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Medizinisches Wo finde ich den richtigen Arzt?

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Alt 26.01.2010, 22:10   #1
Physiofee
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Schleimhautpflege bei Minusgraden

Bei den aktuellen Minusgraden sind nicht nur der Bewegungsapparat besonders gefährdet, sondern auch unsere Schleimhäute in den Atemwegen.

Ein Sportler erhöht ganz automatisch bei Belastung sein Atemzugvolumen (die Menge Luft, die pro Minuten in die Atemwege ein und aus strömt). Die Atemfrequenz und das Atemzugvolumen stellt sich unter allen Belastungsstufen automatisch optimal aufeinander ein. Jede bewußte Änderung des individuellen Atemrhythmus führt zu einer Herabsetzung der Atemökonomie. Deshalb sollte im allgemeinen in dem Atemrhythmus geatmet werden, der sich aufgrund der Belastungs- und Bewegungserfordernisse unbewußt ergibt. Von einem oft empfohlenen Nase zu Nase atmen bei Belastung rate ich ab. Die Nase zu Nase Atmung fällt mit ansteigender Herzfrequenz zwangsläufig durch die Erhöhung des Sauerstoffbedarfs weg. Somit aber auch die Funktion der Nase: Luft filtern, erwärmen und befeuchten. Die kalte Luft strömt ungehindert in den Mund, Rachen und unsere Bronchien.


Wenn Ihr ein paar Kleinigkeiten beachtet, kommt Ihr sicher gut durch den Winter.

1. Viel trinken
Kalte Luft enthält weniger Feuchtigkeit als warme Luft. Somit entzieht Euch die kalte Luft Feuchtigkeit auf den Schleimhäuten.

2. Gesichtsschutz benutzen
Im Handel gibt es unterschiedlichste Produkte, um das Gesicht zu schützen vor den Minusgraden. Die Luft wird durch die Wärmeschicht zwischen Mund und Textil etwas erwärmt. Ebenso kann die entstehende Feuchtigkeit die Atemluft etwas optimieren.
Am bequemsten und effektivsten sind für mich immer noch die Radgesichtschutzmasken mit Gore Membran. Sie haben einen praktischen Klettverschluss und passen sehr gut. Gibt es auch als komplette Sturmhaube.

3. Inhalieren
Wer ein Inhalationsgerät mit Kompressor hat, sollte eine Isotonische Kochsalzlösung, gut auch mit 0,5- 1,0 ml Bepanthenlösung zusätzlich, inhalieren. Wichtig wäre es langsam, gleichmässig und tief bis in die unteren Atemwege einzuatmen. Wenn nur oberflächlich eingeatmet wird, erreicht Ihr die unteren Atemwege nicht. Ebenso wäre es wichtig nicht an dem Mundstück anzuziehen wie an einer Zigarette, sondern wirklich langsam, weich die Luft einströmen lassen. Die Einatemluft kurz innehalten und dann wieder ohne Druck nicht forciert ausatmen.
Die "Gesicht über Topf" Methode funktioniert nur bedingt für die oberen Atemwege, da die Tröpfchengrösse des Wasserdampfes nicht lungengängig ist. Die Tröpfchen bleiben im Rachen hängen.

4. Nasendusche
Im Handel gibt es sehr gute Nasenduschen mit verständlichen Beschreibungen. Die Nasendusche ist vielleicht nicht Jedermanns Sache, aber immer noch sehr wirkungsvoll.

5. Gurgeln und Lutschpastillen
Auch gurgeln mit einer leicht isotonischen Salzlösung und oder Lutschpastillen von Emser sind sehr zu empfehlen.

6. Training im "grünen" Bereich
Bei der Kälte ist es nicht empfehlenswert hochintensive Einheiten zu machen. Zu hoch ist der Luftumsatz und damit die Gefahr die Schleimhäute zu überfordern. In diesem Fall ist wirklich weniger mehr.

7. Warm + winddicht anziehen und sofort duschen und trocken anziehen
..... ist sowieso klar........... vergesst nicht den Kopf warm einzupacken und auch die Hände

Bleibt gesund und wenns dann doch passiert???? Fortsetzung folgt

Eure Physiofee
__________________
Hola... die Physiofee im Forum und als Physioexpertin
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Alt 02.03.2010, 12:12   #2
dary
Gast
 
Beiträge: n/a
Re: Schleimhautpflege bei Minusgraden

Danke für die hilfreichen Tipps. Ich habe immer totale Beschwerden in den Lungen wenn ich bei einigen Minusgraden Laufen gehe ... irgendwas muss ich anscheinend falsch machen. Da mir die Kälte an sich nichts ausmacht, würde ich gerne auch jetzt Laufen gehen aber lieber ohne diese Schmerzen. Inhalieren werde ich auf jeden Fall mal ausprobieren.
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