trainer! 2. Schwimmtechnik verbessern 10% (ach ja mein oller Anzug liegt auch noch im Keller) 3. Neues Rad mit Kilometer machen und endlich Kraft kriegen 50 % 4. Lauftraining, Kondition, Kraft und Ausdauer entwickeln 20 % 5. Ernährung speziell für Ausdauersportler 10 % 6. Erholung, gut und viel schlafen 10 % Somit sind wir fast beim Tri Triathlon: all they do is: trainieren, essen, schlafen (HERRLICH) so sehe ich meine Verteilung mal ganz spontan............ |
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| | #5 |
| Im Laufen Pinkler Registriert seit: 28.04.2008 Ort: München
Beiträge: 1.925
| Re: Der wars - was bringt was? also ich finde es nicht so wichtig welche änderung welche zeitliche verbesserung gebracht hat. solange man alle dinge zum positiven hin änder und sich die gesamtzeit verbessert zählt doch das gesamtpaket. Eine Aussage wird ja noch zusätzlich dadurch erschwert, das eine verbesserte radposition sich nicht umbedingt in einer schnelleren radzeit sondern ggf auch in einem schnelleren laupsplit zeigen kann, wenn man entspannter und ausgeruhter in die wechselzone gekommen ist. |
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| | #6 |
| Admin Registriert seit: 24.04.2008 Ort: München Alter: 38
Beiträge: 1.629
| Re: Der wars - was bringt was? ja, genau. das mein ich ja. du machst eine Sache für deine Sitzposition, das hat aber keinen unmittelbaren Einfluss auf das Radfahren, sondern das Ergebnis wirkt sich beim Laufen aus...das ist doch komplex. Ich find das macht unseren Sport echt spannend. Schau, wenn du "nur" läufst, dann trainierst du einfach öfter, länger oder intensiver und du verbesserst dich beim Laufen. Wenn du beim Triathlon Krafttraining für die Beine machst, wirst du vielleicht beim Radeln besser, aber beim Schwimmen und beim Laufen langsamer (ist nur ein Beispiel, muss ja nicht so sein). Das lohnt sich eben dann, wenn du beim Radeln mehr Zeit gewinnst, als du bei den anderen beiden verlierst. Das find ich cool, dass man einfach das "richtige Paket" finden muss. Ralle
__________________ keep it simple |
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| | #7 |
| Mod, die rechte und linke Hand vom Chef Registriert seit: 02.03.2004 Alter: 41
Beiträge: 1.949
| Re: Der wars - was bringt was? Naja, ich kann "leider erst" auf 6 Jahre Triathlon zurückblicken, aber ich versuche das auch ein wenig zu differenzieren: Als Anfänger (2003): Geh' trainieren, Du faule Sau ! Das war die Grundeinstellung. Planlos, Konzeptlos. Schwimmverein gesucht, Rad gefahren usw. 4 ODs in einer Saison, nichts sensationelles, aber im Herbst die Vorjahresmarathonzeit und 12 Minuten unterboten - und das ohne spezifische Marathon vorbereitung (d.h. ohne Plan trainiert): Das Triathlon-Training hat mir mehr Grundlagen gebracht. Material: Billig-Rennrad mit Syntace Aufsatz, Citec 3000 "Aero"-Felgen, Mein erster Neo. 2004 (erste LD in Roth): "Du musst mind. 5000km Rad fahren in der Roth Vorbereitung" hat mir ein 2maliger FFM Finisher im Urlaub ende 2003 erzählt. Das war meine Vorgabe. Im Winter viel geschwommen (Hauptsaechlich KM geschrubbt, nix strukturiertes) Lauftraining so lala (Marathonleistung aus 2003 war ja OK, also einfach nur Radfahren üben). Ergebnis: Erste LD Sub 11h gefinished, nicht gegangen im Marathon, Spass gehabt, mit dem LD-Virus infiziert: Ergo: Mit viel grundlagen-KM auf dem Rad laesst sich eine LD gut finishen. Material: mein erstes Tria Rad (mit den Citec Felgen) 2005: Staffel in Roth ("Babypause") 2006: Ironman Canada im August: Im Winter 2005/2006 gelaufen wie ein Irrer, von Nov bis März >1000km.6000 Rad-Km bis August, strukturiertes Training nach Gordo Byrn: Viel Koppeln, 3-1 Trainingsphasen. Ergebnis: 20 min schneller