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| Medizinisches Wo finde ich den richtigen Arzt? |
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| Jedermännchen Registriert seit: 01.10.2004 Ort: Wiesbaden Alter: 36
Beiträge: 241
| Meniskusdegeneration - was soll ich nur machen??? Hallo an alle Fachleute der Orthopädie bzw Leidensgenossen - ich brauche mal Eure Unterstützung!!! Folgendes Problem habe ich: Vor ca 4 Wochen verspürte ich zunächst nur ein Knacksen in der Hüfte beim Beugen und Strecken (ohne Schmerzen). Ist wohl das typische Geräusch einer M. psoas Verkürzung. Dann kamen aber schleichend auch Schmerzen im Kniegelenk (medial) hinzu. Auch nach 100m lockerem Mountainbikefahren zum Bäcker und zurück konnte ich kaum noch auftreten. Also beschloss ich erstmal 1 Woche Voltaren lokal und oral zu nehmen und mein Knie zu schonen. Über Nacht hatte ich nach dem 4. Tag einen Gelenkerguss bekommen, der nach Kühlung und Voltaren wieder verschwand nach 2 Tagen! Da ich selbst Tierarzt bin war mir schon irgendwie klar, dass ich mal zu einem Humankollegen gehen sollte.. Kurzes Intermezzo: ich hatte 1989 einen schweren Skiunfall, bei dem ich mir wohl das hintere Kreuzband zerfetzt habe. Zudem war mein Wadenbeinköpfchen luxiert. Konservative Versorgung mittels Gips und kurze Reha war die damalige Behandlung. 6 Jahre später wars dann ein Grund für meine Ausmusterung - toll. Seither habe ich ein nach hinten versetztes Wadenbein (Schublade) und ein rel instabiles Knie, welches ich vorwiegend durch starke Oberschenkelmuskulatur über die letzten 20 Jahre sehr gut stabilisieren konnte. dennoch fuhr ich weiter ski, spielte volleyball, Tennis, Speedskaten auf hohem Niveau und jetzt Triathlon (muss gerade selbst lachen - aber mein Knie machte es prima mit) Mit diesem Vorberich ging ich zum Orthopäden! Wie es bei Kassenpatienten (aber mit Kollegioidenbonus da mich die Untersuchung der Ärztin nicht wirklich überzeugte, habe ich selbst mal einige Test von meiner Nachbarin (Physiotherapeutin) machen lassen! *** Bewegungsumfang: nach 4 Wochen Schonung jetzt fast maximal beugbar, aber mittelstarke Schmerzen beim "Indiehockegehen" *** Gelenkstabilität: deutl. Seiteninstabilität (über 20°), Hyperextension Kniegelenk (über 15°), Schublade nach hinten (also ich kann Unterschenkel ca 3cm nach vorn schieben) *** Palpation: deutlich schmerzhaft punktuell med. Gelenkspalt *** McMurray-Test: Druckschmerzen bei Palpation des Gelenkspaltes, tastbares oder hörbares Knacken innerhalb des medialen Gelenkspaltes, vorallem wenn ich die Sehen des M. semitendinosus und M. semimembranosus in der Kniekehle komprimiere und das Knie beuge, knackst es laut hörbar und auch spürbar *** Kompressionstest nach Apley: schwach positiv medial *** Distraktionstest nach Apley: negativ im Bezug auf Außenbänder *** Zohlen Test: negativ *** Apprehensiontest der Patella: negativ Und dann gings zum MRT.... *** MRT Befund: Nachweis eines geringgradigen Gelenkergusses. Unauffälliges Knochenmarkssignal. Signalanhebung des Innenmeniskushinterhorns im Sinne einer Degeneration. Eine Meniskusrissbildung liegt weder im Außenmeniskus noch Innenmerniskus vor. Die Kreuzbänder stellen sich intakt dar. Reguläre Signalanhebung der Kollateralbänder. ***Beurteilung MRT: ggr. Gelenkerguss, interne Degeneration im Innenmeniskushinterhorn. Die Kreuzbänder sind intakt (PS: ganz großes Kino, wenn man sich meine Schublade ansieht und mein Wadenbein ca 2-3 cm nach hinten verlegt ist - sehr seltsamer MRT Befund) Bevor ich den oben beschrieben MRT Bericht vom Radiologen bekam (MRT wurde extern gemacht) war ich zur MRT Bilder Besprechung bei der Orthopädin. daraufhin riet sie mir dringend zur Arthroskopie und Meniskusteilresektion wenn notwendig. Und eigentlich auch zur Kreuzband OP (hintere Kreuzbandplastik). Heute - ca 5 Wochen nach Auftreten der ersten Beschwerden - habe ich keinerlei Ruheschmerz. Habe seither nicht belastet, und kann nicht sagen wie es danach wäre. Nur bei Druck auf den med. Gelenkspalt habe ich nach wie vor Schmerzen und teilweise knackst es und ich habe ein "Klemmgefühl" im Knie, was ja typisch für Meniskusschäden ist. Aber dieses schwammige Gefühl im Knie und die Angst, bei jedem Schritt umzuknicken habe ich nciht mehr! JETZT MEIN DILEMMA Irgendwie passen