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Alt 17.12.2009, 08:15   #1
Dreisportler
Einer muss es ja tun
 
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Ökologische Ernährung kann Klimawandel stoppen

Zitat:
Zitat von Pressemitteilung von biond.de
Auf der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen diskutieren Politiker über den Klimawandel und suchen nach einer globalen Lösung, um den weltweiten CO2-Ausstoß zu verringern. Dabei lassen sie einen entscheidenden Faktor außer Acht: ein Drittel der klimaschädlichen Emissionen entsteht in der Lebensmittelwirtschaft, insbesondere der Landwirtschaft. Würde die Ernährung weltweit auf ökologische Produkte umgestellt, könnte der Klimawandel gestoppt werden.

Die CO2-Belastungen, die auf die Erzeugung von Lebensmitteln zurückgehen, addieren sich etwa zu gleichen Teilen aus der landwirtschaftlichen Erzeugung sowie der industriellen Weiterverarbeitung. Weltweit liegt nach Greenpeace-Angaben der Anteil der Landwirtschaft bis zu einem Drittel des Gesamt-CO2-Ausstoßes pro Jahr von ca. 31 Milliarden Tonnen, also etwa 10 Milliarden Tonnen.

Ursachen für den hohen Ausstoß von Klimagasen der Landwirtschaft sind die intensive Tierhaltung mit hohem Methan-Ausstoß, das Auslaugen der Böden sowie die Urwaldrodung für Acker- und Weideland. Besonderen Schaden verursacht das CO2-Äquivalent Lachgas. Es greift das Klima 300-mal so stark an wie Kohlendioxid. Es entsteht in großem Maß bei der Überdüngung der Böden mit Stickstoff, aber auch bereits bei der immens energieaufwändigen Herstellung des synthetischen Stickstoffdüngers. Um eine Tonne Stickstoffdünger zu produzieren, wird eine bis anderthalb Tonnen Benzin benötigt.

Dabei hat gerade die Landwirtschaft die Möglichkeit, CO2 im Boden zu binden: werden Abfälle und Pflanzenreste zu Humus umgewandelt, wird das Kohlendioxid in Form von Kohlenstoff im Boden gespeichert. Hier liegt ein zentraler Vorteil des Ökologischen Landbaus. Bio-Bauern verwenden keinen synthetischen Stickstoff-Dünger, sondern verfolgen das Ziel, den Humusgehalt des Bodens und damit dessen natürliche Fruchtbarkeit zu steigern. Der lebendige Boden führt außerdem zu höheren Wurzelmassen, diese wieder zu erhöhtem Humusaufkommen und einer höheren CO2-Bindung. Auch in der Tierhaltung bietet der Ökolandbau Klimavorteile: Aufgrund der großzügigeren Haltung und natürlichen Fütterung der Tiere verfügt der Öko-Landbau über deutlich mehr Grünland und Ackerfutterbau. Diese Faktoren führen dazu, dass die Emission von Treibhausgasen auf ökologisch bewirtschafteten Böden um 60 Prozent niedriger liegt als in der konventionellen Landwirtschaft. Der Humus nimmt eine Schlüsselposition im Klimaschutz ein. Die Ohio State University errechnete, dass eine Erhöhung des durch Humus im Boden gebundenen Kohlenstoffs um 10% den Gehalt des CO2 in der Luft entscheidend reduzieren könnte: Der Wert, der in ppm (parts per million) gemessen wird und heute bei gefährlichen 385 liegt, könnte auf 270 ppm reduziert werden, einem Wert aus vorindustriellen Zeiten. Damit wäre der Klimawandel Geschichte.

Um Bio-Lebensmittel komplett klimafreundlich auf den Tisch zu bringen, bedarf es nun noch einer durchdachten Verarbeitung. Daß auch dies mit guten CO2-Werten gelingt, beweisen Bio-Unternehmen wie die Systemküche biond des Kasseler Bio-Spitzenkochs Dr. Harald Hoppe (49), einem Partnerunternehmen der Vermögensakademie. Der promovierte Agraringenieur, der vor Beginn seiner Gastronomiekarriere den ältesten Bio-Anbauverband Demeter leitete, setzte von Beginn an ein strukturiertes Klimakonzept um. „Aus ökologischen und aus qualitativen Gründen“ entschied er sich schon zu Beginn für regionale Saisonprodukte von Bio-Landwirten aus der Umgebung. Mit einem saisonal angepassten Speiseplan mit deutlich weniger Fleischanteil als in der Durchschnittsküche unterstützt er nicht nur die Gesundheit seiner Kunden, sondern schützt zugleich das Klima: frisches Bio-Gemüse weist nur ein Hundertstel an CO2-Äquivalenten gegenüber Rindfleisch aus. Seine Bio-Gerichte, die er bundesweit an Schulmensen und Betriebsrestaurants liefert, kocht er mit Naturstrom und spart durch den Verzicht auf Tiefkühlung jede Menge Klimagas: „Kühlung auf 3 Grad Celsius und Verpackung unter Schutzatmosphäre sind völlig ausreichend und sind viel besser für die Qualität der Lebensmittel“, so Dr. Hoppe. Dass er bundesweit ausliefert, trübt die Bilanz nicht: weniger als 5% der Gesamtmenge CO2 entfallen auf den Transport. Den verbleibenden Rest an Klimaschadstoffen, den sein Unternehmen verursacht, neutralisierte er durch Zukauf von CO2-Zertifikaten. Zertifiziert vom TÜV Nord als erste klimaneutrale Systemküche unterstützt sein Unternehmen damit biologisch-dynamische Kompostieranlagen, die in Äqypten, Mexiko und Südafrika kompostierfähige Abfälle in Humus umwandeln, somit CO2 Äquivalente binden und dadurch weiteren Bio-Anbau unterstützen.

