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Material: Rad Welches Aerolaufradsatz ist der Schnellste?

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Alt 20.10.2010, 14:10   #1
wAndi
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Neues Triarad

Hallo,

ich will mir endlich ein neues Triathlonrad zulegen (habe bis jetzt ein gebrauchtes, umgebautes Rennrad gefahren) und habe diesbezüglich ein paar Fragen. Ich habe mich auch schon in Fachgeschäften erkundigt, probegefahren und habe mich mit Kollegen darüber unterhalten.

Momentan habe ich aus verschiedenen Gründen das Cube Aerium HPC Race, aber mit Di2 Schaltung im Auge.
Gründe für das Cube:
-relativ billig
-sieht gut aus
-und kommt bei mir aus der Gegend

für Di2:
-relativ bergige Gegend hier bei uns (Fichtelgebirge) und ich will mir nicht noch zusätzlich ein RR kaufen
-ich bin Ingenieurstudent und ein bisschen technik-verliebt^^

Ich habe für das Rad auch schon ein recht gutes Angebot, aber trotzdem gehen mir momentan einige Fragen im Kopf rum.

Die erste zwecks Laufräder:
Eigentlich habe ich mir zuerst gedacht die Squad 5.8 aus der Serienausstattung drauf zu lassen, aber für den Händler ist es kein Problem andere drauf zu schrauben und einige Leute haben schon zu mir gesagt, dass bei meinem Körpergewicht (72kg) evtl andere Varianten besser wären:
Mark 1 TT vorne und hinten (die sehen natürlich auch besser aus)
TT hinten, Mark 1 vorne
TT hinten, Squad 4.2 oder 5.8 vorne

Was haltet ihr denn davon oder habt ihr noch bessere Vorschläge?
Und wann sollen die 80er TT von Xentis erscheinen? Wäre evtl auch noch eine gute Möglichkeit fürs Hinterrad.

Das war jetzt erstmal der erste und wichtigere Teil, denn ich werde wahrscheinlich schon beim Cube bleiben. Aber ein guter Kumpel von mir hat gesagt, dass ich mir doch lieber das Cube mit einem STI Aufsatz oder ein Aero-RR zulegen soll.
Was haltet ihr davon?
Also ich will das Rad schon für Training und Wettkampf benutzen, aber meiner Meinung nach sollte das auch mit dem Cube in Verbindung mit Di2 möglich sein, obwohl ich hier im Mittelgebirge wohne.
Ich kenn als Aero-RR momentan nur das Cervelo S. Kennt ihr vielleicht auch noch andere gute Hersteller?

Achso, ich sollte vielleicht noch dazu sagen, dass ich hauptsächlich im OD und MD Bereich Wettkämpfe bestreite und diese dann natürlich auch zum Großteil in bergigem Terrain (also nicht wie bei TdF Bergetappen, aber eben Mittelgebirge) stattfinden.

Persönlich tendiere ich eher zu TT-Rad, aber ihr dürft mich auch gerne vom Gegenteil überzeugen.

Danke schonmal im Vorraus.

PS: das alte Rad werde ich kaum mehr verwenden können (außer evtl. noch ein paar mal im Winter) und zwei einzelne Räder sind mir dann doch zu teuer, also sollte es schon bei einem Rad bleiben^^
wAndi no ha iniciado sesión   Mit Zitat antworten
Alt 20.10.2010, 15:29   #2
elevated
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Hallo.

Als bekennender SRAM-Nutzer eine Frage: was hat Di2 mit hügeligem Gelände zu tun? Ich könnte mir höchstens vorstellen dass du damit schneller auf einen RR-Lenker tauschen kannst. Ansonsten spricht gegen Di2 (ausser den Kosten) sicher nichts.

Bei der Laufradwahl würde ich dein Gewicht eher zweirangig sehen. Wichtiger ist der Einsatzzweck. Wenn du primär Berg rauf, Berg runter fährst, ist die Aerodynamik ziemlich egal. Ich würde dann eher auf Gewicht und Stabilität achten. Bei der Tour fährt ja auch niemand mit Zipp 808 den Tourmalet hoch. Wenn es Xentis sein muss (warum auch immer ) dann würde ich bei bergigem Terrain eher zu den 4.2 vorne und hinten greifen. Nur für flaches Gelände und hohe Geschwindigkeiten würde ich über TT, 5.8 oder sonstige Kombi nachdenken. Preislich und Technisch (Aerodynamisch) finde ich aber Zipp und vor allem HED viel interessanter.