die MRT Befunde nicht zur Klinik...liegt das am bildgebenden Verfahren allgemein oder an der Person, die es ausgewertet hat? also vorallem wegen der Diagnose Kreuzbänder intakt...und kein Meniskusriss. Reicht der Befund Menikusdegeneration zur Rechtfertung einer Arthoskopie? Soll ich aufgrund des klinischen Erscheinungsbilds trotzdem eine Arthroskopie machen lassen? Bin jetzt total verunsichert, wie ich damit umgehen soll! Wenn ich noch 4 wochen schone und dann ne falsche Bewegung mache mache ich vielleicht mehr kaputt. Andererseits habe ich das Risiko bei einer Arthoskopie in Form von Vollnarkose, Infektionsgefahr, chron Schmerzen und Arthrosegefahr... Eieiei ist schon doof, wenn man auch etwas Ahnung von Medizin hat.. Was würdet Ihr machen? |
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| Mit-Socken-im-Schuh-Läufer Registriert seit: 21.07.2008 Ort: Hilden Alter: 41
Beiträge: 709
| AW: Meniskusdegeneration - was soll ich nur machen??? Mach es nicht. |
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| Sportorthopädie Experte Registriert seit: 17.11.2010 Ort: München Alter: 46
Beiträge: 22
| AW: Meniskusdegeneration - was soll ich nur machen??? Hallo, wenn du Beschwerden im Kniegelenk hast, die nicht rückläufig sind und die Dich im Alltag oder im Sport einschränken, die klinische Untersuchung Hinweise auf einen Meniskusschaden zeigt, dann solltest Du Dir eine OP überlegen. Es hilft Dir ja nicht weiter, wenn die Beschwerden nicht besser werden und Du Deinen Sport nicht ausüben kannst. Es kann schon sein, dass durch das insuffiziente hintere Kreuzband ( so scheint es wohl zu sein, da es angeblich im MRT zu sehen ist, aber klinisch eine hintere Schublade vorhanden ist) sich das Knie langsam aufarbeitet und ein kleiner Meniskusschaden entstanden ist. Ich wäre auch auch sehr kritscih bzgl. der Befundung des MRT`s, da ja auch von einem intakten Kreuzband gesprochen wird! Vielleicht ist doch nicht nur eine Degeneration des IM, sondern ein kleiner Lappenriß, der sich immer wieder einklemmt. Du kannst ja zur Sicherheit nochmal ein zweites MRT woanders machen lassen. Wenn du länger als 4 Monate Beschwerden ohne deutliche Besserungstendenz hast, würde ich eine Arthroskopie machen lassen. Den hinteren Kreuzbandschaden würde ich erstmal so belassen, gibt nicht viele OPerateure, die hintere Kreuzbänder wirklioch gut können ... Viele Grüße uli |
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| Jedermännchen Registriert seit: 01.10.2004 Ort: Wiesbaden Alter: 36
Beiträge: 241
| AW: Meniskusdegeneration - was soll ich nur machen??? @Tridoc: Vielen Dank für den kompetenten Beitrag! Ich werde heute ein zweites MRT (noch bessere Hardware und Software) machen lassen. Mit meinem Vorbericht kann sicherlich dann auch kritischer beurtelt werden. Mittlerweile bessert sich die Situation in meinem Knie täglich. Allerdings belaste ich es auch in keinster Weise mehr als notwendig! Mal sehen was sich ergibt! |
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| Nordic Walker-Hinterherhechler Registriert seit: 24.04.2010 Ort: NRW Alter: 33
Beiträge: 9
| AW: Meniskusdegeneration - was soll ich nur machen??? Hey Esox, was hat das zweite MRT ergeben? Ich hab mich nach 19 Jahren ohne vorderes Kreuzband operieren lassen, obwohl ich nicht so heftige Beschwerden hatte wie du. Ich drück dir die Daumen dass es nichts schlimmeres ist. |
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| | #6 |
| Jedermännchen Registriert seit: 01.10.2004 Ort: Wiesbaden Alter: 36
Beiträge: 241
| AW: Meniskusdegeneration - was soll ich nur machen??? Update: das zweite MRT wirft noch mehr Fragen auf als das erste: Im Moment wird sich noch darüber gestritten, ob ich noch ein hinteres Kreuzband habe oder nicht. Klinisch darf eigentlich keins mehr da sein... Zum Meniskus: klinisch geht es mir soweit gut. Habe kaum noch Probleme im alltag. Allerdings habe ich noch KEINE Belastung aufs Knie gegeben! Auf dem MRT sprechen mich manche frei von Verletzungen - andere meinen einen umgeklappten Meniskus zu sehen, manche einfache Degenerationen! Ich warte das Urteil eines dritten Gutachters ab! Bei dem derzeitigen Stand der Dinge ist eine Kniespiegelung derzeit nicht angebracht! To be continued.... |
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