Zieht man nun noch in Betracht, dass ökologische Landwirtschaft pestizidfrei arbeitet, die Wasserspeicherung im Boden anhebt und sich die Lebensmittel durch hohen Gesundheitswert und Qualität auszeichnen, sollte nicht nur die Politik an dieser Form der Klimarettung Geschmack finden.
__________________
Triathlon in Dänemark
Dreisportler no ha iniciado sesión   Mit Zitat antworten
Alt 17.12.2009, 09:34   #2
PeterMuc
Mod, die rechte und linke Hand vom Chef
 
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Registriert seit: 02.03.2004
Alter: 41
Beiträge: 1.949
Re: Ökologische Ernährung kann Klimawandel stoppen

Landwirtschaftliche Produkte binden immer CO2 (Der Strauss Blumen, den Du deiner Frau jede Woche mitbringen sollst, übrigens auch )
Unsere CO2-Bilanz ist zum grössten Teil desshalb so schlecht, weil wir ueber Jahrmillionen gebundenes CO2 in Form von Öl und Gas in weniger als 100 Jahren in die Atmorphäre gepustet haben.
Die Bio-Erdbeere ist also nur dann klimafreundlich, wenn Du sie mit dem Fahhrad selber vom Acker geholt hast und sie nicht aus biologischen Anbau aus Israel, Spanien oder sonstwo herkommt.
Und wer auf die "berüchtigten" 2,5kg Fleisch am Tag setzt, der kann das mit dem Bio gleich vergessen

Übrigens ist Triathlon extrem klimafreundlich in letzer Zeit: Was da in Forum von Carbon an CO2 aus dem Kreislauf geholt wurde... (Kann natürlich gleich durch sommerliche Grillparties wieder neutralisiert werden)
__________________
Tempogefühl habe ich nur beim Nase putzen.
PeterMuc no ha iniciado sesión   Mit Zitat antworten
Alt 17.12.2009, 10:31   #3
hörnchen70
Jedermännchen
 
Registriert seit: 28.06.2009
Ort: Tegernsee
Alter: 42
Beiträge: 299
Re: Ökologische Ernährung kann Klimawandel stoppen

Oh da wurde ja ein weites Feld angegraben. Hier ist es gerade Saukalt, ich merke nichts von Erwärmung .
Aber mal im Ernst.
Kann die ökologische Ernährung wirklich den Klimawandel stoppen?
Ich denke nicht, aber man kann die Klimaveränderung samt Folgen mindern weil,
1. wir schon mittendrin in den Veränderungen sind,
2. die (Land)Wirtschaft eine viel zu große Lobby und Vertreter in der Politik hat,
3. und man in den Wirtschaftsregionen der Welt doch meist nur auf Profit (oft nur kurzzeitig) aus ist und nicht auf Nachhaltigkeit, denn diese kostet allen mehr und verschafft weniger Profit.
Wir wollen das es uns, und anderen Menschen auch gut geht. Daher werden sich immer mehr ähnliche Ernährungs und Lebensweisen bzw. Standards weltweit verbreiten.
Wieso warten die meisten auf Anordnungen von oben (z.Bsp: Energiesparlampen,) und kaufen solche nicht ohne Zwang. tragen Sachen (auch Wettkampfkleidung) nur ein oder zwei Mal, essen brasilianische Äpfel usw.
Veränderungen müssen doch erst die anderen machen, wir tun doch schon genug (siehe Klimakonferenz in Kopenhagen). Warum geht man nicht konsequent einen Schritt vorraus?
Ist Triathlon wirklich umweltfreundlich? Reisen für ein paar Tage bis in enfernteste Winkel der Welt um an einen Wetkampf teilzunehmen. Massen an Pappbecher, Radflaschen, Gel und Riegelverpackungen die in Wettkämpfen benutzt werden und die Immer neueste Ausrüstung, vom Neo bis zum Zeitfahrrad und Zubehör.
Das ich da selbst mitwirke und so meinen Teil zur Klimaveränderung beitrage ist mir schon klar, aber ich versuch dann ebend woanders meinen Klimaschutzhebel anzusetzen.
__________________
Alles was man übertreibt verwandelt sich in Traurigkeit
hörnchen70 no ha iniciado sesión   Mit Zitat antworten
Alt 17.12.2009, 12:09   #4
ironstephan
Ironman
 