Warum kaufst du nicht einfach einen zweiten Trainings-LRS? Für 170EUR gibt es die Fulcrum Racing 5. Die sind super. Mit einem RR Lenker hättest du dann ein Bike für jeden Einsatzzweck.
elevated no ha iniciado sesión   Mit Zitat antworten
Alt 20.10.2010, 15:47   #3
captain hook
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Zitat:
Zitat von wAndi Beitrag anzeigen
Hallo,

Ich kenn als Aero-RR momentan nur das Cervelo S. Kennt ihr vielleicht auch noch andere gute Hersteller?
canyon hat auch sowas:

Canyon | Rennrad | Aeroad CF 9.0 TEAM

wenn du die OD ansprichst, willst du ja vielleicht auch mal in rennen starten, wo es windschattenfreigabe gibt... da wäre dann dein tt bike fehl am platze, weil du es per reglement da nicht benutzen dürftest, ausser du veränderst dafür die komplette lenker/auflieger/schaltungs situation.

bei den laufrädern... schlauch oder drahtreifen?
captain hook no ha iniciado sesión   Mit Zitat antworten
Alt 20.10.2010, 15:53   #4
gautcho
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AW: Neues Triarad

Zum Thema Aero-RR:

Ein Kumpel von mir hatte ein ähnliches Anforderungsprofil wie du (Triawettkämpfe, aber auch normales RR-Training) und ich habe dann ein bissl in den einschlägigen Foren rumgefragt und natürlich selber recherchiert (google hätte dir sicher auch gerne geholfen) und hier mal ein paar Ergebnisse (keine Links, da ich nicht weiß, ob das gerne gesehen wird):

Cervelo S-Serie
Felt AR-Serie
Willier XYZ (fällt mir gerade der Name nicht ein )
Scott F01 (sobald draußen)
Canyon Aerorod CF (sobald draußen)
Centurion Megadrive (sobald draußen)
Stevens SLR
Merida Reacto
Ridley Noah


Wichtiger Hinweis an dieser Stelle: Nicht alle von denen bieten die Möglichkeit "einfach" mit dem Sattel nach vorne zu kommen. Cervelo bietet aber zb eine spezielle Sattelstütze (Preis knapp über 100€ an), die das liefert.

Seine Wahl fiel dann schließlich auf das S1 mit anderem LRS und mit dem ist er sehr zufrieden. Hat er jetzt gut einen Monat und hat auch schon einen Wettkampf damit gemacht (aufm Auflieger).


Das war alles, was ich beitragen kann
gautcho no ha iniciado sesión   Mit Zitat antworten
Alt 20.10.2010, 16:06   #5
wAndi
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AW: Neues Triarad

Danke für deine Antwort. Ich mag SRAM eigentlich auch lieber, aber die haben sowas wie eine Di2 leider noch nicht.

Di2 hat in Bergen den einen großen Vorteil, dass es eine STI Schaltung ist und man nicht nur auf dem Aero-Aufsatz schalten kann.

Bei den Laufrädern habe ich wegen Seitenwind gemeint, also vor allem beim Vorderrad. Aufs Hinterrad werde ich mir wahrscheinlich eh die Mark 1 TT (ich geh jetzt einfach mal von Xentis aus, weil man bei der gleichen Marke die LRS dann besser vergleichen kann, aber es kann dann zb auch ein Hed 3 werden) schrauben.
Und ich fahr ja nicht nur bergauf oder bergab, ich habe auch eine Durchschnittsgeschwindigkeit von über 30km/h, aber es ist halt eben nicht wirklich flach über den ganzen Streckenverlauf.

Ein TT-Rad mit RR-Lenker werde ich mir nicht kaufen, weil dann die ganze Geometrie kaputt ist und ich nur Nachteile dadurch habe.

Also es soll schon ein einheitliches Konzept sein, was ich aber im Training und im Wettkampf fahren kann, auch falls es mal ein bisschen bergiger sein sollte, aber eine Alpenetappe wird es nie werden.