als in Roth (bei härteren Bedingungen (Sieger Roth: um die 8h - Sieger Canada 8:35h), Quali um 20min verpasst, geiles Event erlebt. Ergo: KM sind nicht alles, für die Quali reichts nicht. (Material: neuer Neo, Carbon-Aerofelgen) 2007: Trainingsumfang deutlich reduziert, mehr Qualitätseinheiten (Berge) auf dem Rad, rel. wenig gelaufen (Jan-Jun. 800km) - wieder nach Byrn trainiert. Neue Bestzeit (halbe Stunde schneller als 2006). Im Herbst Marathon-PB (11min schneller als alte Bestzeit) Ergo: Km sind nicht alles, aber die Mitnahmeeffekte aus dem "Monsterjahr" 2006 haben sich deutlich bemerkbar gemacht. Kein neues Material. 2008: Seuchenjahr 2009: Viel Krafttraining im Winter, geringe Laufumfänge seit Februar, davor viel lange Läufe, Hammer-Radeinheiten gleich ab Ende März. Ergebnis: Schaumermal. Fazit: Tria-Anfänger (wenn sie nicht vom Radsport kommen) müssen viel Radfahren - Egal für welche Distanz ! radfahren schafft vor allem eine solide Stoffwechselgrundlage, die mit Laufen alleine nicht zu bekommen ist, weil man sich sonst die Knochen kaputt laeuft. Schwimmen (Ich bin schon immer Schwimmer): Kann ich keine solide Aussage machen, ausser das neben Schwimmen das Kraftelement nicht zu vernachlässigen ist (Hat mich dieses Jahr zu einer neuen 400m Bestzeit geführt). Laufen: Für Läufer: zu vernachlässigen, aber Koppeltraining ist sehr wichtig. Für nicht-Läufer: Laufen kann Euch kaputt machen, zuviel ist schädlich, die Dosis macht das Gift, sehr schwierig zu balancieren. Lange Laufumfänge gehören in den Herbst, Winter und das Früh-Frühjahr. Schlüssel-Radeinheiten und Schlüssel-Laufeinheiten zeitlich voneinander trennen (mind.2Tage). Nach Monsterwochen(enden) bin ich oft krank geworden. Material: Gut für die Psyche. Mehrere Paar gute Laufschuhe fürs Training sind wichtiger als ein Satz Aero-Laufräder. Eine "Winter-Schlampe" mit Schutzblechen und eine Rolle bringen mehr Performance als ein teurer Carbonrahmen. Krafttraining und 3-4x Schwimmen die Woche lassen Dich besser durchs Wasser gleiten als ein 600 Euro Neo. Für Hawaii-Ambitionierte, Bestzeiten-Jäger und nicht auf den Preis-gucker: Fragt Ralle und Dreisportler, die wiessen, was gut für Euch ist.
__________________ Tempogefühl habe ich nur beim Nase putzen. |
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| | #8 |
| Mit Stützrädern-Fahrer Registriert seit: 11.11.2005 Ort: Zirndorf
Beiträge: 19
| Re: Der wars - was bringt was? Ich hab bei meinem langen Lauf nochmals intensiv über das Thema nachgedacht: Kann man jetzt prinzipiell sagen, dass eine Umstellung des Trainings an sich schon leistungsfördernd ist, weil man neue Reize setzt!?
__________________ Ich bin dann mal weg! |
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| | #9 |
| Admin Registriert seit: 24.04.2008 Ort: München Alter: 38
Beiträge: 1.629
| Re: Der wars - was bringt was? Moin Thilo, ja, im Prinzip einfach Reiz - Anpassung. Die Anpassung ist ziemlich individuell. Je je untrainierter der Sportler, je stärker und je neuer der Reiz, desto stärker ist die Anpassung. Ralle
__________________ keep it simple |
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| | #10 |
| Mit Stützrädern-Fahrer Registriert seit: 11.11.2005 Ort: Zirndorf
Beiträge: 19
| Re: Der wars - was bringt was? Das würde auch die Vielzahl der Trainingsphilosophien erklären. Weil ein neues Training (und ein neuer Trainer) ja fast immer auch neue Reize setzen. Und immer ist die letzte Art zu Trainieren, aktuell auch die Beste. Also! Immer schön Abwechslung in den Trainingsalltag und einen guten Trainer, der das vernünftig dosiert und zielgerichtet zum Erfolg führt.
__________________ Ich bin dann mal weg! |
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