Registriert seit: 02.11.2008
Ort: Pressath i.d. Opf. und München
Beiträge: 1.107
Re: Ökologische Ernährung kann Klimawandel stoppen

Zitat:
Zitat von hörnchen70
...Wieso warten die meisten auf Anordnungen von oben (z.Bsp: Energiesparlampen,) und kaufen solche nicht ohne Zwang. tragen Sachen (auch Wettkampfkleidung) nur ein oder zwei Mal, essen brasilianische Äpfel usw.
Veränderungen müssen doch erst die anderen machen, wir tun doch schon genug (siehe Klimakonferenz in Kopenhagen). Warum geht man nicht konsequent einen Schritt vorraus?
Ist Triathlon wirklich umweltfreundlich? Reisen für ein paar Tage bis in enfernteste Winkel der Welt um an einen Wetkampf teilzunehmen. Massen an Pappbecher, Radflaschen, Gel und Riegelverpackungen die in Wettkämpfen benutzt werden und die Immer neueste Ausrüstung, vom Neo bis zum Zeitfahrrad und Zubehör.
Das ich da selbst mitwirke und so meinen Teil zur Klimaveränderung beitrage ist mir schon klar, aber ich versuch dann ebend woanders meinen Klimaschutzhebel anzusetzen.
Oh je, jetzt wirds aber politisch und auch etwas polemisch Sollen wir uns denn zurück in die Höhlen verkriechen
Natürlich ist fast alles was Spaß (z.B.Triathlon )umweltschädlich, aber man kann schon sehr viel selbst dazu beitragen um die Natur und Umwelt zu schützen Jeder ist selbstverantwortlich und in DEU wird wirklich schon sehr viel getan im Vergleich zu anderen Nationen
__________________
nicht mehr dabei!
ironstephan no ha iniciado sesión   Mit Zitat antworten
Alt 05.01.2010, 18:47   #5
triQ
Bikeexperte
 
Registriert seit: 15.02.2009
Beiträge: 252
Re: Ökologische Ernährung kann Klimawandel stoppen

Da werden doch glatt diese schwachsinnigen Energiesparlampen als Beispiel verwendet, ich lach mich gleich tot. Ein Produkt was viel mehr kostet, bei kurzen Leuchtzeiten (oft ein- und ausschalten) absolut null Vorteil bringt, weder in Effizienz noch in Haltbarkeit, und dazu noch mit (eigentlich verbotenem) Quecksilber hergestellt wird, so dass dieser Mist auch noch unter die Rubrik Sondermüll fällt. Jedem dieser hirnverbrannten Politiker in Deutschland und Europa der diesen Scheiß unterstützt würde ich am liebsten eine Tonne von dem krebserregenden Quecksilber Schrott ins Wohnzimmer kippen. Aber es ist eh der Wahnsinn was wir uns in Deutschland alles für hirnlosen Scheiß vorschreiben lassen. Da braucht man Feinstaubplaketten um mit seinem Auto in die Stadt fahren zu dürfen weil das eine Umweltzone ist. So ein saudummes Geschwätz !!! Und bringen tut das ganze nachweislich gar nix.
Und manche glauben wohl immer noch das die lächerlichen 80 Millionen Einwohner in Deutschland einen Unterschied machen. Dabei hat man gerade gesehen dass sich die 1,2 Milliarden Menschen in China (20% der Weltbevölkerung !) einen Scheiß drum scheren. Also wenn schon Welt retten, dann bitte alle. Aber ich bin eh der Meinung dass Tiere eine sehr gute Anpassungsfähigkeit haben. Der Mensch hingegen ist das einzig völlig überflüssige Lebewesen auf diesem Planeten.
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triQ no ha iniciado sesión   Mit Zitat antworten
Alt 06.01.2010, 21:11   #6
freebird
Ironwoman
 
Registriert seit: 07.06.2009
Ort: KFZ Bereich ESW + OD
Beiträge: 865
Re: Ökologische Ernährung kann Klimawandel stoppen

Zitat:
Zitat von triQ
Der Mensch hingegen ist das einzig völlig überflüssige Lebewesen auf diesem Planeten.
aber wer streichelt dann die vielen lieben Tiere????

wenn ich nicht mehr wäre, würden meine teilzeithasis glaub ich amok laufen
nein, die sind nicht zum essen
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