Bei den ODs habe ich momentan sowieso keine mit Windschattenfreigabe im Plan und zur Not müsste ich solche Rennen eben meiden (finde Windschattenrennen eh nicht so berauschend).

Normales Rennradtraining mache ich nicht, also wirklich nur reines Triathlonradtraining.

Die Frage ist eigentlich ob alles zusammen (also Triathlontraining und Wettkämpfe) auch auf bergigeren Strecken mit einem TT-Rad mit STI Schaltung ohne größere Probleme möglich ist.
Bei meinen Probefahrten hatte ich eben zwei Probleme:
1. den Seitenwind bei den Squad 5.8 beim Vorderrad (das würde aber mit ein bisschen Übung sicher auch funktionieren)
2. das Schalten am Aero-Aufsatz während man bergauf oder langsam fährt.
wAndi no ha iniciado sesión   Mit Zitat antworten
Alt 20.10.2010, 17:25   #6
elevated
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AW: Neues Triarad

Jetzt bin ich verwirrt. Das Cube ist doch ein "richtiges" TT Bike mit TT Lenker und kein Aerobike (z.B. Cervelo S-Reihe) mit RR Lenker und Aufsatz?

Wenn es ein TT Bike werden soll, dann ist der Vorteil bei Di2 in der Tat dass du auch vom Basislenker aus schalten kannst. Ich habe diese Möglichkeit an meinem Rad noch nicht vermisst. Klar kann man im Wiegetritt nicht mit einer Hand an den Lenkerendschalter greifen, aber Anstiege sind trotzdem kein Problem.

Wenn es um Seitenwind geht ist das Fahrergewicht dann schon von Bedeutung. Bei 72kg dürfte das aber kein Thema mehr sein. Problematisch ist da sowieso nur das Vorderrad wenn du auf dem Aerolenker liegst. Hinten ist relativ egal weil da dort dein Gewicht unmittelbarer wirkt (näher an der Achse). Mit 5.8 vorne gibt es da sicher keine Probleme. 4.2 vorne nur wenn es extrem windig ist. Ich fahre HED Jet 69 und komme damit immer zurecht. Ich wiege allerdings zurzeit auch deutlich mehr als du . Die Eierlegendewollmilchsau ist 5.8 vorne und hinten. Damit hättest du viele aerodyn. Vorteile und viele Einsatzmöglichkeiten.

Vielleicht zur Orientierung: Chrissie Wellington fährt auf Kona HED Stinger 4 vorne und 6 hinten. Selbst beim Weltrekord in Roth hatte sie "nur" 6 vorne und 9 hinten. Dabei wiegt sie nur 60,5kg.

Wenn du dir bezgl. der Felgentiefe nicht sicher bist, dann schau mal bei Zipp im Speedshop unter "Select by event type". Da gibt es eine super Felgenberatung mit Empfehlung für die einzelnen Wettkämpfe. Vielleicht hilft das weiter.
elevated no ha iniciado sesión   Mit Zitat antworten
Alt 20.10.2010, 17:58   #7
wAndi
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AW: Neues Triarad

Nein, das Cube ist natürlicher ein reiner TT-Renner. So meinte ich das auch nicht. Die Frage ist ja eben ob TT oder Aero-RR.
Also ich hatte bei meinen Testfahrten schon fast extreme Probleme mit mit der "normalen" TT-Schaltung. Das mag zwar vielleicht daran liegen, dass ich einige Berge gefahren bin und es an diesem Tag schon sehr windig war, aber ich musste sogar einmal absteigen um nicht umzukippen^^.
Vielleicht wird das aber ja wirklich nach 2-3 Ausfahrten viel besser.
Ich habe jetzt auf jeden Fall lange und viel für ein richtiges Wettkampfrad gespart und will deshalb jetzt auch nicht die falsche Wahl treffen.
Mittlerweile hab ich 5500-6000€ zur Verfügung, für Rad, Pedale, Schuhe etc. Was würdet ihr euch mit meinem Anforderungsprofil (also 72kg, Mittelgebirge, ODs-MDs, auch fürs Training geeignet) zusammen stellen?
wAndi no ha iniciado sesión   Mit Zitat antworten
Alt 20.10.2010, 18:59   #8
gautcho
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AW: Neues Triarad

Allgemeine Ratschläge (du machst das meiste aber scheinbar schon):

Lass dir wirklich Zeit und dich nicht stressen, erst recht nicht von irgendwelchen supertollen Sonderangeboten, denn die gehen in deiner Preisklasse doch nicht jeden Tag raus. Informier dich ausführlich und gib dir Zeit eine Entscheidung nochmal zu überdenken. Draußen ists eh grad eklig!

Und: Fahr Probe. Bei deinem Investitionsvolumen sollten die Händler da auch mitmachen, vielleicht bauen sie dir auch mal einen Auflieger auf ein Aero-RR.



Also, wie du siehst: Bist aufm richtigen Weg, wollte es nur nochmal auf den Punkt bringen, nicht dass du irgendwann "Panik" bekommst, wenn dir ein Verkäufer einen erzählt .


/E: Du hast ja noch dein altes Rennrad. Eine Idee wäre auch das für Bergfahrten oder längere, gemütlichere Touren zu nehmen und dann ein TT kaufen und das für Zeitfahrtraining/rennen nutzen. Wobei ich es auch verstehen kann, dass man das Radl auch fahren will, wenn man so viel Geld ausgibt... So war auch die Intention bei meinem Kumpel!
gautcho no ha iniciado sesión   Mit Zitat antworten
Alt 20.10.2010, 19:17   #9
wAndi
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AW: Neues Triarad

Jaja, das ist kein Problem...Zeit lasse ich mir da schon genügend, ich informier mich ja auch schon seit einigen Monaten.
Ich überleg momentan eben vor allem auch, ob ich statt der s***teuren Di2 Schaltung dann nicht lieber den Xentis SMS Lenker nehmen soll und das Ganze dann mit normaler Schaltung. Würde billiger kommen und wäre wahrscheinlich fast genauso gut.
Kennt von euch noch jemand andere solche Lenker (also für TT-Räder mit STI)?
Der Xentis SMS ist für Windschattenfreigabe nicht erlaubt, oder?
wAndi no ha iniciado sesión   Mit Zitat antworten
Alt 20.10.2010, 21:13   #10
vabse
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mein salz in dieser suppe:
nach meinem eindruck hast du dich schon sehr auf das cube mit di2 eingeschossen.
als luftfahrt ing. kann ich deine freude an technischen dingen gut verstehen. bei mir spielt die aerodynamik natürlich eine etwas größere rolle.
ich fahre die xentis tt. wiege zwar auch 2kg mehr als du, aber behaupte einfach mal, dass man die in dieser gewichts klasse prinzipiell bei fast jedem wind fahren kann. allerdings scheinst du dir noch nicht richtig sicher beim fahren mit aufliegern zu sein. ich bin gewiss kein profi, nur wenn man grundsätzlich verstanden hat, wie ein gerät funktioniert, sollte man auch in der lage sein, es zu bedienen. sprich, deine neigung zu den sti's erscheint mir, wie ein schlechter kompromiss zwischen gewohnheit und konsequenter aerodynamik. ich bin schon einige male den schauinsland mit meinem tt hinauf gefahren und hatte nicht wirklich schwierigkeiten, den gang zu wählen, den ich brauchte, trotz lenkerendschalthebel.
wenn man ein tt-rad haben will, dann auch nur mit tt-komponenten - ist meine meinung!
zu dem berg auf und ab in deiner umgebung möchte ich noch zu bedenken geben, dass es nach wie vor nicht unbedenklich ist, bei einer abfahrt mit evtl 80km/h und nicht geringem körper gewicht auf karbonfelgen stark zu bremsen, hinsichtlich möglicher hitze schäden an den bremsflanken. da würde ich alu eher vertrauen.
und zuletzt noch mein "gewagter" vorschlag bei deinem stolzen budget trotzdem "nur" ein rad für ca.3000euro zu nehmen - dafür bekommt man auch schon wahnsinns maschinen - und den rest in ein, zwei trainingslager zu investieren. denn nur mit übung lernt man sich in einer effizienten aero-position wohl zu fühlen und nur mit training bekommt man dampf in die beine
ich wünsch dir auf jeden fall viel vergnügen und erfolg!

cheers
vabse no ha iniciado sesión   Mit Zitat antworten
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